Immer mehr ausländische Unternehmen investieren in Deutschland

csm PM 2025 Direktinvestitionsflues 20250929145118
Bild: Deutsche Bundesbank / Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Ausländische Unternehmen haben in diesem Jahr laut einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) so viel in Deutschland investiert wie lange nicht. In unsicheren Zeiten scheint Deutschland für Investoren verlässlicher zu sein als die USA, so die Einschätzung der Wirtschaftsforscher.

Von Januar bis Juli 2025 sind 334Mrd.€ Kapital nach Deutschland geflossen. Laut den Wirtschaftsforschern, die für ihre Untersuchung Bundesbank-Zahlen analysiert haben, ist das mehr als das Zweieinhalbfache des Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre (126Mrd.€) und der zweithöchste Wert seit 2014.

Ein besonders deutlicher Anstieg ergibt sich bei den Direktinvestitionen: In den ersten sieben Monaten dieses Jahres investierten ausländische Unternehmen rund 68Mrd.€, 2024 waren es im gleichen Zeitraum nur knapp 49Mrd.€. Zwar legten auch die Auslandsinvestitionen deutscher Firmen deutlich zu – von 52Mrd.€ im ersten halben Jahr 2024 auf 76Mrd.€ im gleichen Zeitraum 2025. Unterm Strich ergibt sich jedoch ein geringes Defizit von unter 8Mrd.€.

Zeichen für den Umschwung?

Die neuen Zahlen könnten nach Ansicht des IW ein erstes Anzeichen für einen Umschwung bei der Wirtschaftsstimmung sein. Es sei aber auch möglich, dass Investoren mit Blick auf China, die USA, Frankreich oder Großbritannien keine attraktiveren Alternativen sehen. Im Vergleich dazu wirke Deutschland trotz der Stagnation noch relativ stabil.

Ein Faktor könnte laut IW sein, dass in unsicheren Zeiten alte deutsche Tugenden wieder mehr zählen, wie etwa die ausgeprägte Rechtssicherheit sowie politische und wirtschaftliche Stabilität. Deutschland zehre hier von alten Stärken wie etwa einer Innovationslandschaft, die Forschung, Unternehmen und Startups miteinander verbindet, gut ausgebildeten Fachkräften und der zentralen Lage in Europa.

Das IW gibt zu bedenken, dass die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind, da Direktinvestitionen stark schwanken und häufig längerfristig geplant sind. Für viele Investoren dürfte der Standort nach Ansicht der Wirtschaftsforscher zudem noch zu teuer sein.



  • Trend Micro meldet über 94 Milliarden Angriffe in 2021

    Trend Micro meldet über 94 Milliarden Angriffe in 2021

    Trend Micro meldet die Abwehr von 94,2Mrd. Cyberbedrohungen im Jahr 2021 durch den Einsatz seiner globalen Threat-Intelligence-Infrastruktur Smart Protection Network (SPN). Die Angriffe zielten auf Unternehmen, Behörden und Verbraucher ab.

    mehr lesen: Trend Micro meldet über 94 Milliarden Angriffe in 2021

  • Joachim Weber wird CTO bei Paessler

    Joachim Weber wird CTO bei Paessler

    Mit personellen Veränderungen geht der Monitoring-Spezialist Paessler in das neue Jahr und hat Joachim Weber zum Chief Technology Officer ernannt.

    mehr lesen: Joachim Weber wird CTO bei Paessler

  • Low Code-Plattform lässt SoftProject-Umsatz wachsen

    Low Code-Plattform lässt SoftProject-Umsatz wachsen

    Ein Umsatzplus von 7 Prozent hat das Softwareunternehmen SoftProject im vergangenen Jahr erzielt. Auch der Datenverkehr im eigenen Rechenzentrum nahm zu.

    mehr lesen: Low Code-Plattform lässt SoftProject-Umsatz wachsen

  • TransKI untersucht die Übertragbarkeit von KI-Modellen

    TransKI untersucht die Übertragbarkeit von KI-Modellen

    Im Forschungsprojekt TransKI arbeiten die Beteiligten daran. KI-Modelle für bestimmte Anwendungen auf ähnliche Anwendungen zu übertragen. Das sogenannte Transfer Learning soll Zerspanprozesse effizienter machen.

    mehr lesen: TransKI untersucht die Übertragbarkeit von KI-Modellen

  • Digitalisierte Produktion reduziert Emissionen nicht so stark wie erwartet

    Digitalisierte Produktion reduziert Emissionen nicht so stark wie erwartet

    Allgemein besteht die Annahme, dass digitale Technologien zu Energieeffizienzverbesserungen führen und dadurch CO2-Emissionen erheblich reduziert werden können. Eine Studie des ZEW in Mannheim deutet allerdings darauf hin, dass digitale Technologien…

    mehr lesen: Digitalisierte Produktion reduziert Emissionen nicht so stark wie erwartet

  • Maschinen- und Anlagenbauer mit Auftragsplus

    Maschinen- und Anlagenbauer mit Auftragsplus

    Ein Auftragsplus von 32 Prozent haben die Maschinen- und Anlagenbauer im vergangenen Jahr erzielt. Dabei legten die Bestellungen auch im Dezember zu — im Vorjahresvergleich um 21 Prozent.

    mehr lesen: Maschinen- und Anlagenbauer mit Auftragsplus

  • Dassault Systèmes erzielt Umsatzwachstum

    Dassault Systèmes erzielt Umsatzwachstum

    Mit einem Umsatzplus von 11 Prozent hat Dassault Systèmes das Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen. Dabei war vor allem der Softwarebereich Wachstumstreiber.

    mehr lesen: Dassault Systèmes erzielt Umsatzwachstum

  • M&M Software unter neuer Leitung

    M&M Software unter neuer Leitung

    Ab Juli steht M&M Software unter neuer Leitung. Der Langjährige Geschäftsführer Klaus Hübschle übergibt an Christian Gnädig und Thomas Gaus.

    mehr lesen: M&M Software unter neuer Leitung

  • Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau

    Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau

    Mit einem Plus von 5,4 Punkten liegt der Ifo-Bitkom-Digitalindex nun bei 30 Punkten. Die deutsche Digitalbranche hat somit wieder ihr Vor-Corona-Niveau erreicht. Die Personalsorgen der Branche sind laut Index jedoch…

    mehr lesen: Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau

  • Arbeitsmarkt kommt ‚ohne große Schrammen‘ durch die Welle

    Arbeitsmarkt kommt ‚ohne große Schrammen‘ durch die Welle

    Nach vier Rückgängen in Folge ist das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Januar wieder gestiegen. Die zahlen deuten u.a. auf weiter steigende Beschäftigung hin.

    mehr lesen: Arbeitsmarkt kommt ‚ohne große Schrammen‘ durch die Welle

  • EU-Kommission stellt neue Normungsstrategie vor

    EU-Kommission stellt neue Normungsstrategie vor

    Die EU-Kommission hat eine neue Normungsstrategie vorgestellt. Diese sieht u.a. vor, die Einflussnahme von Akteuren aus nicht-Mitgliedsstaaten eindämmen. Zudem soll die Rolle Europas bei globalen Normen gestärkt werden.

    mehr lesen: EU-Kommission stellt neue Normungsstrategie vor

  • Statamath wird Tochter von IFM Solutions

    Statamath wird Tochter von IFM Solutions

    IFM Solutions hat den Big-Data-Spezialisten Statamath übernommen. Alexander Hoffmann und Christian Friedrich sollen das Unternehmen weiterhin führen.

    mehr lesen: Statamath wird Tochter von IFM Solutions