Industrie-Entscheider bewerten humanoide Roboter als Innovationstreiber

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Bild: Messe München GmbH

In dem am 24. Juni veröffentlichten Automatica Trendindex bewertet die Mehrheit der Industrie-Entscheider in Deutschland humanoide Roboter als Innovationstreiber für die Automation der Zukunft. Demnach sind 82% der Befragten der Meinung, dass Deutschland humanoide Roboter nach chinesischem Vorbild verstärkt entwickeln und fördern sollte.

Für die Erhebung wurden im Auftrag der Messe Automatica insgesamt 100 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt, die in ihren Unternehmen über den Einsatz von Robotik und Automation entscheiden.

„China setzt seit Jahren sehr konsequent auf eine nationale Robotik-Strategie, um die Chancen moderner Automation systematisch zu nutzen“, sagt Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation. „Der jüngst von Peking vorgestellte Fünfjahresplan stellt intelligente Robotik jetzt ins Zentrum der Entwicklungsziele. Mit den Humanoiden Robotern wird dabei ein neues Kapitel aufgeschlagen: Ziel ist es, eine ‚embodied intelligence‘ zu entwickeln, bei der KI-Software mit physischer Robotik vernetzt wird. Geplant sind ganz neue praktische Anwendungen von KI für die Automation in Industrie und Wirtschaft.“

Zentrales Innovationsfeld: intelligente Robotik

Intelligente Robotik gilt auch unter den Befragten als zentrales Innovationsfeld: Laut Studie sind 78% überzeugt, dass der Einsatz von KI in der Robotik und Automation für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie unverzichtbar ist. Dem Trendindex zufolge sind humanoide Roboter bereits eine wichtige Ergänzung in der industriellen Fertigung (85%). Wobei sie nach Angaben von 68% der Befragten noch überwiegend in Pilotprojekten eingesetzt werden.

„Sicherlich ist Humanoide Robotik ein besonders eingängiges Beispiel für Physical AI, denn hier interagiert KI in menschenähnlicher Gestalt mit der realen Welt“, sagt Anja Schneider, Exhibition Director der Automatica. Sie geht davon aus, dass Physical AI und humanoide Robotik die Top-Themen auf der Automatica 2027 sein werden.

In diesem Zusammenhang werden in der Pressemitteilung auch Plattformen für humanoide Robotik genannt. Diese verbinden Disziplinen wie den klassischen Maschinenbau, moderne Steuerungstechnologie, Sensorik und KI-basierte Softwareentwicklung miteinander. Die Autoren betonen, dass für die sogenannte physische KI realistische Fertigungsdaten, die über Sensoren erfasst und verarbeitet werden, entscheidend seien. Deutschland verfüge hier mit seinen hochentwickelten Produktionsstandorten über hervorragende Voraussetzungen. So führt die International Federation of Robotics (IFR) Deutschland mit 449 installierten Industrie-Robotern pro 10.000 Beschäftigten weltweit auf dem dritten Platz bei der Roboterdichte, hinter Südkorea und Singapur.



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