Mit KI Wertströme verstehen und verbessern

image1 1
Bild: Kick-Off-Meeting – SimPlan AG / TZ PULS

Die Hochschule Landshut und die SimPlan AG entwickeln im Forschungsprojekt KIProWert einen neuen Ansatz, um Produktions- und Logistikprozesse mithilfe von künstlicher Intelligenz besser zu verstehen und gezielt zu verbessern. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen dadurch Verbesserungspotenziale leichter erkennen und Maßnahmen vor ihrer Umsetzung virtuell bewerten können.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erläutern die Beteiligten, dass Unternehmen ihre Produktions- und Logistikabläufe heute immer schneller an neue Anforderungen anpassen müssen. Gleichzeitig fallen dabei große Mengen an Daten an, die bislang oft nur teilweise genutzt werden. Genau hier setzt das Projekt an. Die Projektpartner entwickeln Verfahren, mit denen vorhandene Prozessdaten automatisch ausgewertet werden können. Weiter wird erklärt, dass sich dadurch tatsächliche Abläufe sichtbar machen, Engpässe erkennen und Verbesserungspotenziale systematisch identifizieren lassen.

Die gewonnenen Erkenntnisse wollen die Beteiligten anschließend in digitalen Simulationsmodellen nutzen. So können Unternehmen untersuchen, wie sich mögliche Veränderungen auf den gesamten Produktionsprozess auswirken. Beispielsweise lässt sich untersuchen, wie sich zusätzliche Kapazitäten, geänderte Materialflüsse oder angepasste Bestände auf Durchlaufzeiten und Auslastungen auswirken würden. Dadurch können Unternehmen mögliche Verbesserungen vergleichen und fundierter entscheiden. KI-Verfahren sollen dabei helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen und aus bisherigen Erfahrungen geeignete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Unterschiedliche Datenquellen zusammenführen

Ein weiteres Ziel des Projekts besteht darin, Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen zusammenzuführen und verständlich aufzubereiten. So sollen Zusammenhänge zwischen Prozessen, Ressourcen, Kennzahlen und möglichen Verbesserungsmaßnahmen leichter erkennbar werden.

Die entwickelten Systeme sollen Anwenderinnen und Anwender dabei unterstützen, Fragen zu ihren Prozessen in verständlicher Form zu beantworten. Beispielsweise könnte untersucht werden, wodurch Verzögerungen entstehen oder welche Maßnahmen voraussichtlich die größte Verbesserung bewirken würden.

Der Mensch behält die Entscheidungshoheit

Trotz des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz betonen die Projektpartner, dass der Mensch zentraler Bestandteil des Entscheidungsprozesses bleibt. Rückmeldungen der Anwenderinnen und Anwender fließen wiederum in die Weiterentwicklung der Verfahren ein.

Zugang für kleine und mittlere Unternehmen

Weiter wird betont, dass KIProWert insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu datenbasierten Analyse- und Simulationsverfahren erleichtern soll. Ziel ist es, Verbesserungsmöglichkeiten schneller zu erkennen und Entscheidungen auf einer fundierten Informationsbasis treffen zu können, ohne dafür umfangreiche Spezialkenntnisse aufbauen zu müssen.

Die entwickelten Komponenten werden in einem Demonstrator zusammengeführt und in der Lern- und Innovationsfabrik des TZ Puls sowie anhand realer Anwendungsszenarien der SimPlan AG erprobt. Das Unternehmen bringt seine Erfahrung in den Bereichen Prozesssimulation, digitale Wertstromanalyse und industrielle Softwareentwicklung in das Projekt ein. Die Hochschule Landshut erforscht die wissenschaftlichen Grundlagen der Verfahren zur Prozessanalyse, Simulation und KI-gestützten Entscheidungsunterstützung. Ausgewählte Ergebnisse sollen anschließend in das Werkzeug SimVSM einfließen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Fördermaßnahme ‚KMU-innovativ: IKT – Software Engineering‘ gefördert. Das projekt läuft bis zum 31. August 2029. Projektträger ist die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH.



