Deutsche Unternehmen meiden die USA

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Bild: ©MasterSergeant/stock.adobe.com

Laut einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft investieren deutsche Unternehmen seit dem Amtsantritt von Donald Trump weniger in den USA. Gleichzeitig gehen die deutschen US-Exporte zurück. Dies schade nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern auch den USA, so die Wirtschaftsforscher.

Wie IW-Auswertungen auf Basis von Zahlen der Deutschen Bundesbank zeigen, gingen die Direktinvestitionen zwischen Februar und November 2025 um 45% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Konkret investierten deutsche Unternehmen in diesem Zeitraum 10,2Mrd.€ in den USA. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch fast 19Mrd.€. Auch im längerfristigen Vergleich sind die Direktinvestitionen stark rückläufig: In den Jahren 2015 bis 2024 lagen sie in diesem Zeitraum im Durchschnitt bei rund 13,4Mrd.€. Der Wert seit Trumps Amtsantritt liegt damit mehr als 24% darunter.

US-Exporte eingebrochen

Die IW-Auswertung zeigt zudem zwischen Februar und Oktober einen Rückgang der deutschen Exporte in die USA gegenüber dem Vorjahr um rund 9%. Wie das Wirtschaftsinstitut mitteilt, ist dies – mit Ausnahme der Corona-Pandemie – der stärkste Einbruch seit 2010. Besonders betroffen sind demnach zentrale Industriezweige: Die Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sanken um fast 19%, im Maschinenbau um rund 10%, bei chemischen Erzeugnissen um mehr als 10%.

Auswirkungen auf die USA

Die jüngsten Drohungen des US-Präsidenten mit Zusatzzöllen für einige EU-Mitgliedstaaten wegen der Entsendung von Truppen nach Grönland seien Gift für Investitionen und Handel, so IW-Außenhandelsexpertin Samina Sultan. Unternehmen reagierten besonders sensibel auf solche Unsicherheiten. Der Grund: Wer Produktionsstandorte aufbaut oder ausweitet, kalkuliert über Jahre. Wenn sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen kurzfristig ändern können, halten viele Unternehmen Investitionen zurück oder verschieben sie. Trumps Wirtschaftskurs verunsichere Unternehmen, bremse den transatlantischen Austausch und treffe damit nicht nur deutsche Firmen, sondern schwäche auch den Wirtschaftsstandort USA selbst. „Unterm Strich zahlen beide Seiten des Atlantiks den Preis“, so Sultan.



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