FitNIS2-Navigator wird um neue Module erweitert

NIS2 EU Cybersecurity Directive
Bild: ©Konsta/stock.adobe.com

Mit dem neuen Projekt FitNIS2 Lieferkette erweitern die Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) und die Universität Paderborn den bestehenden FitNIS2-Navigator um einen Lieferketten-Check und ein Dokumentationsmodul. Mit dem Tool richten sich die Beteiligten an Unternehmen, die nicht unmittelbar von NIS-2 betroffen sind, aber als Zulieferer oder Dienstleister Anforderungen an die Sicherheit in der Lieferkette erfüllen müssen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Initiative ‚IT-Sicherheit in der Wirtschaft‘ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital.

Der Lieferketten-Check soll kleinen Unternehmen dabei helfen einzuschätzen, ob und wie sie indirekt von NIS-2-Anforderungen betroffen sind. Darauf aufbauend erhalten sie Orientierung zu relevanten Anforderungen und einen individuellen Aktionsplan für die nächsten Schritte.

Im Vordergrund stehen dabei verständliche und praxisnahe Hilfestellungen für Geschäftsführungen und Entscheidende ohne vertiefte Kenntnisse in IT-Sicherheit, Regulierung oder Risikomanagement. Sie sollen dabei unterstützt werden, notwendige Maßnahmen zu erkennen und angesichts begrenzter Ressourcen sinnvoll zu priorisieren.

Das Dokumentationsmodul soll KMU dabei unterstützen, Entscheidungen bei der Umsetzung von NIS-2-Anforderungen strukturiert und nachvollziehbar festzuhalten. So können Unternehmen dokumentieren, welche Maßnahmen sie umsetzen, und auch die zugrunde liegenden Entscheidungen transparent machen. Die Universität Paderborn begleitet die Entwicklung wissenschaftlich und unterstützt die Analyse, Validierung und Erprobung der neuen Inhalte.

Ergänzt werden die digitalen Angebote durch Workshops für KMU sowie durch Qualifizierungsangebote für Multiplikatoren aus Kammern, Verbänden und wirtschaftsnahen Netzwerken. Branchenspezifische Formate sollen dabei unterschiedliche Lieferketten und Anforderungen aus der Unternehmenspraxis berücksichtigen.

Wie weiter betont wird, bleibt der bereits bestehende FitNIS2-Navigator kostenfrei verfügbar und wird im Rahmen des neuen Projekts FitNIS2 Lieferkette weiterentwickelt. Alle Angebote und Informationen sind weiterhin über fitnis2.de erreichbar.

„Cybersicherheit endet nicht an Unternehmensgrenzen. Mit FitNIS2 Lieferkette setzen wir genau dort an, wo neue Anforderungen für viele kleine Unternehmen ganz konkret werden: in ihren Geschäftsbeziehungen und Lieferketten“, sagt Isabelle Rosière, Geschäftsführerin von Deutschland sicher im Netz. „Für DsiN ist das Projekt ein wichtiger Baustein, um komplexe Anforderungen in verständliche, praxisnahe Unterstützung zu übersetzen und damit die digitale Resilienz des Mittelstands zu stärken.“



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