Ein Verhaltenskodex für Cybersecurity-Experten

Professional businessman selecting code of conduct options on interactive digital display highlighting compliance and ethical business practices
Bild: ©Shabbir/stock.adobe.com

Die gemeinnützige Mitgliedervereinigung für Cybersecurity-Fachleute ISC2 hat den Code of Professional Conduct (Verhaltenskodex) vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen globalen Leitfaden für prinzipientreue und ethische Praktiken im Bereich Cybersicherheit. Aufbauend auf dem ISC2-Ethikkodex legt der Verhaltenskodex klare Erwartungen an die Verantwortlichkeiten und Pflichten von Führungskräften und Fachleuten im Bereich Cybersicherheit weltweit fest. Die ISC2 möchte Cybersecurity-Experten damit Leitlinien bieten.

Der Kodex wurde unter Mitwirkung von fast 1.400 Cybersecurity-Spezialisten erstellt, vom ISC2 Professional Conduct (Ethics) Committee geprüft und vom ISC2-Vorstand genehmigt. Er dient als Standard für Cybersecurity-Experten, unabhängig von ihrem Standort, ihrer Erfahrung oder ihrer Zertifizierung, und soll diese bei prinzipienorientierter Entscheidungsfindung unterstützen sowie die berufliche Verantwortung fördern.

„Fachleute für Cybersicherheit tragen eine tiefgreifende Verantwortung, nicht nur Einzelpersonen, Organisationen und Systeme auf der ganzen Welt zu schützen und abzusichern, sondern auch die Integrität, Rechenschaftspflicht und das Vertrauen zu wahren, von denen der Berufsstand abhängt“, sagt Scott Beale, Chief Executive Officer von ISC2. „Der Kodex bietet eine gemeinsame Grundlage für ethische Entscheidungsfindung und professionelles Verhalten, insbesondere angesichts neuer Technologien wie KI, die die Arbeitsweise von Organisationen und die Art und Weise, wie Sicherheitsentscheidungen getroffen werden, grundlegend verändern. Der Kodex stützt sich auf die gemeinsamen Beiträge und jahrzehntelange Erfahrung von mehr als 1.000 ISC2-Freiwilligen (Volunteers) und bietet umfassende Leitlinien für alle, die im Bereich Cybersicherheit tätig sind.“

„Mit dem globalen Kodex wollen wir sicherstellen, dass KI und andere transformative Innovationen mit ethischen Best Practices im Einklang stehen, um eine verantwortungsvolle Einführung zu fördern und gleichzeitig potenzielle Risiken zu minimieren“, sagt ISC2-Mitglied und Code Volunteer Panos Vlachos, CCSP.

ISC2 unterstützte die Entwicklung des Kodex durch eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Freiwilligen aus aller Welt, die sich regelmäßig trafen, um die Herausforderungen zu erörtern, denen Cybersecurity-Experten im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit gegenüberstehen, sowie die Chancen, die dieser Kodex bieten könnte.

Als wichtigste Schritte bei der Erstellung nennen die Beteiligten das Einholen von Feedback von ISC2-Mitgliedern aus aller Welt und weiteren Quellen aus Wissenschaft, Industrie und anderen Leitungsgremien. Die Beiträge der Freiwilligen und Mitwirkenden stammten von Personen mit unterschiedlichem Erfahrungsniveau, von Inhabern des Zertifikats ‚Certified in Cybersecurity‘ (CC) bis hin zu Personen mit fortgeschrittenen Qualifikationen wie dem ‚Certified Information Systems Security Professional‘ (CISSP). Damit wollen die Ersteller sicherstellen, dass die Materialien für alle Fachleute der Branche geeignet sind.

Zwei Leitprinzipien

Der Kodex basiert auf den zwei Leitprinzipien ‚Ethik‘ und ‚Berufliches Verhalten‘. Im Abschnitt ‚Ethik‘ werden Themen wie Integrität, Vertraulichkeit, Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie öffentliche Sicherheit und gesellschaftliche Auswirkungen behandelt. Der Abschnitt ‚Berufliches Verhalten‘ befasst sich hingegen mit Themen wie Verantwortung und Rechenschaftspflicht, Zusammenarbeit und Teamarbeit, Kompetenz und kontinuierliche Verbesserung sowie der Meldung von Problemen und Bedenken.

