ISC2 entwickelt Zertifizierung für KI-Sicherheit

AI concept with a magnifying glass and right wrong symbols in
Bild: ©patpitchaya/stock.adobe.com

Die gemeinnützige Mitgliederorganisation für Cybersecurity-Fachleute, ISC2, startet die Entwicklung einer neuen Zertifizierung für KI-Sicherheit. Dafür ruft der Verband Cybersecurity-Fachkräfte weltweit auf, sich ehrenamtlich zu beteiligen. Ziel ist es, erforderliches Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu definieren, um KI-Systeme abzusichern, KI-Bedrohungen zu bewältigen und Risiken durch KI zu reduzieren. Die Zertifizierung, die im Rahmen der praxisorientierten Methodik von ISC2 entwickelt wird, soll Cybersecurity-Fachkräften einen vertrauenswürdigen und herstellerneutralen Standard für KI-Sicherheit bieten.

Der Verband erklärt in einer Pressemitteilung, dass Organisationen künstliche Intelligenz immer schneller in Geschäfts- und Sicherheitsprozessen einsetzen und Cybersecurity-Fachkräfte zunehmend die Verantwortung für die Absicherung dieser Systeme tragen. Bisher fehle der Branche jedoch ein weltweit anerkannter Standard zur Validierung des Fachwissens im Bereich der KI-Sicherheit.

„In der Cybersicherheits-Community ist man sich einig: Sie braucht praktische, glaubwürdige Möglichkeiten, um ihre Bereitschaft für die Sicherheitsanforderungen der KI unter Beweis zu stellen“, so Casey Marks, Chief Operating Officer von ISC2. „Diese Zertifizierung wird als Reaktion auf diesen Bedarf entwickelt. Sie wird Cybersecurity-Fachkräften und Arbeitgebern dabei helfen, die Expertise in der KI-Sicherheit zu validieren und die Belegschaft weiterzuentwickeln. Sie wird zudem Organisationen mehr Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Teams geben, ihr Unternehmen zu schützen.“

Im Entwicklungsprozess der Zertifizierung wollen die Beteiligten zunächst untersuchen, wie Cybersecurity-Fachkräfte etablierte Sicherheitsprinzipien auf durch KI geprägte Technologieumgebungen anwenden. Dazu gehören Risikomanagement, Secure-by-Design-Methodik, Datenschutz, Governance und Beaufsichtigung. Anhand des Fachwissens aus der Praxis soll dann bestimmt werden, welche Aufgaben, Fähigkeiten und Wissensbereiche in der Zertifizierung abgebildet und in einer zukünftigen Prüfung bewertet werden.

Wie können sich Interessierte beteiligen?

ISC2 lädt Cybersecurity-Fachkräfte – sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder – ein, sich ehrenamtlich am Entwicklungsprozess zu beteiligen. Interessierte können dies auf folgende Weisen tun:

-Teilnahme an Umfragen zur Aufgabenanalyse
-Teilnahme an Workshops zur Aufgabenentwicklung
-Unterstützung bei der Prüfungsentwicklung
-Teilnahme an der Pilot-Zertifizierungsprüfung

ISC2 erwartet, dass die Pilotprüfung der KI-Sicherheitszertifizierung bis Ende 2026 verfügbar sein wird. Cybersecurity-Fachkräfte, die sich beteiligen möchten, finden weitere Informationen unter:
www.isc2.org/new-ai-certification.



  • PWC-Maschinenbaubarometer: Verunsicherung weiterhin hoch

    PWC-Maschinenbaubarometer: Verunsicherung weiterhin hoch

    Das aktuelle Maschinenbaubarometer von PWC zeigt zwar, dass die Anzahl derjenigen, die optimistisch auf die Entwicklung der deutschen und weltweiten Konjunktur blicken, im Vergleich zum Vorquartal gestiegen ist. Allerdings liegt…

    mehr lesen: PWC-Maschinenbaubarometer: Verunsicherung weiterhin hoch

  • Wie sicher ist Open Source Software?

    Wie sicher ist Open Source Software?

    Anfang April hat ein Microsoft-Ingenieur einen Hackerangriff auf die Linux Software in letzter Minute vereitelt. Dies warf die Frage auf, wie es um die Sicherheit von Open Source Software (OSS)…

    mehr lesen: Wie sicher ist Open Source Software?

  • MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

    MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

    Taiwanesische Behörden haben ein Strafverfahren gegen Kameralinsen-Hersteller Largan eingeleitet. Gegenstand des Verfahrens ist die unrechtmäßige Nutzung der Softwareprodukte von MVTec Software.

    mehr lesen: MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

    Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

    In einem aktuellen Whitepaper gibt die Plattform einen Überblick über Stärken und Schwächen von Edge AI und diskutiert Optionen, wie die Technologie in die Anwendung gebracht werden kann.

    mehr lesen: Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

  • Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

    Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

    Time Magazine und Statista haben Schneider Electric als nachhaltigstes Unternehmen der Welt ausgezeichnet. Der Technologie-Konzern setzte sich in der Rangliste an die Spitze einer Auswahl von 500 Unternehmen aus 30…

    mehr lesen: Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

  • SpiraTec integriert Tochterunternehmen

    SpiraTec integriert Tochterunternehmen

    Die Industrial Solutions M&B, eine 100-prozentige Tochterfirma der SpiraTec AG, ist zum 28. Juni 2024 mit der Muttergesellschaft verschmolzen.

    mehr lesen: SpiraTec integriert Tochterunternehmen

  • Wenn aus Schrott neuer Stahl wird

    Wenn aus Schrott neuer Stahl wird

    Mit über 2,2Mio.t verarbeitetem Schrott pro Jahr ist die Swiss Steel Group einer der größten Recycling-Betriebe Europas. Für seinen ’Green Steel’, also Stahl aus recyceltem Material, arbeitet das Unternehmen an…

    mehr lesen: Wenn aus Schrott neuer Stahl wird

  • Wie AnoWatch Abweichungen erkennt

    Wie AnoWatch Abweichungen erkennt

    Das am Fraunhofer IWU entwickelte System AnoWatch hilft, Fehler auf Karosserieteilen zu erkennen. Das Besondere: Das System wird mit fehlerfreien Bauteilen angelernt.

    mehr lesen: Wie AnoWatch Abweichungen erkennt

  • Neuer CEO für Bentley Systems

    Neuer CEO für Bentley Systems

    Bentley Systems hat einen neuen CEO. Mit Nicholas Cumins übernimmt erstmals eine Führungskraft, die nicht aus der Bentley-Familie stammt, die Geschicke des CAD-Spezialisten.

    mehr lesen: Neuer CEO für Bentley Systems

  • Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

    Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

    1984 wurde das Elektro-Engineering aus der Taufe gehoben und damit auch die Software, die dem Unternehmen Eplan seinen Namen gab. Das 40-jährige Bestehen wurde nun mit einer Veranstaltung im Nationalen…

    mehr lesen: Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

  • Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

    Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

    Nach mehreren Jahrzehnten der Zusammenarbeit gehen Inneo und die Ingenieurgemeinschaft Klietsch eine strategische Partnerschaft ein.

    mehr lesen: Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein