Die Finalisten für die Formnext Awards stehen fest

Award Finalisten PM Foto
Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH / Marc Jacquemin

Spezialisierte AM-Fertigungstechnologien, neue Anwendungen aus den Bereichen Textilien, Aerospace und Medizin bis hin zu neuen Konzepten und Wegen im Recycling und in der AM-Ausbildung: Die Formnext Awards 2026 prämieren in sechs Kategorien. Die Finalisten wurden nun von den jeweiligen Jurys ausgewählt und präsentieren ihre Exponate sowohl im Vorfeld der Messe online als auch im Rahmen einer Sonderschau auf der Formnext vom 17. bis 20. November in Frankfurt. Die jeweiligen Gewinner werden am 19. November gekürt. Bei der Abstimmung kann sich auch in diesem Jahr das Publikum beteiligen.

AMbassador Award: Der AMbassador Award prämiert Einzelpersonen oder Organisationen, die durch neue Trainings- und Ausbildungsansätze oder ihre persönliche Fürsprache Einfluss auf die Branche und die Anwender haben.

  • Dr. Michael Kraemer vom AM Center der TU Darmstadt engagiert sich für die Ausbildung von AM-Fachkräften.
  • Professor Leroy Gardner engagiert sich zusammen mit der „Steel Structures Research Group“ am Imperial College London für Metall-AM im Bauwesen.
  • Der Maschinenbauingenieur Luan Saldanha von Aditiva Brasil hat mit einer Additive Manufacturing Map of Brazil das AM-Ökosystem des Landes sichtbar gemacht und vernetzt.

Design Award: Die Bandbreite der AM-Designs, die es ins Finale geschafft haben, reichen vom 3D-gedruckten BH bis zum Raketentriebwerk.

  • Maya Kaplan hat im Rahmen ihres Masterstudiengangs Industrial Design am Technion – Israel Institute of Technology – den Computational Bra entwickelt: einen 3D-gedruckten BH, der zeigt, wie computergestützt entwickelte Textilstrukturen Elastizität, Halt und Kompression innerhalb eines Kleidungsstücks gezielt verbinden können.
  • Am Levin Center des Tel Aviv Sourasky University Medical Center wurde ein monolithisches, anatomisch angepasstes Titanimplantat entwickelt und in einer OP eingesetzt.
  • Das indische Space-Tech-Startup Agnikul Cosmos hat ein einteiliges semikryogenes Raketentriebwerk aus Inconel 3D-gedruckt, das von Anfang an für AM entwickelt und im Rahmen der Agnibaan SOrTeD-Mission 2024 bereits erfolgreich eingesetzt wurde.

(R)Evolution Award: Produkte, Technologien oder Dienstleistungen, die einen besonderen Mehrwert für den Anwender bieten, werden mit dem (R)Evolution Award ausgezeichnet.

  • Mit der Ghost-Maschine will Fyous Dentallabore eine neue Art der Herstellung von Alignern und Retainern ermöglichen. Die PolyMorphic-Moulding-Technologie erschafft die erforderlichen Formen temporär mithilfe von tausenden präzise gesteuerter Pins.
  • Thought3D aus Malta verspricht mit seinem Inline-Filamenttrockner Drywise bessere Zugfestigkeiten und eine deutliche Leistungssteigerung z.B. von Nylonbauteilen.
  • Für den 3D-Druck auf Mikrometer-Niveau hat Boston Micro Fabrication (BMF) den Desktop-Drucker MicroArch S150 entwickelt. Er basiert auf der Projection Micro Stereolithography-Technologie und erreicht eine optische Auflösung von 25μm.

Rookie Award: Der Rookie Award prämiert junge Einzelpersonen, die ihre Firma noch nicht oder frühestens vor einem Jahr gegründet haben.

