Manufacturing-X-Demonstrator von VDMA und T-Systems

World Environment Day. ecological concept Preserving the natural world in 2024. This picture of the earth from NASA with important date messages. world environment day Amidst pure nature
Bild: Deutsche Telekom/ iStock/ Sakorn Sukkasemsakorn/ Aslan Alphan; Montage: Evelyn Ebert Meneses

Der VDMA und T-Systems präsentieren gemeinsam mit der Initiative Umati (universal machine technology interface) auf der diesjährigen Hannover Messe eine erste globale Manufacturing-X-Umsetzung mit offenen Standards für Maschinendaten. Der ausgestellte Demonstrator in Halle 9 (Stand F25) zeigt den CO2-Fußabdruck von verschiedenen Produkten in einem Datenraum. Werke in Asien, Brasilien, Deutschland, Spanien und den USA teilen Live-Daten aus dem Produktionsprozess und für Manufacturing-X einsatzbereiten Geräten. Der ‚Product Carbon Footprint‘ wird live berechnet und in einem digitalen Produktpass dokumentiert.

Die im VDMA entwickelten ‚X for Machinery‘-Architektur soll vor allem für KMU als Blaupause für einen Zugang zu Datenräumen bieten. Sie beschreibt, wie eine Auswahl von international etablierten Standards und Technologien genutzt und kombiniert werden kann, um einen Zugang zu Datenräumen zu realisieren. Die Architektur richtet sich nach dem Regelwerk der International Data Space Association (IDSA) und nutzt OPC UA und Companion Specifications für die Kommunikation. Dies stelle die Datenhoheit sicher und schaffe ein vertrauenswürdiges Ökosystem, um standardisierte Produktionsinformationen zu teilen und zu nutzen.

Standardisierte Daten von vier Kontinenten

Der Demonstrator realisiert das ‚FX Port‘-Konzept und bringt standardisierte Maschinendaten von vier Kontinenten mittels der Plattform Umati.App und eines Connectors in den Datenraum. Die Datenrauminfrastruktur, die Authentifizierung neuer Teilnehmer für den Datenraum, sowie der Connector, der auf die Anforderungen von Maschinendaten zugeschnitten ist, wird durch T-Systems bereitgestellt und betrieben.

„Datenräume sind das digitale Fundament für Europas Zukunft“, erklärt Christine Knackfuß-Nikolic, Chief Technology Officer von T-Systems. „Sie sind nicht nur der Schlüssel zu einer sicheren und souveränen Datenökonomie, sondern auch der Katalysator für bahnbrechende Innovationen. Durch die Bereitstellung hochwertiger, interoperabler Daten schaffen wir die Grundlage für eine KI-getriebene Wirtschaft, die Europas globale Wettbewerbsfähigkeit stärkt und unsere digitale Unabhängigkeit sichert. Datenräume sind unsere Chance, die ungenutzte Kraft von 80 Prozent der Daten zu entfesseln und bis 2028 ein zusätzliches BIP von 270Mrd.€ zu generieren. Sie sind nicht weniger als der Treibstoff für Europas digitale Renaissance.“

„Digitalisierung, Interoperabilität und Vernetzung sind entscheidend für unsere Branche und der Schlüssel hierfür ist der Datenraum. Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen bietet sich die Chance, neue, datenbasierte Geschäftsmodelle mit zusätzlichen Serviceangeboten zu entwickeln und effiziente KI-Anwendungen zu realisieren“, betont Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Weiterhin beteiligt sind u.a. die Federation of Industries of Minas Gerais (FIEMG), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), CESMII, Trimek (Teil von Innovalia Metrology), das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt sowie Interop4X.



  • Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

    Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

    Die Nutzung von Containertechnologien steigt, was aber gilt es bei der Auswahl zu beachten? Der Software-Entwickler Red Hat gibt Antworten darauf.

    mehr lesen: Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

  • Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

    Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

    Wenn Unternehmen Digitalisierungsprojekte angehen, tun sie dies oft mit einem externen Partner. Die Frage ist nur mit welchem? IFS hat in einer Studie ermittelt, welche Faktoren bei der Auswahl eine…

    mehr lesen: Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

  • Software-as-a-Service für die Fertigung

    Software-as-a-Service für die Fertigung

    Die Komplexität des Maschinenparks erschwert es oft, geeignete Parameter für den optimalen Betrieb zu definieren. Hier kommt das Startup FactoryPal ins Spiel, das mit seiner KI-basierten Lösung Abhilfe schaffen will.

    mehr lesen: Software-as-a-Service für die Fertigung

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

    Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

    Karl Tucholski ist neuer Head of Business Development bei Prime Computer für Deutschland und Österreich.

    mehr lesen: Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

  • Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

    Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

    Bitkom-Studie Nachhaltige Industrie durch neue Technologien Deutsche Unternehmen gehen davon aus, dass Industrie 4.0-Technologien zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes beitragen können. Viele Unternehmen haben sich bereits eine Selbstverpflichtung zu Senkung…

    mehr lesen: Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

  • Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

    Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

    Die Deutsche Wirtschaft erholt sich langsam. Bis das Vorkrisenniveau erreicht wird, könnte es laut Bundeswirtschaftsministerium noch bis 2022 dauern.

    mehr lesen: Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

  • Maschinenbau rechnet 2020 mit Produktionsrückgang von 17 Prozent

    Maschinenbau rechnet 2020 mit Produktionsrückgang von 17 Prozent

    Der Maschinen- und Anlagenbau kämpft gegen die Folgen der globalen Corona-Pandemie, aber auch gegen einen nach wie vor belastenden Protektionismus im internationalen Handel. Hinzu kommt ein industrieller Wandel, der sich…

    mehr lesen: Maschinenbau rechnet 2020 mit Produktionsrückgang von 17 Prozent

  • Fraunhofer IFF baut Forschungsstandort aus

    Fraunhofer IFF baut Forschungsstandort aus

    Das Fraunhofer IFF baut eine neue Forschungsfabrik im Magdeburger Wissenschaftshafen. Diese soll im Herbst 2021 fertig sein und neue Forschungsschwerpunkte beheimaten.

    mehr lesen: Fraunhofer IFF baut Forschungsstandort aus

  • KIT forscht an 6G-Technologien

    KIT forscht an 6G-Technologien

    Ein am KIT in Karlsruhe entwickeltes Konzept soll hohe Datenübertragungsraten bei niedrigen Kosten ermöglichen — für die sechste Generation des Mobilfunks. Dabei haben die Forscher die bislang höchste Datenrate in…

    mehr lesen: KIT forscht an 6G-Technologien

  • Industrie erwartet Produktionsplus

    Industrie erwartet Produktionsplus

    Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich laut aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts leicht verbessert. Im Maschinenbau kletterten die Erwartungen, nach minus 12 Punkten im Juli, wieder in den positiven Bereich.

    mehr lesen: Industrie erwartet Produktionsplus

  • Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Anfang August hat Expleo sein neues Technologiezentrum bezogen. Dort sollen zukünftig Software- und Elektroniksysteme für automobile Anwendungen entwickelt werden.

    mehr lesen: Expleo bezieht neues Technologiezentrum