
Im jährlichen CIO Report von Logicalis gibt mehr als die Hälfte der weltweit 1.000 befragten IT-Führungskräfte an, dass ihre Security-Patch-Systeme zu komplex geworden sind, um sie effektiv zu verwalten. Und: Trotz laut Logicalis beispielloser Ausgaben für Sicherheitssoftware hatten 88 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten mit Cybersecurity-Vorfällen zu kämpfen; 43 Prozent waren dabei von mehreren Sicherheitsverletzungen betroffen. Infolgedessen rechnen nahezu alle der befragten CIOs im kommenden Jahr mit erheblichen Sicherheitsverletzungen.
Viele Tools, zu wenig Nutzen
Laut Bericht sind fast alle CIOs der Meinung, dass ihre Security-Abdeckung verbessert werden muss. Die Hälfte gibt an, dass ihr Unternehmen zu viel in überflüssige IT-Security-Systeme investiert hat. Ebenso viele räumen ein, dass für sie das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt, weil sie nicht alle verfügbaren Funktionen ihrer Sicherheitstools nutzen.
Die Hälfte der Tech-Führungskräfte gibt an, kein System zu finden, das den Anforderungen ihres Unternehmens vollständig entspricht. 58 Prozent sind davon überzeugt, potenzielle Sicherheitslücken erkennen zu können. Angesichts der zu erwartenden Bedrohungen sehen die Studienverantwortlichen hier eine besorgniserregende Lücke zwischen dem Sicherheitsbewusstsein der IT-Verantwortlichen und ihrer Fähigkeit, ihr Unternehmen wirksam zu schützen.
KI und Deepfakes rücken in den Fokus
Die Bedrohungslandschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter und neue Technologien führen zu neuen Schwachstellen. KI-gesteuerte Angriffe treten inzwischen ebenso häufig auf wie Phishing und zählen damit zu den drei größten Bedrohungen für die Cybersicherheit. Darüber hinaus zeigt sich jeder vierte CIO besorgt über den erwarteten Anstieg von Deepfakes im kommenden Jahr.
„Technologieführer agieren in einem Umfeld, in dem die Bedrohungen für die Cybersicherheit stetig zunehmen. Nach mehr als einem Jahrzehnt sicherheitsbezogener Ausgaben für Einzellösungen zeigen die Forschungsergebnisse, dass dieser Flickenteppich-Ansatz kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und in vielen Fällen sogar zusätzliche Probleme verursacht. Sicherheit muss zwar weiterhin eine Budgetpriorität bleiben, sollte aber als strategische Investition und nicht als spontane Anschaffung verstanden werden“, sagt Bob Bailkoski, Global CEO der Logicalis Group.
Weitere Erkenntnisse aus der Befragung:
Malware und Ransomware (42 Prozent), Datenschutzverletzungen (37 Prozent), KI-gesteuerte Angriffe (34 Prozent) und Phishing (33 Prozent) gehören zu den größten Sorgen der CIOs in Bezug auf Cybersicherheitsrisiken.






































