Fraunhofer IOF entwickelt serienreifes Raumfahrt-Teleskop

Netzwerk Laserkommunikation Copyrig 20250702162344

Das Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik IOF hat gemeinsam mit den Unternehmen Tesat und Spaceoptix ein Sende- und Empfangsteleskop für die satellitengestützte Laserkommunikation entwickelt. Das in Jena konzipierte System zeichnet sich durch seine Eignung für die Serienfertigung aus und ist für den Einsatz in Kommunikationsnetzwerken im All vorgesehen. Mit der Entwicklung soll Europa den Ausbau eigener Satelliteninfrastruktur vorantreiben.

Serientaugliches Teleskop für Laserterminals

Das Teleskop wurde speziell für das optische Kommunikationsterminal Scot135 des Unternehmens Tesat entwickelt, das in mittleren (MEO) und geostationären Erdumlaufbahnen (GEO) eingesetzt werden kann. Ziel der Entwicklung war ein robustes und kosteneffizientes Serienprodukt. Die Arbeiten am Fraunhofer IOF dauerten drei Jahre. Die ersten Flugmodelle wurden im Juni an Tesat ausgeliefert.

Technische Eigenschaften und Einsatzbedingungen

Das Teleskop dient gleichzeitig als Sende- und Empfangseinheit und erreicht in Kombination mit Scot135 eine Datenrate von bis zu 100 Gbit/s bei Übertragungsdistanzen von bis zu 80.000 Kilometern. Um der hohen Laserleistung von bis zu 50 Watt standzuhalten, wurde ein spezielles Wärmemanagementsystem integriert. Zudem wurden leichte und widerstandsfähige Komponenten für die Bedingungen im Weltall entwickelt.

Forschung und Fertigung verteilt auf Jena und Isseroda

Das optisch-mechanische Design entstand am Fraunhofer IOF in Jena. Produziert wird das Teleskop vom Unternehmen Spaceoptix, einer Ausgründung des Fraunhofer IOF, am Standort Isseroda. Aktuell wurden fünf Systeme gefertigt, jährlich sollen bis zu 50 weitere folgen. Die Zusammenarbeit soll helfen, neue Maßstäbe für industrielle Raumfahrttechnologie im sogenannten ‚New Space‘-Sektor zu setzen.

Förderung durch Esa-Programm ScyLight

Das Projekt ist Teil des Esa-Programms ScyLight, das die Erforschung sicherer und laserbasierter Kommunikationstechnologien in Europa unterstützt. Ziel ist es, unabhängige Fähigkeiten in kritischen Infrastrukturbereichen wie Sicherheit und Zivilschutz aufzubauen. Laut Tesat gilt das Teleskop als eine zentrale Komponente des Scot135-Systems und als Beitrag zur technologischen Souveränität Europas.



  • Wenn der Roboter beim Prüfen hilft

    Wenn der Roboter beim Prüfen hilft

    Eine zentrale Anwendung beim Roboter-Einsatz ist die Kollaboration zwischen Mensch und Maschine – beispielsweise die Unterstützung bei für den Menschen belastenden Aufgaben. Welche Vorteile eine produktive Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) haben kann,…

    mehr lesen: Wenn der Roboter beim Prüfen hilft

  • Körperschall im Edge analysieren

    Körperschall im Edge analysieren

    Der Condition-Monitoring-Workshop ‚Smart Monitoring – Körperschallanalyse im Edge‘ (max. 20 Teilnehmer) von Systec Electronic zeigt, wie sich mit unterschiedlichen Technologien physikalische Eigenschaften von Maschinen und Anlagen erfassen und zusammenführen lassen.

    mehr lesen: Körperschall im Edge analysieren

  • PWC steigt bei Adamos ein

    PWC steigt bei Adamos ein

    Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC Deutschland beteiligt an der Adamos GmbH. Adamos verfolgt mit mehr als 30 Partnern das Ziel, ein Ökosystem zu etablieren, in dem gemeinsam durchgängige Lösungen für…

    mehr lesen: PWC steigt bei Adamos ein

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Maschinen leasen statt kaufen

    Maschinen leasen statt kaufen

    Seit einigen Jahren erfreuen sich Leasingmodelle für Maschinen einer wachsenden Nachfrage. Doch welche Vorteile bietet dieses Modell für kleine und mittlere Handwerksbetriebe und wie kann man sich vor möglichen Schäden…

    mehr lesen: Maschinen leasen statt kaufen

  • Wo stehen deutsche Unternehmen bei der Digitalisierung?

    Wo stehen deutsche Unternehmen bei der Digitalisierung?

    Deutsche Unternehmen stellen sich in einer aktuellen Bitkom-Studie in Sachen Digitalisierung nur ein ‘befriedigend‘ aus. Die Coronakrise sei dabei ein Weckruf, die Digitalisierung massiv voranzutreiben, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

    mehr lesen: Wo stehen deutsche Unternehmen bei der Digitalisierung?

  • Kurzarbeit in der Industrie steigt

    Kurzarbeit in der Industrie steigt

    Kurzarbeit in der Industrie steigt 25,6% aller Firmen der deutschen Industrie erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit. Das ist der höchste Stand seit 2010. Vor drei Monaten waren es…

    mehr lesen: Kurzarbeit in der Industrie steigt

  • Erwartungen an die Cloud in der Praxis

    Erwartungen an die Cloud in der Praxis

    Entscheider erwarten durch den Einsatz der Cloud vor allem mehr Agilität sowie schnell zur Verfügung stehende performante Services. In einer Studie von Exasol übertrifft die Cloud im Praxiseinsatz in vielen…

    mehr lesen: Erwartungen an die Cloud in der Praxis

  • Sechs Prozent der Deutschen Unternehmen nutzen KI-Technologien

    Sechs Prozent der Deutschen Unternehmen nutzen KI-Technologien

    Im Rahmen einer Studie hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermittelt, dass nur sechs Prozent der Deutschen Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen. Diese Unternehmen investierten rund 4,8Mrd.€ in die Technologie.

    mehr lesen: Sechs Prozent der Deutschen Unternehmen nutzen KI-Technologien

  • Zustände überwachen im Industrial IoT

    Zustände überwachen im Industrial IoT

    Schildknecht bietet auf dem Automatisierungstreff 2020 ein Tagesprogramm rund um das Condition Monitoring von industriellen Maschinen und Anlagen an. Nach einer Keynote widmen sich drei Workshops dem Thema mit dem…

    mehr lesen: Zustände überwachen im Industrial IoT

  • Geschäftsmodelle mit dem Internet of Things

    Geschäftsmodelle mit dem Internet of Things

    Beim Workshop von Exor stehen neue Geschäftmodelle für Maschinen und Anlagen auf der Basis von IoT im Fokus. Der Anbieter liefert dazu Technologien und Methoden, mit denen Fertigungsbetriebe zunächst ein…

    mehr lesen: Geschäftsmodelle mit dem Internet of Things

  • Beratungsangebote rund ums Homeoffice

    Beratungsangebote rund ums Homeoffice

    Cosmo Consult will in der Corona-Krise mit teils kostenfreie Webinaren, Workshops und Beratungspaketen Fachwissen rund um Microsoft Teams und die digitale Zusammenarbeit im Homeoffice anbieten.

    mehr lesen: Beratungsangebote rund ums Homeoffice