HTEC erklärt AI Distillation

Große KI-Modelle wie GPT-4.5 oder OpenAI o3 bilden die Speerspitze des technologischen Fortschritts. Deren Entwicklung verschlingt jedoch viel Manpower und verursacht gigantische Kosten. Die Modelle selbst belegen darüber hinaus riesige Speicherkontingente und verbrauchen enorme Rechenleistungen – und damit Energieressourcen. Einige dieser Probleme adressiert AI Distillation (auch Wissensdestillation genannt). Doch was steckt hinter diesem Begriff? HTEC, ein Entwickler kundenspezifischer Hardware- und Software, klärt auf.

Was ist AI Distillation?

web 370937 20250730 085000 063
Sebastian Seutter, Managing Partner für die DACH-Region bei HTEC – Bild: ©HTEC​​

HTEC beschreibt AI Distillation als ein Verfahren, bei dem das Wissen großer KI-Modelle (Lehrermodelle) auf kleinere, effizientere Modelle (Schülermodelle) übertragen wird. Ziel ist es, die Leistung der großen Modelle zu bewahren und gleichzeitig Rechenaufwand, Energieverbrauch und Kosten deutlich zu reduzieren. Dazu werden sogenannte weiche Vorhersagen übernommen, die nicht nur die endgültigen Entscheidungen, sondern auch die Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten des Lehrermodells widerspiegeln – die kleineren Modelle lernen also nicht nur die richtigen Antworten, sondern auch, wie sicher sich das große Modell dabei ist.

Wo kommt AI Distillation zum Einsatz?

Für Anwendungen in Echtzeit, auf mobilen Geräten oder in ressourcenbegrenzten Umgebungen sind große KI-Modelle wie GPT-4 oder BERT oft ungeeignet. AI Distillation ermöglicht es, KI-Modelle in Bereichen wie Edge Computing oder IoT-Anwendungen einzusetzen, die bisher wegen begrenzter Ressourcen keinen Use Case darstellen konnten.

Wie funktioniert AI Distillation?

HTEC beschreibt Prozess der Wissensdestillation in drei Schritten: Zuerst zeigt das große Lehrermodell, wie wahrscheinlich bestimmte Antworten bei den Trainingsdaten sind – entweder mit einem Live-Training oder aus vorher gespeicherten Ergebnissen. Danach wird das kleinere Schülermodell so trainiert, dass es diese Antworten möglichst genau nachahmt. Dabei helfen spezielle Methoden, die in der Pressemitteilung nicht näher beschrieben werden, um Unterschiede in den Vorhersagen möglichst klein zu halten. Am Ende wird das Schülermodell mit neuen Testdaten geprüft und verbessert, damit es ähnlich gut wie das große Modell funktioniert – aber sehr viel effizienter.

Seiten: 1 2



  • Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

    Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

    Karl Tucholski ist neuer Head of Business Development bei Prime Computer für Deutschland und Österreich.

    mehr lesen: Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

  • Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

    Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

    Bitkom-Studie Nachhaltige Industrie durch neue Technologien Deutsche Unternehmen gehen davon aus, dass Industrie 4.0-Technologien zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes beitragen können. Viele Unternehmen haben sich bereits eine Selbstverpflichtung zu Senkung…

    mehr lesen: Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

  • Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

    Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

    Die Deutsche Wirtschaft erholt sich langsam. Bis das Vorkrisenniveau erreicht wird, könnte es laut Bundeswirtschaftsministerium noch bis 2022 dauern.

    mehr lesen: Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

  • Maschinenbau rechnet 2020 mit Produktionsrückgang von 17 Prozent

    Maschinenbau rechnet 2020 mit Produktionsrückgang von 17 Prozent

    Der Maschinen- und Anlagenbau kämpft gegen die Folgen der globalen Corona-Pandemie, aber auch gegen einen nach wie vor belastenden Protektionismus im internationalen Handel. Hinzu kommt ein industrieller Wandel, der sich…

    mehr lesen: Maschinenbau rechnet 2020 mit Produktionsrückgang von 17 Prozent

  • Fraunhofer IFF baut Forschungsstandort aus

    Fraunhofer IFF baut Forschungsstandort aus

    Das Fraunhofer IFF baut eine neue Forschungsfabrik im Magdeburger Wissenschaftshafen. Diese soll im Herbst 2021 fertig sein und neue Forschungsschwerpunkte beheimaten.

    mehr lesen: Fraunhofer IFF baut Forschungsstandort aus

  • KIT forscht an 6G-Technologien

    KIT forscht an 6G-Technologien

    Ein am KIT in Karlsruhe entwickeltes Konzept soll hohe Datenübertragungsraten bei niedrigen Kosten ermöglichen — für die sechste Generation des Mobilfunks. Dabei haben die Forscher die bislang höchste Datenrate in…

    mehr lesen: KIT forscht an 6G-Technologien

  • Industrie erwartet Produktionsplus

    Industrie erwartet Produktionsplus

    Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich laut aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts leicht verbessert. Im Maschinenbau kletterten die Erwartungen, nach minus 12 Punkten im Juli, wieder in den positiven Bereich.

    mehr lesen: Industrie erwartet Produktionsplus

  • Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Anfang August hat Expleo sein neues Technologiezentrum bezogen. Dort sollen zukünftig Software- und Elektroniksysteme für automobile Anwendungen entwickelt werden.

    mehr lesen: Expleo bezieht neues Technologiezentrum

  • Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Der VDMA Fachverband Robotik + Automation hat mit Ralf Winkelmann ein neues Vorstandsmitglied berufen.

    mehr lesen: Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

  • Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Die Menge an Daten wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Wie gut Unternehmen darauf vorbereitet sind und welche Hindernisse durch Dark Data entstehen, zeigt eine aktuelle Studie von Splunk.

    mehr lesen: Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

  • Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau sind auch im Juli prozentual zweistellig gesunken, allerdings hat sich der Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächt.

    mehr lesen: Auftragsrückgang schwächt sich ab

  • Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Mit einem Anstieg von 0,6 Punkten im Vergleich zum Juli liegt das IAB-Arbeitsmarktbarometer im August weiter auf Erholungskurs. Die Beschäftigungskomponente des Frühindikators sank jedoch leicht.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu