DIN und Sovereign Tech Agency arbeiten zusammen

Adriana Groh, Geschäftsführerin der Sovereign Tech Agency, und Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender von DIN, bei der Unterzeichnung
Adriana Groh, Geschäftsführerin der Sovereign Tech Agency, und Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender von DIN, bei der UnterzeichnungBild: ©Peter-Paul Weiler

Mit einer neuen Kooperationsvereinbarung wollen das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) und die Sovereign Tech Agency erreichen, dass Open-Source-Expertise künftig früher und systematischer in internationale Standardisierungsprozesse einfließt. Beide Organisationen haben dazu ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet.

Die Kooperation baut auf dem Sovereign Tech Standards Netzwerk der Sovereign Tech Agency auf. Das Pilotprogramm soll es Open-Source-Expertinnen und -Experten ermöglichen, ihr Praxiswissen direkt in internationale Normungsprozesse – etwa bei der ISO – einzubringen. Die Sovereign Tech Agency baut dafür ein Netzwerk erfahrener Fachleute auf, vergütet ihre Arbeit in den Normungsgremien und unterstützt sie mit gezieltem Onboarding und Mentoring.

DIN kündigt an, seine Expertise in internationalen Normungsprozessen einzubringen, bei der Auswahl der teilnehmenden Open-Source-Fachleute zu unterstützen und sie auf ihrem Weg in die internationale Normungsarbeit zu begleiten.

Die Stimmen zur Vereinbarung

„Internationale und herstellerunabhängige Standards schaffen faire Wettbewerbsbedingungen. Open Source überführt diese Standards schnell in die Praxis. Normung und Open Source sind dabei keine Gegensätze, sondern verstärken sich gegenseitig: Normen schaffen Vertrauen und Interoperabilität, während Open Source die praktische Umsetzung erleichtert, Innovation beschleunigt und Erfahrungen aus der Anwendung zurück in die Standardisierung trägt. Das Pilotprogramm der Sovereign Tech Agency leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, sagt Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender von DIN.

„Viele der Technologien, auf denen Europas digitale Infrastruktur beruht, entstehen in Open-Source-Projekten. Die Expertise aus diesen Projekten muss dort vertreten sein, wo internationale Standards erarbeitet werden. Das Sovereign Tech Standards Netzwerk ermöglicht es, die Perspektiven aus der Umsetzung einzubringen, damit digitale Infrastruktur interoperabel, offen und praxisnah bleibt“, betont Adriana Groh, Geschäftsführerin der Sovereign Tech Agency.

Auch unabhängig vom Pilotprogramm lädt DIN Fachleute aus der Open-Source-Community dazu ein, ihre Expertise in die internationale Normung einzubringen.



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