Einkaufsteams setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz

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Bild: Facturee

Die Beschaffung von Fertigungs- und Zeichnungsteilen wird laut einer Studie des Online-Fertigers Facturee zunehmend digital. Demnach setzen sechs von zehn Fachkräften bereits künstliche Intelligenz (KI) in der Beschaffung ein. Vor allem zur Material- und Lieferantenrecherche, zur Beschleunigung von Prozessen und für automatisierte Angebotsanfragen.

„Die hohe Akzeptanz zeigt, dass KI längst bereits den Arbeitsalltag von Einkaufsteams prägt“, erklärt Billy Schulz, Head of Sales bei Facturee. „Digitale Assistenzsysteme werden als praktische Unterstützung wahrgenommen und ermöglichen schnellere, datenbasierte Entscheidungen.“

Auch bei der Lieferantensuche verändern sich die Gewohnheiten: 14 Prozent der Befragten informieren sich laut Studie bereits mittels KI-Tools – Facturee sieht darin einen Hinweis darauf, dass neue, digitale Such- und Entscheidungswege im Beschaffungsalltag entstehen. Diese adressiert das Unternehmen etwa mit dem Facturee Navigator, einem frei nutzbaren KI-Agenten, der technische Fragen zu Materialien, Fertigungsverfahren und Oberflächenbehandlungen beantwortet.

72 Prozent bewerten Digital Procurement als hilfreich

Aus der Studie geht weiter hervor, dass das Modell des Digital Procurement, also der zentralen Beschaffung über digitale Fertigungsdienstleister, zunehmend geschätzt wird. 72 Prozent der Befragten bewerten den Zugriff auf ein großes Lieferantennetzwerk über nur einen Vertrag als sehr oder eher hilfreich. Als wichtigste Vorteile dieses Beschaffungsmodells nennen die Teilnehmenden Kostenvorteile (48 Prozent), Verfügbarkeit und größere Auswahl (43 Prozent) sowie Schnelligkeit (43 Prozent).

35 Prozent der Befragten äußern allerdings Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Insbesondere im Umgang mit sensiblen Teilezeichnungen haben Befragte Vorbehalte. Ebenso befürchten 25 Prozent, dass durch die Digitalisierung der persönliche Austausch und die Beratung zu kurz kommen könnten.

Die Befragung wurde gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Caspar-Feld im September 2025 durchgeführt. Grundlage waren Online-Interviews mit 166 Teilnehmenden, darunter unter anderem technische Einkäufer, Ingenieure, Entwickler und Führungskräfte in KMU. Die Methodik umfasste sowohl Single- als auch Multiple-Choice-Fragen, um unterschiedliche Aspekte abzubilden.