IW rechnet mit leichtem Wirtschaftswachstum

Day Trading Chart
Bild: ©m.mphoto/stock.adobe.com

Nach drei Jahren Rezession und Stagnation geht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im kommenden Jahr von einem leichten Wachstum von 1% aus. Eine echte Trendwende sei jedoch nicht in Sicht.

Wie das IW mitteilt, ist rund ein Drittel des Wachstums auf einen Kalendereffekt zurückzuführen: Da einige Feiertage auf Wochenenden fallen, arbeiten die Deutschen im kommenden Jahr gut zwei Tage mehr.

Die Ergebnisse der Analyse:

Auch 2026 belastet die unsichere globale Lage den deutschen Außenhandel. Die Weltwirtschaft wächst nur um etwa 2%, der Welthandel lediglich um rund 1,5%. Die deutschen Exporte bleiben sogar davon weiterhin abgekoppelt und dürften nach Einschätzung des IW das schwache Niveau des Jahres 2025 deshalb kaum übertreffen.

Zwar machen sich die staatlichen Investitionen im Jahresverlauf bemerkbar, private Investitionen bleiben aber schwach. Zusammen tragen sie zu einem Wachstumsschub von etwa 0,5 Prozentpunkten bei.

Die IW-Forscher rechnen damit, dass insbesondere im Wohnungsbau neue Impulse der Bundesregierung für Auftrieb sorgen. Die Prognose geht hier von einem Anstieg der Bauinvestitionen von voraussichtlich 1,5% aus. Vor allem Tiefbau und öffentlicher Nichtwohnungsbau profitieren von den zusätzlichen Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen.

Trotz normaler Inflationsrate von 2% bleibt der private Konsum verhalten und steigt preisbereinigt nur um 1%. Als Grund führen die Wirtschaftsforscher unsichere Beschäftigungsaussichten an, durch die viele Bürger ihr Geld bei sich behalten.

Die Arbeitslosigkeit verharrt laut Prognose bei rund drei Millionen; auch die Erwerbstätigkeit bleibt bis Ende 2026 nahezu unverändert. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe gehen Arbeitsplätze verloren: Laut IW-Konjunkturumfrage wollen vier von zehn Industriefirmen 2026 Stellen abbauen.

„Das erwartete Wachstum reicht bei weitem nicht aus, um die gesamten Einbußen der vergangenen Jahre aufzuholen“, sagt IW-Konjunkturchef Michael Grömling. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten, des technologischen Wandels und der Alterung unserer Gesellschaft stehe die deutsche Wirtschaft vor einem fundamentalen Wandel, der Zeit benötige. „Deutschland stehen noch einige schwierige Jahre mit großen Herausforderungen bevor“, so Grömling.



  • Saskia Fontanive und Christian Schweizer werden COOs

    Saskia Fontanive und Christian Schweizer werden COOs

    Im September 2024 hat der SAP-Gold-Partner und Cloudspezialist Innovabee seine Geschäftsführung um Saskia Fontanive und Christian Schweizer erweitert.

    mehr lesen: Saskia Fontanive und Christian Schweizer werden COOs

  • Siemens gliedert eMobility-Geschäft aus

    Siemens gliedert eMobility-Geschäft aus

    Siemens plant, sein eMobility-Geschäft auszugliedern. Im Jahr 2018 bündelte das Unternehmen seine Ladeaktivitäten für Elektrofahrzeuge und überführte diese 2022 in eine eigene Geschäftseinheit.

    mehr lesen: Siemens gliedert eMobility-Geschäft aus

  • Rechtliche Orientierung für Cybersicherheitsforschende

    Rechtliche Orientierung für Cybersicherheitsforschende

    Cybersicherheitsforschende stehen mitunter gefühlt mit einem Bein im Gefängnis – es herrscht viel Unsicherheit darüber, was rechtlich im Rahmen von Wissenschaft erlaubt ist und was nicht.

    mehr lesen: Rechtliche Orientierung für Cybersicherheitsforschende

  • DFKI und Taiwan AICoE vereinbaren KI-Zusammenarbeit

    DFKI und Taiwan AICoE vereinbaren KI-Zusammenarbeit

    Das Taiwan AI Center of Excellence (AICoE) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben eine Absprache zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit geschlossen.

    mehr lesen: DFKI und Taiwan AICoE vereinbaren KI-Zusammenarbeit

  • Auftragsbestand der Industrie wächst um 1 Prozent

    Auftragsbestand der Industrie wächst um 1 Prozent

    Der Auftragsbestand in der Industrie ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2024 gegenüber Juni 2024 saison- und kalenderbereinigt um 1 Prozent gestiegen.

    mehr lesen: Auftragsbestand der Industrie wächst um 1 Prozent

  • Sebastian Durst wird CEO bei Weidmüller

    Sebastian Durst wird CEO bei Weidmüller

    Die Weidmüller-Gruppe gibt zum 1. Oktober 2024 Veränderungen in der ersten Führungsebene bekannt: Dr. Sebastian Durst, bisher Vorstand Operations, übernimmt die neu geschaffene Position des Chief Executive Officer (CEO).

    mehr lesen: Sebastian Durst wird CEO bei Weidmüller

  • Sereact macht Jörg Ziesmann zum Sales Director

    Sereact macht Jörg Ziesmann zum Sales Director

    Jörg Ziesmann (Bild) ist neuer Sales Director beim KI-Robotik-Spezialisten Sereact.

    mehr lesen: Sereact macht Jörg Ziesmann zum Sales Director

  • RWTH-Lehrstuhl PEM entwickelt mit Partnern Natrium-Ionen-Batterie

    RWTH-Lehrstuhl PEM entwickelt mit Partnern Natrium-Ionen-Batterie

    Der Lehrstuhl ‚Production Engineering of E-Mobility Components‘ (PEM) der RWTH Aachen erarbeitet mit Partnern aus der Forschung und der Industrie in den nächsten drei Jahren ein nachhaltiges elektrochemisches Speicherkonzept auf…

    mehr lesen: RWTH-Lehrstuhl PEM entwickelt mit Partnern Natrium-Ionen-Batterie

  • Theobald Software stellt Führungsspitze neu auf

    Theobald Software stellt Führungsspitze neu auf

    Theobald Software, ein Spezialist für SAP-Integration, strukturiert seine Führungsspitze neu und geht damit den nächsten Schritt in der Unternehmensgeschichte.

    mehr lesen: Theobald Software stellt Führungsspitze neu auf

  • Docufy übernimmt KI-Spezialisten Theum

    Docufy übernimmt KI-Spezialisten Theum

    Docufy, ein Anbieter von Software für die Technische Dokumentation, gibt die Übernahme der Theum AG bekannt.

    mehr lesen: Docufy übernimmt KI-Spezialisten Theum

  • Wie hilft Open-Source-Software in der Automobilentwicklung?

    Wie hilft Open-Source-Software in der Automobilentwicklung?

    Unter dem Titel ‚Driving Innovation & Building Safer Cars with Open Source Software‘ liefert eine Studie der Open-Source-Organisation Eclpise Foundation Erkenntnisse darüber, wie Entscheidungsträger und Softwareexperten in der Automobilindustrie Open-Source-Software…

    mehr lesen: Wie hilft Open-Source-Software in der Automobilentwicklung?

  • Merck und Siemens schließen strategische Partnerschaft

    Merck und Siemens schließen strategische Partnerschaft

    Merck und Siemens vertiefen ihre Zusammenarbeit und kündigen an, die intelligente Fertigung auf die nächste Stufe zu heben.

    mehr lesen: Merck und Siemens schließen strategische Partnerschaft