Hexagon-Studie ermittelt Fallstricke bei der digitalen Transformation

Auszug aus der Hexagon-Studie.
Auszug aus der Hexagon-Studie.Bild: Hexagon AB

Die digitale Transformation verspricht zahlreiche Vorteile und Chancen – in der Praxis ist der Weg dorthin jedoch oft herausfordernd. Hexagon hat dazu für eine Untersuchung 400 Führungskräfte von großen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen – von Pharma über Energie bis zum Chemie- und Lebensmittelsektor – weltweit befragt und ermittelt, wo die Unternehmen Stolpersteine sehen und wie man diesen aus dem Weg gegen kann.

In der Studie bestätigen 70%, dass Projekt-Meilensteine bei der Transformation nicht erreicht werden, 68% sagen, dass sich einige Teilbereiche nicht wie gewünscht skalieren lassen. Auch ungeplante Produktionsausfälle (65%) und Budget-Überschreitungen (64%) wirken sich auf die Transformationsbemühungen der Befragten aus.

Die Gründe für die Schwierigkeiten sind vielfältig. Als größte Faktoren sehen die befragten Führungskräfte Aspekte wie fehlendes Know-how, zu geringe Fertigkeiten (66%) und zu viele manuelle Prozesse (64%). Fast ebenso häufig werden unzureichende oder veraltete Informationen, fehlende Systemintegration und -vernetzung sowie überholte Infrastrukturen genannt.

Als einer der Befragten äußert sich Bilal Alani, Leiter der IT- und Datenabteilung und CIO für Forschung und Entwicklung beim Lebensmittelkonzern Danone, zu den Herausforderungen bei Projekten und Datenintegration: „Die Fertigungslandschaft ist aus vielen Gründen stark segmentiert – zum Teil auch aufgrund von Fabrikübernahmen. Jede Fabrik hat ihre Besonderheiten. Aus diesem Grund können Fabriken die Strategie festlegen, die sie für die Digitalisierung umsetzen möchten, was aber letztlich bedeutet, dass die Standardisierung eines Systems über alle Fabriken hinweg sehr schwierig werden kann.“

Dashboards, Knowledge-Graphs und Digital Thread

Viele international tätige Unternehmen setzen visuelle Dashboards (76%) und Knowledge-Graph-Technologien (71%) ein, um Wissen sicht- und nutzbar zu machen und zur Unterstützung von Entscheidungen heranzuziehen. An dritter Position mit 69% steht die digitale Vernetzung aller Daten (Digital Thread). Dieser Ansatz verspricht Synergieeffekte, da Daten jederzeit in beliebiger Tiefe und tagesaktuell bereitstehen.

Laut Studie setzen jedoch auch zwei Drittel der befragten Unternehmen noch häufig auf papierbasierte Information. 58% der Befragten geben zudem an, dass die Datenkonsolidierung zu viel Zeit gekostet hat. Zudem hatte die Einführung neuer Tools bei vielen die Folge, dass Projektzwischenziele nicht rechtzeitig erreicht wurden oder sich das Budget häufiger nicht einhalten ließ.

Über die Studie: Die Studie wurde zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 unter Beteiligung von weltweit 400 Entscheidern, darunter etliche auf C-Level, durchgeführt. Die ausgewählten Länder waren Australien, Hong Kong, Japan, Singapur Südkorea, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, Brasilien, Chile, Mexiko, Israel, Katar, Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kanada und USA. Alle Unternehmen stammen aus den Bereichen Lebensmittel und Pharma, Chemie (inklusive Öl und Gas) und Energie und hatten einen Jahresumsatz von mehr als 1Mrd.US$.