Delta-Robotik-Chef sieht Chance für Europa

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Bild: Delta Electronics

Die USA haben ein Importverbot für Roboter verhängt, die sich selbst fortbewegen können – somit sind auch humanoide Roboter betroffen. Michael Mayer-Rosa, Senior Director der Industrial Automation Business Group bei Delta Electronics EMEA Region und Head of Intelligent Robot Systems in Stuttgart, sieht darin eine Chance für europäische Technologieunternehmen, die dadurch zu mehr Eigenständigkeit gezwungen werden. Er kommentiert:

„Die Diskussion über Importbeschränkungen für humanoide Roboter zeigt, dass diese Technologie eine neue strategische Bedeutung erreicht hat. Humanoide Roboter werden künftig nicht nur Produktionsaufgaben übernehmen, sondern in sensiblen Bereichen mit Menschen interagieren, Daten erfassen und zunehmend autonom Entscheidungen unterstützen.

Damit rücken Themen wie Cybersecurity, Datenhoheit und die Vertrauenswürdigkeit der eingesetzten Systeme stärker in den Fokus. Diese Anforderungen werden künftig genauso wichtig sein wie Leistung, Präzision oder Wirtschaftlichkeit eines Roboters.“

Aus Mayer-Rosas Sicht sollte Europa diese Entwicklung als Chance verstehen. Benötigt würden eine starke eigene Robotik-Industrie, offene Innovationsökosysteme und gleichzeitig klare Sicherheits- und Qualitätsstandards. Mayer-Rosa betont, dass technologische Souveränität nicht durch Abschottung entsteht, sondern durch den Aufbau wettbewerbsfähiger europäischer Lösungen und international anerkannter Sicherheitsstandards.

„Der globale Wettbewerb um humanoide Robotik hat begonnen. Entscheidend wird sein, wer die sichersten, leistungsfähigsten und vertrauenswürdigsten Systeme entwickelt – nicht nur die günstigsten.“