Forschungsprojekt bringt den Straßenbau ins Metaverse

Im Projekt CoSiMe (Road Construction Site Metaverse), das am 1. März gestartet ist, entwickeln die Beteiligten ein interaktives Metaverse für den Straßenbau. Als wesentliches Merkmal wird dabei die KI-basierte Echtzeit-Prozesssteuerung beschrieben, durch die Baumaschinen permanent Daten austauschen und Störungs- und Verzögerungszeiten durch selbstlernende Algorithmen reduziert werden. Gleichzeitig sollen AR-basierte Assistenzsysteme für das Baustellenpersonal entstehen: Per 3D-Visualisierung über Head-up-Displays kann das Maschinenpersonal in Echtzeit eventuelle Probleme erkennen und aktiv gegensteuern. Für Qualitätssicherung und Transparenz soll eine Blockchain-gestützte Dokumentation sorgen. Darüber werden sämtliche Messdaten zu Materialeigenschaften, Verdichtungsdruck, Temperaturprofil oder CO2-Emissionen protokolliert und stehen in Echtzeit zur Verfügung.

Nach dem Projektabschluss – voraussichtlich Februar 2028 – soll das CoSiMe-System prozessbegleitend in der Baupraxis getestet werden. Die Partner erwarten, dass sich durch den Technologieeinsatz die Effizienz und Nachhaltigkeit von Straßenbaumaßnahmen verbessern lassen.

Das Konsortium umfasst neben dem ConTech-Unternehmen Smart Site Solutions, das auch die Konsortialführung übernimmt, den Technologieanbieter Acameo GbR, das Virtual Dimension Center, das Bauunternehmen Storz Verkehrswegebau und die SmartFactory-KL. Weitere assoziierte Partner sind der Landesverband Bauwirtschaft Baden-Württemberg, der Deutsche Asphaltverband und der Cyber Valley. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Innovationsprogramms Invest BW.

Die Beteiligten greifen im Projekt u.a. auf VR-/XR-Tools der SmartFactory-Plattform zurück. Das Unternehmen Storz ermöglicht als Bauausführer Feldtests auf echten Baustellen. Zudem bringt das Acameo-Team Expertise aus der Nutzfahrzeug- und Maschinenindustrie für die 3D-Visualisierungen ein. Das VDC-Netzwerk wiederum sichert regulatorische und datenschutzrechtliche Anforderungen ab.



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