Forschungsfabriken am Fraunhofer IOSB werden zu Datenraumwerkstätten

So stellt sich eine Bild-KI eine "Datenraumwerkstatt" vor.
So stellt sich eine Bild-KI eine „Datenraumwerkstatt“ vor. Bild: Bild: Fraunhofer IOSB / erstellt mit KI (Adobe Firefly)

Datenökosysteme und Initiativen wie Manufacturing-X gelten als wichtige Elemente für digitale Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands. In einem neuen Diskussionspapier konkretisiert das Fraunhofer IOSB den Begriff ‚Datenraumwerkstatt‘. Die Autorinnen und Autoren wollen damit aufzeigen, wie Deutschlands Industrie – insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) – Datenräume schnell, sicher und praxisnah aufbauen und nutzen kann.

Eine Datenraumwerkstatt bündelt dabei alle dafür nötigen Elemente – von realitätsnahen Testflächen mit produktionsnahen Assets über die Instrumentierung von Maschinen und das Edge-Cloud-Kontinuum bis zur schnellen MX-Port-Anbindung, offenen Shared Services, IT-Sicherheitskompetenz (IEC 62443) und systematischem KI-Engineering. Unternehmen wird es so ermöglicht, Manufacturing-X-Anwendungsfälle wie COFußabdruck, Predictive Maintenance oder datengetriebene Produkt-Service-Systeme kollaborativ zu entwickeln, zu erproben und in den Betrieb zu überführen.

Zur Umsetzung des Konzepts bereitet das Fraunhofer IOSB seine Forschungsfabriken in Karlsruhe und Lemgo als Datenraumwerkstätten vor.

Einstiegshürden für den Mittelstand senken

„Mit unseren Datenraumwerkstätten senken wir die Einstiegshürden für den Mittelstand. Wir bringen reale Produktionsumgebungen, offene Standards und KI-Engineering zusammen – damit Datenräume nicht nur konzipiert, sondern zügig gebaut, sicher betrieben und breit genutzt werden können“, sagt Dr. Olaf Sauer, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IOSB und Manufacturing-X-Experte.

Die Karlsruher Forschungsfabrik für KI-integrierte Produktion und die SmartFactoryOWL bieten produktionsnahe Testfelder, eine durchgängige IT-/OT-Infrastruktur, Instrumentierungsmöglichkeiten und eine offene, auf Industrie-4.0-Standards basierende Datenplattform mit laufenden Fertigungsdaten. Das Fraunhofer IOSB bringt mit seinen Standorten in Karlsruhe und Lemgo Expertise und Vernetzung ein, etwa durch Engagement in Catena-X, Factory-X und Transfer-X, aktive Mitarbeit in IDSA, IDTA, OPC Foundation, Plattform Industrie 4.0 und KI-Allianz Baden-Württemberg sowie den Betrieb des Lernlabors Cybersicherheit für die Produktion.

Das Diskussionspapier steht unter www.iosb.fraunhofer.de zum Download bereit. Weitere Informationen unter www.karlsruher-forschungsfabrik.de und smartfactory-owl.de.