Offene Stellen sinken auf eine Million

0:000:00

IAB03092026
Bild: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 auf rund 1 Million gesunken. Gegenüber dem Vorquartal entspricht das einem Rückgang um 129.800 Stellen bzw. rund 11 Prozent. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 sank die Zahl um 35.000 bzw. rund 3 Prozent. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Mit Ausnahme der Corona-Lockdowns 2020 lag die Arbeitskräftenachfrage seit 2016 nicht mehr auf diesem niedrigen Niveau“, sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.

Verteilung nach Region

In Westdeutschland waren im zweiten Quartal 2026 820.400 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland 203.000. Rund 81 Prozent der Stellen waren sofort zu besetzen, das heißt, sie waren zum Erhebungszeitpunkt bereits unbesetzt.

Mehr Arbeitslose je offener Stelle

Bundesweit kamen auf 100 von den Betrieben ausgeschriebene offene Stellen im Durchschnitt 291 arbeitslos gemeldete Personen. Das sind 14 mehr als im Vorjahresquartal und 27 mehr als im Vorquartal. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal ist nach Angaben des IAB sowohl auf den Rückgang der offenen Stellen als auch auf eine gestiegene Zahl von Arbeitslosen zurückzuführen. In Ostdeutschland lag die Arbeitslosen-Stellen-Relation bei durchschnittlich 339, in Westdeutschland bei 279 arbeitslos gemeldeten Personen pro 100 offene Stellen. Je höher diese Relation, desto leichter können Arbeitgeber offene Stellen besetzen und desto schwieriger wird es für Arbeitsuchende, eine neue Stelle zu finden.

Mehr Bewerbungen pro Neueinstellung

„Internationale Konflikte, aber auch strukturelle Probleme im Inland haben die Personalnachfrage auch im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland deutlich gebremst. Die anhaltende Schwäche des Arbeitsmarktes spiegelt sich auch in einer gestiegenen Zahl an Bewerbungen wider, die Betriebe im Fall einer sozialversicherungspflichtigen Neueinstellung erhalten haben. So zeigen aktuelle Untersuchungen, dass sich diese Zahl von 2022 bis 2025 von 9 auf durchschnittlich 16 Bewerbungen erhöht hat“, so Kubis.

Datengrundlage der Erhebung

Das IAB untersucht mit der Stellenerhebung seit 1989 das gesamte Stellenangebot, einschließlich der Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im zweiten Quartal 2026 lagen der Erhebung Antworten von 8.529 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche zugrunde.



  • KIT forscht an 6G-Technologien

    KIT forscht an 6G-Technologien

    Ein am KIT in Karlsruhe entwickeltes Konzept soll hohe Datenübertragungsraten bei niedrigen Kosten ermöglichen — für die sechste Generation des Mobilfunks. Dabei haben die Forscher die bislang höchste Datenrate in…

    mehr lesen: KIT forscht an 6G-Technologien

  • Industrie erwartet Produktionsplus

    Industrie erwartet Produktionsplus

    Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich laut aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts leicht verbessert. Im Maschinenbau kletterten die Erwartungen, nach minus 12 Punkten im Juli, wieder in den positiven Bereich.

    mehr lesen: Industrie erwartet Produktionsplus

  • Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Anfang August hat Expleo sein neues Technologiezentrum bezogen. Dort sollen zukünftig Software- und Elektroniksysteme für automobile Anwendungen entwickelt werden.

    mehr lesen: Expleo bezieht neues Technologiezentrum

  • Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Der VDMA Fachverband Robotik + Automation hat mit Ralf Winkelmann ein neues Vorstandsmitglied berufen.

    mehr lesen: Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

  • Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Die Menge an Daten wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Wie gut Unternehmen darauf vorbereitet sind und welche Hindernisse durch Dark Data entstehen, zeigt eine aktuelle Studie von Splunk.

    mehr lesen: Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

  • Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau sind auch im Juli prozentual zweistellig gesunken, allerdings hat sich der Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächt.

    mehr lesen: Auftragsrückgang schwächt sich ab

  • Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Mit einem Anstieg von 0,6 Punkten im Vergleich zum Juli liegt das IAB-Arbeitsmarktbarometer im August weiter auf Erholungskurs. Die Beschäftigungskomponente des Frühindikators sank jedoch leicht.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

  • Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

    Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

    Grundsätzlich stehen Arbeitnehmer der Einführung neuer Technologie am Arbeitsplatz positiv gegenüber. Entsprechende Modernisierungen sehen viele Arbeitstätige unter anderem als Chance, ihre Karriere voranzubringen. Das geht aus einer Studie des Payroll-…

    mehr lesen: Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

  • Allianz kombiniert KI und IoT

    Allianz kombiniert KI und IoT

    Device Insight, Anbieter von IoT- und IIoT-Lösungen, und Sentian, schwedischer Spezialist für industrielle KI, bündeln ihre Expertise, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produktionsprozesse im Sinne einer Smart Factory zu…

    mehr lesen: Allianz kombiniert KI und IoT

  • Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

    Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

    Gerhard Knoch, bisher Vice President bei Infor, stößt als neuer Geschäftsführer zum PLM-Anbieter Procad.

    mehr lesen: Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

  • Die Sicherheit im Hafen erhöhen

    Die Sicherheit im Hafen erhöhen

    Häfen zählen zu den kritischen Infrastrukturen. Die möglichen Sicherheitsrisiken sind vielfältig, insbesondere in digitalisierten Containerterminal-Prozessen. Ein neues Methoden- und Werkzeugset, entwickelt am Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, soll die…

    mehr lesen: Die Sicherheit im Hafen erhöhen

  • Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden

    Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden

    Die Corona-Krise hat dafür gesorgt, dass sich Unternehmen vermehrt mit der Digitalisierung beschäftigen. Trend-Technologien sind dabei jedoch weniger entscheidend, so der Software-Anbieter Proalpha. Wichtiger sei es, dass Unternehmen ihre Prozesse…

    mehr lesen: Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden