Ein Lernzentrum für Roboter entsteht

csm TUM RoboGym powered by NEURA 09ea8d7847
Bild: Neura Robotics

Das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der Technischen Universität München (TUM) und das Unternehmen Neura Robotics planen ein Forschungs- und Trainingszentrum für Robotik im wissenschaftlichen Bereich. Wie die Beteiligten mitteilen, handelt es sich dabei um eine der weltweit größten Einrichtungen ihrer Art. Unter der Leitung der TUM Mirmi-Professoren Lorenzo Masia und Achim Lilienthal sollen dort künftig hunderte Robotersysteme für ihren Einsatz im Alltag weiterentwickelt und KI-unterstützt trainiert werden, darunter etliche Humanoide.

Die Partner investieren gemeinsam 17Mio.€ in das TUM RoboGym. Neura Robotics trägt mit 11Mio.€ den Hauptanteil bei. Dieses Geld dient primär der Beschaffung von Robotern sowie der Wartung der Hardware. „Im Gegenzug partizipiert Neura Robotics an unserer Forschung“, sagt Prof. Achim Lilienthal, Koordinator neuen Robotik-Hubs. Dazu haben TUM Mirmi und Neura Robotics eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Daten aus menschlichen Bewegungen gewinnen

Das Roboterzentrum entsteht im TUM Convergence Center am Münchner Flughafen. Dort forschen die Kooperationspartner auf einer Fläche von 2.300m² gemeinsam an humanoider Robotik. Geplant ist u.a. ein KI-unterstütztes Training robotischer Systeme.

In der physischen KI ist es, anders als bei Sprachmodellen wie ChatGPT, nicht möglich, auf fast beliebig viele Daten aus dem Internet zurückzugreifen und mit ihrer Hilfe zu lernen. Es gibt es kaum Web-Videos, in denen etwa Roboterarme eingesetzt werden, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Zudem ist noch unklar, wie gut sich Bewegungen aus Videos herauslesen lassen. Auch Simulationen sind meist viel zu unpräzise und können etwa Reibungskräfte, die in der realen Welt vorhanden sind, nicht zuverlässig reproduzieren. „Das sind die Gründe, weshalb es ein Trainingszentrum braucht, in dem Menschen den Robotern einzelne Fähigkeiten beibringen“, sagt Lilienthal. Es gehe etwa darum, eine Schachtel zu falten oder Bauteile zusammenzustecken. Die Roboter sollen also allgemeine Fertigkeiten erlernen, die sie dann selbstständig auf spezielle Aufgaben übertragen können.

Humanoide Roboter als Teil des Alltags

„Schon in naher Zukunft werden humanoide Roboter fester Bestandteil unseres Alltags sein“, prognostiziert TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann. „Zusammen mit Neura Robotics arbeiten wir an der TUM daran, diese Entwicklung zu beschleunigen.“ Neben der Funktionalität gehe es dabei vor allem darum, auch die Sicherheit des Zusammenlebens von Mensch und Roboter zu gewährleisten.

David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics, betont, dass der entscheidende Wettbewerbsfaktor in der intelligenten Robotik in den Daten liegt. „Wer über hochwertige, realitätsnahe Trainingsdaten verfügt, definiert das Tempo“, sagt er und verweist auf die Datenplattform seines Unternehmens, über die die Trainingsdaten vernetzt werden.

Der Direktor des RoboGym und TUM Mirmi Executive Direktor Prof. Lorenzo Masia sieht in der Kooperation eine Chance, künftige Entwicklungen in der Robotik weltweit mitzubestimmen: „Europäische Souveränität ist in Zeiten des geopolitischen Wettbewerbs zwischen Ost und West enorm wichtig.“ Mit dem Forschungs- und Trainingszentrum, schaffe man für Forschende und Studierende eine einzigartige Infrastruktur in Europa.



