
Unisys hat in einer internationalen Studie den Stand der IT-Strategien von Unternehmen untersucht. Der Bericht ‚From Complexity to Clarity: Modernizing Cloud and IT for What Comes Next‘ basiert auf Antworten von 1.000 Führungskräften aus acht Märkten. Demnach wächst die Kluft zwischen Investitionsabsichten und vorhandener Infrastruktur. Während viele Unternehmen ihre Ausgaben für generative KI und andere Schlüsseltechnologien ausweiten wollen, sehen die Autoren zugleich Defizite bei der IT-Bereitschaft.
Investitionen in GenAI nehmen zu
78 Prozent der befragten Unternehmen planen, ihre Investitionen in generative KI zu erhöhen. 73 Prozent der Führungskräfte schätzen zudem sogenannte Agentic AI als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit ein. Dennoch sehen sich lediglich 36 Prozent der Befragten in der Lage, umfangreiche KI-Workloads zu unterstützen. 82 Prozent bewerten Cloud und IT-Infrastruktur als zentral, sind jedoch nur teilweise mit dem Return on Investment für Cloud, Automatisierung und GenAI zufrieden.
Technische Grenzen und Modernisierungsbedarf
Laut Studie hemmt die bestehende Infrastruktur vieler Unternehmen die Umsetzung neuer Technologien. Nur 36 Prozent halten ihre Systeme für ausreichend vorbereitet, um große Datenmengen und GenAI-Anwendungen zu verarbeiten. Im Hinblick auf Quantencomputing sehen sich lediglich 32 Prozent gut aufgestellt, bei Edge-Computing sind es 34 Prozent. Auch den Einsatz von Augmented und Virtual Reality können nur 35 Prozent der IT-Umgebungen unterstützen.
Cybersicherheit bleibt eine Schwachstelle
Die Untersuchung zeigt zudem erhebliche Defizite bei der IT-Sicherheit. Im Vorjahr gaben 17 Prozent der Unternehmen an, von Sicherheitsverletzungen betroffen gewesen zu sein, bei denen Ausfallkosten von bis zu 500.000 US-Dollar pro Stunde entstanden. Nur 14 Prozent der Führungskräfte halten ihre Systeme für Post-Quanten-Kryptografie gerüstet. 85 Prozent beschreiben ihre Cybersicherheitsstrategie als reaktiv. Gleichzeitig geben 62 Prozent an, Zero-Trust-Modelle eingeführt zu haben oder dies zu planen. 61 Prozent setzen auf Cyber-Recovery, und 43 Prozent haben KI-gestützte Sicherheitsmaßnahmen implementiert.






