  • Das Engineering-Projekt cAIclone (in Gründungsvorbereitung) entwickelt KI-optimierte, 3D-gedruckte Hydrozyklone für die Feinstpartikeltrennung im Bereich 1–50µm. Das Gründungsteam aus München zielt damit zuerst auf den Markt des Batterierecyclings.
  • FlexCycle Solutions stellt Kupferpulver für AM und die Pulvermetallurgie aus Abfällen der Elektronikindustrie her. Das Pulver entsteht rein mechanisch und hat so eine sphärisch-raue Partikelmorphologie, was u.a. die Laserabsorption beim LPBF-Verfahren verbessert.
  • Spaceform entwickelt mit dem Vacuum Atomised Suspension Printing (VASP) eine neue Architektur für den metallischen 3D-Druck. Aus dem Metallpulver in Form einer Suspension entsteht mittels vakuumgestützter Trocknung vor der Laserbearbeitung eine stabile und zusammenhängende Pulverschicht.

Startup Award: Der Startup Award zeichnet junge AM-Unternehmen aus.

  • Aumatis automatisiert mit AM ein traditionelles Verfahren aus der Industrie und Schmuckherstellung: In der AX-150-Anlage wird ein 3D-gedrucktes Kunststoffmodell in eine eigens entwickelte Masse eingebettet, ausgebrannt und im Vakuum vergossen.
  • Die 3D-gedruckten Auswaschkerne und Werkzeuge des Schweizer Startups Sallea sollen die Herstellung von Leichtbauteilen mit komplexen Geometrien erleichtern.
  • Hydra Manufacturing entwickelt hybride Fertigungstechnologien für schwer zu verarbeitende Werkstoffe, darunter Hochleistungskeramiken und Hartmetalle. Die Kombination von Pastenextrusion, Bearbeitung im Grünzustand und In-Prozess-Inspektion in einer Maschine vergrößert die Bandbreite an Werkstoffen, u.a. um Siliziumkarbid und Hartmetalle zu verarbeiten.
  • Ebenso einen hybriden Ansatz verfolgt das Berliner Startup additiveStream4D mit seinen Retrofit-Technologien, mit denen bestehende LPBF-Anlagen auf vorhandenen Geometrien aufbauen. Mögliche Anwendungen sind komplexe Schneidwerkzeuge oder die Reparatur hochwertiger Komponenten wie Turbomaschinenteile.
  • Mit seiner Simulationssoftware will QH Build die additive Fertigung effizienter machen. Laut Pressemitteilung konnte eine WLAM-Anwendung 72% schneller und 64% günstiger umgesetzt werden. QH Build kombiniert Industrierobotik, Multiphysik-Simulation und einen digitalen Zwilling mit direkter Anbindung an die Maschinensteuerung.

Sustainability Award: Dieser Award zeichnet AM-Anwendungen und Produkte anhand ihres Produktlebenszyklus aus.

  • FlexCycle Solutions hat neben der Nominierung für den Rookie Award mit der mechanischen Herstellung von Kupferpulver für die additive Fertigung und Pulvermetallurgie aus Produktionsabfällen auch die Jury des Sustainability Awards überzeugt.
  • Die BMF GmbH – Bernstein Mechanische Fertigung liefert zu ihren Strahlanlagen auch einen 3D-Drucker aus, mit dem sich Kunden Ersatzteile aus Kunststoff selbst ausdrucken können. Der Ersatzteilkatalog in der Cloud Digitalsource liefert die nötigen Daten als Download.
  • Mit der Manufacturing Carbon Platform unterstützt Baker Hughes Fertigungsentscheidungen auf Basis von CO2-Daten. Die Plattform gibt einen Überblick über die Umweltwirkungen additiver Produktionsprozesse – vom Angebot bis zur Auslieferung.

Weitere Infos, Online-Voting und Vorstellung der Finalisten unter



  • Investitionen in Werkzeugmaschinen sinken

    Investitionen in Werkzeugmaschinen sinken

    Der Maschinenmarkt für Antriebe könnte bis 2030 jährlich um knapp 3 Prozent schrumpfen, Umsätze mit Werkzeugmaschinen für elektrische Antriebe wachsen hingegen mit mehr 10 Prozent. Dies prognostiziert die Unternehmensberatung McKinsey…

    mehr lesen: Investitionen in Werkzeugmaschinen sinken

  • IAB-Arbeitsmarktbarometer bei 102,4 Punkten

    IAB-Arbeitsmarktbarometer bei 102,4 Punkten

    Mit 102,4 Punkten verzeichnet das IAB-Arbeitsmarktbarometer den höchsten Stand seit Mai 2019. Das Risiko negativer Effekte durch die aktuelle Infektionslage bleibt jedoch bestehen.

