Auftragsdämpfer für den Maschinen- und Anlagenbau

Gernandt Johannes 073
Bild: VDMA e.V.

Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sanken die Bestellungen im Februar insgesamt um 12% zum Vorjahr. Wie der VDMA mitteilt, kamen aus dem Inland 16% weniger Orders, im Auslandsgeschäft wurde ein Minus von 11% verbucht. Einen Zuwachs gab es aus den Euro-Partnerländern mit einem Plus von 6%, während aus den Nicht-Euro-Ländern 17% weniger Bestellungen kamen.

„Geopolitische Konflikte belasten unsere Geschäfte schon seit längerem und jetzt ist noch der Iran-Krieg dazugekommen, der für weitere Unsicherheit sorgt. Für das globale Investitionsklima sind all diese Auseinandersetzungen eine schwere Belastung, die sich deutlich bemerkbar macht“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt (Bild).

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Dezember 2025 bis Februar 2026 verbuchten die Unternehmen ein Bestellminus von real 8% zum Vorjahr. Die Inlandsbestellungen sanken um 6%, die Auslandsorders lagen um 8% unter ihrem Vorjahreswert. Aus den Euro-Ländern kamen 2% weniger Aufträge, aus den Nicht-Euro-Ländern 11% weniger.

Aktuelle Konjunkturerhebung

Auch in der aktuellen VDMA-Konjunkturerhebung hat sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau wieder leicht eingetrübt. Laut der im März durchgeführten Umfrage unter 881 Mitgliedsfirmen bewertet rund ein Viertel die eigene aktuelle Lage als ’sehr gut‘ oder ‚gut‘. In der Umfrage von Ende Januar lag der Wert bei noch knapp 30%. Etwa 26% der Unternehmen gibt aktuell dagegen das Urteil ’schlecht‘ oder ’sehr schlecht‘ ab. Bei den Aussichten zeigt sich etwa ein Viertel der Unternehmen optimistisch mit Blick auf die nächsten sechs Monate (Januar: 30%). 14% erwarten eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage (Januar: 9%).

Für das laufende Jahr rechnen rund 52% der Unternehmen mit einer nominalen Umsatzsteigerung, knapp 30% sehen eine Stagnation als realistisch an und knapp 18% erwarten einen Umsatzrückgang. ???“Wenig überraschend haben sich im aktuellen Umfeld sowohl die allgemeine Lageeinschätzung als auch die Aussichten mit Blick auf die kommenden sechs Monate eingetrübt. Der Dämpfer fällt hier jedoch moderat aus, was die Hoffnung auf eine zaghafte Konjunkturerholung im laufenden Jahr weiterhin am Leben hält“, resümiert Dr. Gernandt.



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