Ausländische Investitionen steigen um 50%

IW
Bild: Institut der dt. Wirtschaft Köln e.V.

Ausländische Unternehmen haben 2025 rund 86 Milliarden Euro in Deutschland investiert. Das entspricht einem Anstieg von 50% gegenüber dem Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft auf Grundlage von Daten der Deutschen Bundesbank zu den ausländischen Direktinvestitionstransaktionen in Deutschland. Nach dem Rückgang um fast 32% im Jahr 2024 haben sich die Investitionen damit wieder stabilisiert. Die Höhe der Direktinvestitionsflüsse kann laut IW von Jahr zu Jahr schwanken und durch einzelne größere Transaktionen beeinflusst werden.

Vergleich mit dem Zehnjahresmedian

Auch im Vergleich mit dem Median der Jahre 2015 bis 2024 lagen die Investitionen 2025 höher. Nach den Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft betrug der Anstieg gegenüber diesem Vergleichswert fast 11%. Der Median gilt in der Auswertung als robusterer Vergleichswert als ein einzelner Jahreswert. Die Bundesbank kann die Angaben zu den Direktinvestitionen nachträglich nach oben oder unten korrigieren. Das IW weist deshalb auf mögliche Veränderungen der Werte hin.

Vereinigtes Königreich vor den USA

Die Herkunft des ausländischen Kapitals hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr verschoben. Unternehmen aus den USA investierten 11,8 Milliarden Euro in Deutschland. Das waren nach den IW-Berechnungen fast 44% weniger als 2024. Der US-Anteil an den gesamten ausländischen Investitionen in Deutschland sank dadurch von mehr als 36 Prozent auf rund 14%.

Deutlich stärker hingegen nahmen die Investitionen aus dem Vereinigten Königreich zu. Sie stiegen 2025 um rund 284% auf 26 Milliarden Euro. Der Anteil des Vereinigten Königreichs an den gesamten ausländischen Investitionen in Deutschland lag damit bei fast 31%. Das Land war damit in der Auswertung der größte einzelne Herkunftsstaat vor den USA. Die Pressemitteilung erklärt die Verschiebung mit dem Anstieg der britischen Investitionen und dem Rückgang der US-Investitionen.

China bleibt kleiner Anteil

Chinesische Investitionen in Deutschland legten 2025 laut IW um rund 51 Prozent zu. Ihr Gesamtwert lag dennoch bei 199 Millionen Euro. Das entsprach einem Anteil von 0,2% an den gesamten ausländischen Investitionen in Deutschland. Auch die Investitionen aus Chile und Saudi-Arabien stiegen nach den Angaben jeweils um mehr als 40%. Absolute Werte oder Anteile für diese beiden Länder nennt die Mitteilung nicht.

Europa stellt größten Anteil

Der größte Teil des ausländischen Investitionskapitals kam 2025 weiterhin aus Europa. Die EU-Staaten ohne Deutschland investierten rund 43 Milliarden Euro in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das einen Rückgang um 2,7%. Die Investitionen aus den übrigen EU-Staaten entsprachen damit gut 50% aller ausländischen Investitionen in Deutschland. Zusammen mit dem Vereinigten Königreich entfielen laut IW mehr als 80% der ausländischen Investitionen auf Europa.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (Pressemitteilung vom 31. August 2026)



  • Telekom und Trumpf schließen Vertriebspartnerschaft für 5G-System

    Telekom und Trumpf schließen Vertriebspartnerschaft für 5G-System

    Telekom und Trumpf bauen ihre Zusammenarbeit aus. Im Rahmen einer Vertriebspartnerschaft bieten die Unternehmen etwa ein von Trumpf entwickeltes Ortungssystem an, das von T-Systems auf einer Edge-Cloud bereitgestellt wird.

    mehr lesen: Telekom und Trumpf schließen Vertriebspartnerschaft für 5G-System

  • Gründungen auf neuem Tiefststand –  vor allem verarbeitendes Gewerbe betroffen

    Gründungen auf neuem Tiefststand – vor allem verarbeitendes Gewerbe betroffen

    Im Jahr 2018 führten 25 Prozent der jungen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe Marktneuheiten ein. Im aktuellen IAB/ZEW-Gründungspanel ist dieser Wert auf 21 Prozent gesunken. Zudem beobachten die Studienverantwortlichen insgesamt einen…

    mehr lesen: Gründungen auf neuem Tiefststand – vor allem verarbeitendes Gewerbe betroffen