    mehr lesen: IAB-Arbeitsmarktbarometer bei 102,4 Punkten

  • Ressourcenschonender 3D-Druck

    Ressourcenschonender 3D-Druck

    Im Projekt ’BioMe’ wollen die Projektpartner die Anwendung von additiver Fertigung im Automobilbau nachhaltiger gestalten.

    mehr lesen: Ressourcenschonender 3D-Druck

  • Geschäftsklimaindex steigt leicht an

    Geschäftsklimaindex steigt leicht an

    Im aktuellen Ifo-Geschäftsklimaindex beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im März. Der Indexwert ist im 0,2 Punkte gestiegen.

    mehr lesen: Geschäftsklimaindex steigt leicht an

  • Siemens und Microsoft treten Open Industry 4.0 Alliance bei

    Siemens und Microsoft treten Open Industry 4.0 Alliance bei

    Die Open Industry 4.0 Alliance begrüßt zwei neue Mitglieder. Siemens und Microsoft sind dem Konsortium beigetreten.

    mehr lesen: Siemens und Microsoft treten Open Industry 4.0 Alliance bei

  • SAP-Cloudgeschäft nimmt Fahrt auf

    SAP-Cloudgeschäft nimmt Fahrt auf

    SAP hat im ersten Quartal positives zu vermelden. Das Cloud-Neugeschäft verzeichnete den schnellsten Anstieg seit 5 Jahren – die mit dem Kernprodukt S4/Hana erzielten Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr…

    mehr lesen: SAP-Cloudgeschäft nimmt Fahrt auf

  • Dateneingabe- und Pflege größte Herausforderung

    Dateneingabe- und Pflege größte Herausforderung

    In der Kurzstudie ’Variantenmanagement und Kundenbeziehungsmanagement’ zeigt der VDMA Software und Digitalisierung auf, in welchen Bereichen noch Optimierungspotenzial liegt.

    mehr lesen: Dateneingabe- und Pflege größte Herausforderung

  • VDMA WCM und 5G-ACIA unterzeichnen Kooperationserklärung

    VDMA WCM und 5G-ACIA unterzeichnen Kooperationserklärung

    VDMA WCM und 5G-ACIA unterzeichnen Kooperationserklärung Die VDMA Arbeitsgemeinschaft Wireless Communications for Machines (AG WCM) und 5G-ACIA haben eine Kooperationserklärung zum industriellen 5G verabschiedet.

    mehr lesen: VDMA WCM und 5G-ACIA unterzeichnen Kooperationserklärung

  • Cloudnutzung nimmt zu, bleibt jedoch privat

    Cloudnutzung nimmt zu, bleibt jedoch privat

    Knapp die Hälfte der im Rahmen einer von Hewlett Packard Enterprise in Auftrag gegebenen Studie befragten Firmen in Deutschland hat die eigene Cloud-Nutzung seit Beginn der Corona-Krise ausgebaut.

    mehr lesen: Cloudnutzung nimmt zu, bleibt jedoch privat

  • Comarch untersucht die Auswirkungen der Pandemie

    Comarch untersucht die Auswirkungen der Pandemie

    84 Prozent der Unternehmen wurden von der Corona-Pandemie beeinträchtigt; 34 Prozent von ihnen nachhaltig. Dies hat eines Studie von Comarch ergeben, in der der Softwareanbieter die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie…

    mehr lesen: Comarch untersucht die Auswirkungen der Pandemie

  • Google Cloud und Siemens arbeiten zusammen

    Google Cloud und Siemens arbeiten zusammen

    Google Cloud und Siemens wollen im Rahmen einer Partnerschaft und unter Einsatz von KI-Technologien Fertigungsprozesse verbessern.

    mehr lesen: Google Cloud und Siemens arbeiten zusammen

  • ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erstmals seit November zurück

    ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erstmals seit November zurück

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom April 2021 um 5,9 Punkte und liegen damit bei 70,7 Punkten. Dies ist der erste Rückgang seit November 2020. Laut…

    mehr lesen: ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erstmals seit November zurück