  • Der monetäre Wert produktions- und produktbezogener Daten

    Der monetäre Wert produktions- und produktbezogener Daten

    xyzWieviel sind Daten wert? Welche Daten sind für die Effizienzsteigerung der Produktion, die Qualitätssteigerung der Produkte oder neue Geschäftsmodelle für die produzierende Industrie und ihre Dienstleistungen von Nutzen und wie…

    mehr lesen: Der monetäre Wert produktions- und produktbezogener Daten

  • Produktionserwartungen legen zu

    Produktionserwartungen legen zu

    Die Auftragsbücher der deutschen Industrieunternehmen füllen sich und die Produktion nimmt zu. Laut Ifo-Konjunkturumfrage liegen die Produktionserwartungen im März sogar auf dem höchsten Stand seit 1991.

    mehr lesen: Produktionserwartungen legen zu

  • Vinci Energies eröffnet Security Operations Center

    Vinci Energies eröffnet Security Operations Center

    Mit dem Security Operations Center will Vinci Energies Cybersecurity-Spezialisten vernetzen. Die Eröffnung ist für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen.

    mehr lesen: Vinci Energies eröffnet Security Operations Center

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Auftragseingang wächst im Februar zweistellig

    Auftragseingang wächst im Februar zweistellig

    Plus 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben die deutschen Maschinen und Anlagenbauer in Ihren Auftragsbüchern verzeichnet. Dabei kamen besonders aus dem Ausland mehr Aufträge.

    mehr lesen: Auftragseingang wächst im Februar zweistellig

  • Industrie 4.0 beschäftigt jeden Produzenten

    Industrie 4.0 beschäftigt jeden Produzenten

    Bitkom-Umfrage zu Industrie 4.0 Industrie 4.0 beschäftigt jeden Produzenten Die Corona-Pandemie führte in 63 Prozent der Industrieunternehmen zu einem Innovationsschub. Das ergab die repräsentative Befragung ‚Industrie 4.0 – so digital…

    mehr lesen: Industrie 4.0 beschäftigt jeden Produzenten

  • Hexagon übernimmt CADLM

    Hexagon übernimmt CADLM

    Mit der Übernahme von CADLM will Hexagon sein Portfolio für autonome, intelligente Fertigung erweitern.

    mehr lesen: Hexagon übernimmt CADLM

  • Beschäftigte wollen neue Skills erlernen

    Beschäftigte wollen neue Skills erlernen

    Low-Code/No-Code-Entwicklungen bieten Potenzial für Industrieunternehmen. Dadurch wird Software-Programmierung auch Mitarbeitern zugänglich, die nicht über tiefes Fachwissen verfügen. Mendix hat in einer Studie untersucht, wie es um den Low-Code/No-Code-Ansatz in Deutschland…

    mehr lesen: Beschäftigte wollen neue Skills erlernen

  • Neuer CFO bei Process Analytics Factory

    Neuer CFO bei Process Analytics Factory

    Mit Pascal Redaoui hat Process Analytics Factory einen neuen Chief Financial Officer.

    mehr lesen: Neuer CFO bei Process Analytics Factory

  • Hilfsmittel für das Engineering

    Hilfsmittel für das Engineering

    Die Richtlinienreihe VDI/VDE 3695 ‚Engineering von Anlagen – Evaluieren und Optimieren des Engineerings‘ wurde komplett überarbeitet und an den Stand der Technik, insbesondere an Industrie-4.0-Vorgaben, angepasst. Im März 2021 erscheint…

    mehr lesen: Hilfsmittel für das Engineering

  • Was lernen Unternehmen aus der Krise?

    Was lernen Unternehmen aus der Krise?

    Mehr als 70 Prozent der im PWC Global Crisis Survey befragten Unternehmen weltweit sind durch die Covid19-Pandemie negativ beeinträchtigt. Für 15 Prozent der Unternehmen in Deutschland hatte die Krise jedoch…

    mehr lesen: Was lernen Unternehmen aus der Krise?

  • Geschäftslage für Autobauer verbessert sich

    Geschäftslage für Autobauer verbessert sich

    Im März hat sich die Geschäftslage in der Automobilindustrie verbessert. Doch laut aktueller Ifo-Konjunkturumfrage hat sich der Ausblick der Unternehmen eingetrübt.

    mehr lesen: Geschäftslage für Autobauer verbessert sich