Mehr IT-Dienstleister erleben Vorwürfe wegen Schlechtleistung

Marc Thamm, Product Head Technology & General Liability bei Hiscox
Marc Thamm, Product Head Technology & General Liability bei Hiscox – Bild: Hiscox Europe Underwriting Limited

Gegen zwei Drittel der IT-Dienstleister wurden im vergangenen Jahr seitens ihrer Auftraggeber Vorwürfe wegen angeblicher Schlechtleistung erhoben. Dies ist eines der Ergebnisse der IT-Umfrage, die im Auftrag des Spezialversicherers Hiscox unter IT-Dienstleistungsunternehmen durchgeführt wurde. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2024 sahen sich noch 61% mit derartigen Vorwürfen konfrontiert.

Aus der Befragung geht weiter hervor, dass 55% der Befragten zusätzlich beobachten, dass Auftraggeber neben unterstellten Schlechtleistungen auch finanzielle Ansprüche geltend machen.

„Die Ergebnisse zeigen: Vorwürfe wegen Schlechtleistung sind längst kein Ausnahmefall mehr, sondern gehören zum ganz normalen Projektalltag vieler IT-Dienstleister. Schon ein einzelner Konflikt kann ausreichen, um ein kleines oder mittelständisches Unternehmen nicht nur finanziell stark zu belasten. Denn die Unterstellung angeblicher Schlechtleistung trifft IT-Dienstleister oft völlig unerwartet – da auch perfekte Arbeit nicht gegen Vorwürfe schützt“, erklärt Marc Thamm, Product Head Technology & General Liability bei Hiscox.

Wie der Spezialversicherer auf seiner Homepage mitteilt, treibt zudem künstliche Intelligenz das Geschäft der IT-Dienstleister. Laut Untersuchung bieten 57% der Unternehmen KI-Dienstleistungen an (2024: 46%), drei von vier Befragten erwarten einen weiteren Anstieg der KI-Aufträge – insbesondere in den Bereichen der Entwicklung KI-basierter Anwendungen sowie der strategischen Beratung. Als weitere zentrale Geschäftsfelder ermittelt die Untersuchung Software-Design und -Entwicklung, IT-Support / Back-Office-Dienstleistungen, IT-Engineering sowie ITK-Beratung, -Projektmanagement und -Dienstleistungen. Die Autoren verweisen hier darauf, dass Mehrfachantworten möglich waren. Dies zeige auch, so die Autoren, dass es etwa reine ‚Programmierschmieden‘ ohne weitere Services kaum noch gebe, sondern dass Entwicklung und Beratung sowie Organisation meist Hand in Hand gingen.

Weitere Informationen zur Untersuchung finden Sie hier.

Methodik: Im Auftrag des Spezialversicherers Hiscox befragte das Marktforschungsunternehmen Statista im September 2025 in einer Online-Umfrage 200 Entscheiderinnen und Entscheider in IT-Dienstleistungsunternehmen u.a. zu ihrer aktuellen Lage, der Wahrnehmung unternehmerischer Risiken sowie dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Die Befragten bekleiden in ihren Unternehmen Positionen mit relevanter Entscheidungskompetenz, die zusätzlich Aussagen darüber treffen können, mit welchen Risiken sie in ihrem Geschäft konfrontiert sind. Die Mehrheit der Befragten arbeitet in Unternehmen, die zwischen 100 bis 499 Mitarbeitende bzw. 500 oder mehr Mitarbeitende beschäftigen



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