  • Künstliche Intelligenz: Algorithmen und Chips zusammen entwickelt

    Künstliche Intelligenz: Algorithmen und Chips zusammen entwickelt

    Leistungsfähige Mikrochips sind entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Projekt EDAI verfolgt einen neuen Ansatz: Die Forschenden koppeln den…

    mehr lesen: Künstliche Intelligenz: Algorithmen und Chips zusammen entwickelt

  • VDMA-Befragung: Arbeitskräftemangel kostet Umsatz

    VDMA-Befragung: Arbeitskräftemangel kostet Umsatz

    Nur zwei von drei Unternehmen im Maschinenbau können aktuell die Mehrheit ihrer offenen Stellen für Fachkräfte besetzen. Der Arbeitskräftemangel kostet sie nun auch Umsatz.

    mehr lesen: VDMA-Befragung: Arbeitskräftemangel kostet Umsatz

  • Wo Manager zukünftig Cybergefahren sehen

    Wo Manager zukünftig Cybergefahren sehen

    Deutsche und Schweizer C-Level Manager sehen besonders für das Homeoffice Handlungsbedarf, um dort in der Zukunft sensible Daten besser zu schützen. Die Österreicher halten Smart-Building-Technologien für anfällig. Dies zeigen die…

    mehr lesen: Wo Manager zukünftig Cybergefahren sehen

  • Produzenten mit Montage als Teilnehmer gesucht

    Produzenten mit Montage als Teilnehmer gesucht

    Forschende am IPH-Institut für Integrierte Produktion Hannover entwickeln eine Methode, um die Nachhaltigkeit von Automatisierungssystemen zu bewerten und solche Systeme einzuführen. Produzierende Unternehmen können sich am Projekt beteiligen.

    mehr lesen: Produzenten mit Montage als Teilnehmer gesucht

  • Tochterunternehmen Onoff verschmilzt mit SpiraTec

    Tochterunternehmen Onoff verschmilzt mit SpiraTec

    Die Onoff GmbH, eine hundertprozentige Tochterfirma der SpiraTec AG, ist mit der Muttergesellschaft verschmolzen. Die Kombination der Ressourcen, des Knowhows und der Teams soll die Grundlage für die zukünftigen Expansionspläne…

    mehr lesen: Tochterunternehmen Onoff verschmilzt mit SpiraTec

  • Neues Forschungszentrum für die kognitive Produktion entsteht

    Neues Forschungszentrum für die kognitive Produktion entsteht

    Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU hat den Bau des neuen Forschungszentrums begonnen. Im Neubau soll dann an Systemen im Sinn einer kognitiven Produktion geforscht werden. Konkreter ist damit…

    mehr lesen: Neues Forschungszentrum für die kognitive Produktion entsteht

  • 86 Prozent finden DSGVO-Umsetzung schwierig

    86 Prozent finden DSGVO-Umsetzung schwierig

    Für 86 Prozent der Firmen ist es sehr herausfordernd, die DSGVO umzusetzen, ergab eine Umfrage von Piwik Pro. Doch dass Konformität und ihre Marketingaktivitäten vereinbar seien, gaben 90 Prozent der…

    mehr lesen: 86 Prozent finden DSGVO-Umsetzung schwierig

  • SuperOffice-CEO Jentoft geht nach 18 Jahren

    SuperOffice-CEO Jentoft geht nach 18 Jahren

    Der CRM-Softwareanbieter SuperOffice hat Lars Engbork zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt die Leitung von Gisle Jentoft, der das norwegische Unternehmen 18 Jahre lang geführt hat. Seit 2020 hält der…

    mehr lesen: SuperOffice-CEO Jentoft geht nach 18 Jahren

  • Transferprojekt vermittelt Blockchain-Wissen für KMU

    Transferprojekt vermittelt Blockchain-Wissen für KMU

    Im neu gestarteten Projekt DUH-IT sollen KMU aus Dortmund, Unna und Hamm den Einsatz von Blockchain-Technologie in der Lieferkettengestaltung erkunden. So wollen das Fraunhofer IML und die TU Dortmund die…

    mehr lesen: Transferprojekt vermittelt Blockchain-Wissen für KMU

  • Maschinenausfuhren gehen zurück

    Maschinenausfuhren gehen zurück

    Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im ersten Quartal 2024 nominal 4,6 Prozent weniger als im Vorjahr exportiert, meldet der Branchenverband VDMA. Die Exporte nach China sinken weiter, das Wachstum…

    mehr lesen: Maschinenausfuhren gehen zurück