Seltene Erden: Seltene Erden, bezeichnen eine Gruppe von 17 Elementen, die in vielen Hightech-Industrien verarbeitet werden. Sie kommen beispielsweise in erneuerbaren Energietechnologien (Clean Energy) oder Elektroautos zum Einsatz und sind schwer zu ersetzen. China kontrolliert weltweit etwa 60 Prozent des Abbaus und 90 Prozent der Weiterverarbeitung der Elemente. Von 2010 bis 2015 beschränkte China den Zugang zu den kritischen Rohstoffen für den Rest der Welt. Nach einer Entscheidung der Welthandelsorganisation hob das Land die Beschränkungen zunächst auf. Im April 2025 verhängte China erneut Ausfuhrbeschränkungen für bestimmte Seltenerdelemente.
Das Economic Research Center des Europäischen Patentamts (mit den Universitäten Bonn und Mannheim) hat den Handelskonflikt um Seltene Erden zwischen 2010 und 2015 analysiert. Ergebnis: Chinas Exportbeschränkungen zwangen EU-Unternehmen zu technologischen Anpassungen – etwa durch geringeren Einsatz Seltener Erden oder Ersatzmaterialien – und stärkten dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit. Betroffene EU-Hersteller wurden innovativer (Patentaktivität +7,4%; Auswertung von über 30.000 Patenten) und steigerten ihre Exporte im Schnitt um 0,3 Prozentpunkte pro Jahr stärker als weniger betroffene Firmen. Chinesische Hersteller mit weiterem, unbeschränktem Zugang waren im Vergleich weniger innovativ und verzeichneten geringeres Exportwachstum. Trotz zeitweise bis zu 45-fach gestiegener Preise blieb das EU-BIP insgesamt weitgehend stabil, weil technischer Fortschritt die negativen Effekte abfederte. Die Studie leitet daraus ab: Resilienz gegenüber Lieferengpässen entsteht vor allem durch Innovation – Politik sollte dafür ein innovationsfreundliches Umfeld schaffen. Zudem wird der Kontext betont: China dominiert Abbau (ca. 60%) und Verarbeitung (ca. 90%) Seltener Erden und verhängte im April 2025 erneut Exportbeschränkungen für bestimmte Elemente.
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