  • Neues Trio an der MPDV-Spitze

    Neues Trio an der MPDV-Spitze

    Die MPDV hat seit Oktober drei neue Geschäftsführer. Nathalie Kletti, Thorsten Strebel und Jürgen Petzel stehen an der Spitze des Unternehmens.

    mehr lesen: Neues Trio an der MPDV-Spitze

  • Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

    Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

    Die Beschäftigtensituation im Maschinen- und Anlagenbau bleibt weiter angespannt. Im August ging die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um weitere 2.165 auf 1,025 Millionen zurück. Damit sind fast…

    mehr lesen: Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

  • Flexibel und sicher

    Flexibel und sicher

    Helmholz erweitert sein Portfolio an Industrieroutern. Die bewährten REX-Geräte sind ab sofort auch mit zusätzlicher WAN (Wide Area Network)-Schnittstelle und Fallback-Mechanismus erhältlich.

    mehr lesen: Flexibel und sicher

  • Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

    Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

    Die Fuji Europe Corparation hat Tower-Factory, einen Anbieter von Lagerlogistiksystemen, übernommen. Kunden von Fuji Europe sollen dadurch Lösungen erhalten, die den gesamten Materialfluss abdecken.

    mehr lesen: Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

  • Bereits mehr als 1.200 Teilnehmer für TeDo Webinare

    Bereits mehr als 1.200 Teilnehmer für TeDo Webinare

    Für die Webinare des TeDo Verlags, die im Rahmen des Herbstes der Innovationen durchgeführt werden, haben sich bereits weit über 1.200 Teilnehmer angemeldet. Das SPS-Magazin, die IT&Production, die Robotik und…

    mehr lesen: Bereits mehr als 1.200 Teilnehmer für TeDo Webinare

  • Neuer VDMA-Präsident gewählt

    Neuer VDMA-Präsident gewählt

    Der VDMA hat mit Karl Haeusgen einen neuen Präsidenten. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstandsvorsitzende von Hawe Hydraulik als Nachfolger von Carl Martin Welcker bestimmt. Auch der Verband VDMA…

    mehr lesen: Neuer VDMA-Präsident gewählt

  • Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel

    Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel

    Maindays 2020 Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel Unter dem Motto ‘Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel‘ findet die 21. Jahrestagung MainDays vom 24. bis zum 25. November in Potsdam…

    mehr lesen: Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel

  • Kurzarbeit geht weiter zurück

    Kurzarbeit geht weiter zurück

    Im September ist die Zahl der Beschäftigten, die in Kurzarbeit sind, weiter zurückgegangen. Das Ifo-Institut schätzt die Zahl der Kurzarbeiter aktuell auf 3,7 Millionen Menschen.

    mehr lesen: Kurzarbeit geht weiter zurück

  • Edge-Cloud vernetzt 20 Fraunhofer-Institute

    Edge-Cloud vernetzt 20 Fraunhofer-Institute

    Das Fraunhofer IPT und die Firma German Edge Cloud arbeiten gerade an der Fraunhofer Edge Cloud, die bald 20 Fraunhofer-Institute vernetzen soll. Die offene Foschungsplattform und Testumgebung hilft später im…

    mehr lesen: Edge-Cloud vernetzt 20 Fraunhofer-Institute

  • CtrlX-Ökosystem für Third-Party-Software geöffnet

    CtrlX-Ökosystem für Third-Party-Software geöffnet

    Bosch erweitert das noch junge Automatisierungssystem CtrlX um Komponenten und Services. Vor allem aber lädt die Unternehmensgruppe Third-Party-Anbieter dazu ein, sich mit eigenen Anwendungen auf der Plattform zu engagieren.

    mehr lesen: CtrlX-Ökosystem für Third-Party-Software geöffnet

  • Mit Indigo Maschinendaten in Echtzeit synchronisieren

    Mit Indigo Maschinendaten in Echtzeit synchronisieren

    Mit ihrer Plattform Indigo will sich das Münchener Startup Emocean auf dem Markt für Analytics-Projekte positionieren. Das Besondere: Die Lösung soll Maschinendaten in Echtzeit synchronisieren und so etwa den unmittelbaren…

    mehr lesen: Mit Indigo Maschinendaten in Echtzeit synchronisieren

  • Zaghafte Entspannung trotz Orderminus

    Zaghafte Entspannung trotz Orderminus

    Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ein reales Orderminus von 14 Prozent verzeichnet. Das ist seit Beginn der Corona-Krise der geringste Rückgang auf Monatsbasis.

    mehr lesen: Zaghafte Entspannung trotz Orderminus