Hannover Messe zählt weniger Besucher und verkürzt Laufzeit

HANNOVER MESSE 2026
Bild: Deutsche Messe AG

110.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt kamen in diesem Jahr zur Hannover Messe und damit weniger als im Vorjahr (123.000 Besucher). Als Gründe dafür führt die Deutsche Messe u.a. Streiks im Flug- und öffentlichen Nahverkehr an, die die Anreise erschwerten.

Wie weiter mitgeteilt wird, reisten rund 40% der Gäste aus dem Ausland an. Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählten China, das diesjährige Partnerland Brasilien, die USA, Japan sowie Südkorea.

„Die Hannover Messe war in diesem Jahr Technologieschau und Impulsgeber zugleich. Die Unternehmen haben gezeigt, dass Deutschland und Europa über die notwendigen Werkzeuge verfügen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Entscheidend ist nun, diese Potenziale entschlossen zu nutzen und in die Anwendung zu bringen“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe.

Die Themen der Messe

Unternehmen präsentierten unter anderem KI-gestützte Produktionssysteme und -assistenten, die Prozesse automatisieren und Ausfälle vorhersagen können, humanoide Roboter, die komplexe Bewegungsabläufe beherrschen und perspektivisch in Produktion und Service eingesetzt werden können, sowie neue Ansätze für Energieeffizienz und Netzausbau.

Die Veranstalter heben zudem die Präsenz von Wirtschaft und Politik hervor: So waren so viele DAX-Vorstände und politische Entscheidungsträger wie selten zuvor in Hannover zu Gast. Neben Bundeskanzler Friedrich Merz und dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva waren unter anderem Roland Busch (Siemens), Christian Klein (SAP), Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sowie weitere internationale Politikerinnen und Politiker vor Ort.

Das Partnerland Brasilien präsentierte sich mit einem breiten Spektrum an Industrie-, Energie- und Digitalisierungsthemen. „Gerade in einer Phase globaler Umbrüche und neuer Handelsbeziehungen setzte die Partnerschaft wichtige Signale: für mehr Diversifizierung, für resilientere Lieferketten und für eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika“, so Köckler. Das in Kürze in Kraft tretende EU-Mercosur-Abkommen habe der Partnerlandbeteiligung einen deutlichen Schub verliehen und neue Impulse für wirtschaftliche Kooperationen gesetzt.

„Gerade in einer Phase globaler Umbrüche und neuer Handelsbeziehungen setzte die Partnerschaft wichtige Signale: für mehr Diversifizierung, für resilientere Lieferketten und für eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika“, so Köckler. Das in Kürze in Kraft tretende EU-Mercosur-Abkommen habe der Partnerlandbeteiligung einen deutlichen Schub verliehen und neue Impulse für wirtschaftliche Kooperationen gesetzt.

Der Messefreitag entfällt ab 2027

Wie die Deutsche Messe weiter bekannt gibt, verkürzt sich ab 2027 die Laufzeit der Hannover Messe um einen Tag. Sie findet dann von Montag, 5. April, bis Donnerstag, 8. April, statt. Mit diesem Schritt möchten die Veranstalter die Besucherfrequenz, Entscheiderpräsenz und Geschäftsanbahnung gezielt bündeln.

Zudem wird die neue Messe ‚Europe Energy Week‘ in Zusammenarbeit mit dem Messeveranstalter DMG Events parallel ausgerichtet.