DIN und DKE stellen Normungspanel-Ergebnisse vor

deutsches normungspanel 2025 c di 20250630101929
Bild: DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Die Ergebnisse der 13. Befragungsrunde des Deutschen Normungspanels wurden heute (24. Juni 2025) von DIN und DKE vorgestellt. Befragt wurden vor allem Unternehmen sowie weitere Organisationen. Sie geben Einschätzungen zur Beteiligung an der Normung, zur Anwendung digitaler Normen und zu Normen und Standards beim Bürokratieabbau. Die Ergebnisse zeigen, in welchen Bereichen bereits Standards genutzt werden und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Potenzial für Smart Standards

Digitale Normen – sogenannte Smart Standards – gelten als ein zentraler Hebel, um Verwaltungs- und Unternehmensprozesse zu vereinfachen. Sie ermöglichen eine automatisierte Verarbeitung standardisierter Informationen, reduzieren Interpretationsspielräume und senken Kosten. 33 % der für das Panel befragten Unternehmen kennen diese Standards bereits, 17 % nutzen sie laut Befragung aktiv. Besonders verbreitet sind sie in Branchen mit hohem Digitalisierungsgrad wie etwa Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau.

Mit Normen Bürokratie abbauen

Ein weiteres Ergebnis: Große Unternehmen und technologieorientierte Branchen sehen in der Normung tendenziell Potenzial zum Abbau von Bürokratie, gerade in der Energie- und IKT-Branche. Im Vergleich zur Gesetzgebung wird die Normung von Unternehmen unter den Befragten positiver bewertet – insbesondere mit Blick auf Transparenz, Sachorientierung und Umsetzbarkeit. Während die Wahrnehmung der Gesetzgebung in zentralen Kategorien wie Effizienz, Kohärenz und Offenheit eher kritisch ausfällt, schneidet die Normung besser ab.

KMU sind verhaltener

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zeigen sich in der Befragung verhaltener. Besonders die Befragten in sehr regulierten Branchen wie dem Baugewerbe, der Metallindustrie oder der Konsumgüterproduktion sehen den Nutzen von Normung für den Bürokratieabbau skeptischer. Auch die Nutzung von SMART Standards fällt in diesen Bereichen gering aus. Nach Einschätzung der Studienverantwortlichen, fehlt es KMU oft an Ressourcen, Erfahrung und unterstützender Infrastruktur, um die Möglichkeiten der digitalen Normung zu nutzen.

Seiten: 1 2



  • DMG Mori investiert in Up2Parts

    DMG Mori investiert in Up2Parts

    Der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori beteiligt sich am Softwareunternehmen Up2Parts. Ziel der Investition ist es, zusätzliches Digitalisierungs-Knowhow zu erschließen.

    mehr lesen: DMG Mori investiert in Up2Parts

  • Ein Blick in die Zukunft

    Ein Blick in die Zukunft

    Im aktuellen Future Readiness Index der Managementberatung KPMG zeigen sich die deutschen Unternehmen mit Blick auf die nächsten fünf Jahre positiv gestimmt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist dieser Wert…

    mehr lesen: Ein Blick in die Zukunft

  • Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

    Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

    Bei der Verhinderung von sicherheitsrelevanten Ereignissen, und insbesondere von Störfällen, wird die Prozessleittechnik (PLT) immer wichtiger. Die Richtlinienreihe VDI/VDE 2180 beschäftigt sich mit diesem Thema, wurde grundlegend überarbeitet und neu…

    mehr lesen: Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

    Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

    Nach dem Start von NTT Ltd. Anfang Juli hat der IT-Dienstleister Kai Grunwitz zum Chef des Deutschland-Geschäfts ernannt.

    mehr lesen: Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

  • 5G in Industrie und Wirtschaft

    5G in Industrie und Wirtschaft

    Mit der 5G CMM — Connected Mobile Machines will die Deutsche Messe dem neuen Mobilfunkstandard in den Fokus rücken. Rund 100 Teilnehmer werden dabei vom 8. bis zum 10. Oktober…

    mehr lesen: 5G in Industrie und Wirtschaft

  • Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

    Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

    Im SIBB Forum ‚Cobot Love‘, das am 30. Oktober im MotionLab.Berlin stattfindet, beleuchten Experten aus Praxis und Forschung technologische Möglichkeiten, Anwendungspotentiale und Marktaussichten intelligenter Robotiksysteme anhand konkreter Use Cases.

    mehr lesen: Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

  • Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

    Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

    Eine Studie von Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML zeigt, wie weit deutsche Unternehmen bei der Umsetzung einer ‘intelligenten Instandhaltung‘ sind –…

    mehr lesen: Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

  • Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

    Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

    G Data Software tritt künftig unter dem Namen G Data CyberDefense auf. Dies gab das Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung bekannt.

    mehr lesen: Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

  • Zühlke leitet SmartFactory-EU

    Zühlke leitet SmartFactory-EU

    Brainport Industries (Niederlande), Flanders Make (Belgien) und die SmartFactory-KL habe sich zusammengetan und die Vereinigung SmartFactory-EU gegründet.

    mehr lesen: Zühlke leitet SmartFactory-EU

  • Eine Karte für den Notfall

    Eine Karte für den Notfall

    Ähnlich wichtig wie das Verhalten im Brandfall ist das richtige Verhalten, wenn es zu einem Cyberangriff kommt. Mit der IT-Notfallkarte will das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Erste Hilfe…

    mehr lesen: Eine Karte für den Notfall

  • Dieter Meuser ist CEO von IoTOS

    Dieter Meuser ist CEO von IoTOS

    Dieter Meuser ist seit dem 1. September Geschäftsführer von IoTOS, einem Anbieter von Cloud-basierten industriellen IoT-Anwendungen. Meuser kommt von der Dürr AG zum Limburger Unternehmen.

    mehr lesen: Dieter Meuser ist CEO von IoTOS