Weitere Informationen zum ISC2-Verhaltenskodex für Cybersicherheit finden Sie hier.



  • Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

    Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

    Etwa jeder zweite Manager gibt sich die Note ‘gut‘ oder ‘sehr gut‘, wenn es um die eigene Digitalkompetenz geht. Wie die Studie des Bitkom zeigt, ist unter den Befragten jedoch…

    mehr lesen: Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

  • Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

    Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

    Die Konjunkturlage trübt sich ein. Wie das Wirtschaftsinstitut ZEW mitteilt, rechnen die befragten Finanzexperten jedoch mit einer langfristigen Erholung. Das Niveau von vor der Corona-Krise soll jedoch erst im Jahr…

    mehr lesen: Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

  • Update für Industrie 4.0

    Update für Industrie 4.0

    Den gemeinnützigen Verein SmartFactory KL treibt das Ziel, die Ansätze von Industrie 4.0 verstärkt in der Produktionspraxis zu bringen. Im Rahmen der Initiative wurden deshalb bereits realitätsnahe Lösungen, erste Produkte…

    mehr lesen: Update für Industrie 4.0

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Jennifer Morgan verlässt SAP

    Jennifer Morgan verlässt SAP

    Co-CEO Jennifer Morgan verlässt SAP Ende April. Wie der Softwarekonzern mitteilt, wird Christian Klein das Unternehmen zukünftig alleine führen.

    mehr lesen: Jennifer Morgan verlässt SAP

  • Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

    Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

    Eine Szenarienrechnung des Ifo-Instituts zeigt, dass im Gegensatz zur Finanzkrise 2009 die Wirtschaft aller Bundesländer gleichermaßen vom aktuellen ‘Shutdown‘ betroffen ist.

    mehr lesen: Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

  • Sicherheitsarchitektur für das Industrial IoT

    Sicherheitsarchitektur für das Industrial IoT

    Cybersecuritybedrohungen für kritische Infrastrukturen steigen und stellen eine erhebliche Gefahr für Mitarbeiter sowie ein finanzielles Risiko dar.

    mehr lesen: Sicherheitsarchitektur für das Industrial IoT

  • VDMA-Blitzumfrage

    VDMA-Blitzumfrage

    In einer dritten Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den deutsche Maschinenbau zeigt sich eine Verschiebung. Viele Unternehmen berichten von Stornierungen und Auftragseinbußen.

    mehr lesen: VDMA-Blitzumfrage

  • Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

    Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

    Die Große Koalition will die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes für Beschäftigte über zwölf Monate hinaus verlängern. Davon könnten viele Maschinenbauer profitieren.

    mehr lesen: Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

  • Bosch Rexroth erzielt Umsatz auf Vorjahresniveau

    Bosch Rexroth erzielt Umsatz auf Vorjahresniveau

    Bosch Rexroth hat 2019 mit 6,2Mrd.€ einen Umsatz auf Vorjahresniveau erzielt. Profitiert hat das Unternehmen dabei vor allem von seinem soliden Kerngeschäft mit Hydraulik sowie dem weiteren Ausbau des Angebots…

    mehr lesen: Bosch Rexroth erzielt Umsatz auf Vorjahresniveau

  • Maschinenbau in China fährt langsam wieder hoch

    Maschinenbau in China fährt langsam wieder hoch

    Eine 2. Blitzumfrage des VDMA in China zeigt, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie dort als weniger schlimm eingeschätzt werden als noch im März. Dennoch erwarten die Unternehmen kräftige Umsatzeinbußen.

    mehr lesen: Maschinenbau in China fährt langsam wieder hoch

  • Zertifizierung während der Corona-Krise

    Zertifizierung während der Corona-Krise

    Unternehmen sind derzeit in vielerlei Hinsicht gefordert: Sie müssen ihr wirtschaftliches Überleben sichern, Mitarbeiter ins Homeoffice oder in Kurzarbeit schicken und neue Strategien entwickeln. Sind Managementsysteme für Qualität, Umwelt, Energie…

    mehr lesen: Zertifizierung während der Corona-Krise