Arbeitsspeicher – die fast unbeachtete Revolution

Computer memory RAM on motherboard background . Close up. system main memory random access memory onboard computer detail. Computer components . DDR3. DDR4. DDR5
Bild: ©Ivan/stock.adobe.com

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der Universität Osnabrück weitere Mittel zur Erforschung neuartiger Arbeitsspeicher bewilligt. Diese Speicher behalten Daten auch ohne Strom, können selbst rechnen und lassen sich über mehrere Rechner hinweg gemeinsam nutzen. Ziel der Forschung ist es, die Grundlagen für den Einsatz solcher Technologien zu untersuchen und nutzbar zu machen.

Technologien mit neuen Eigenschaften

„Kaum jemand hat es bemerkt, aber im Jahr 2019 ging eine kleine Erschütterung durch die Welt der Informatik-Forschung“, sagt Prof. Dr. Olaf Spinczyk, Leiter der Arbeitsgruppe Eingebettete Softwaresysteme an der Universität Osnabrück. Der Prozessorhersteller Intel führte Speichermodule ein, die ihre Inhalte beim Abschalten nicht verlieren. Erste Einsatzbereiche waren Server, denkbar ist aber langfristig auch der Einsatz in Laptops. Rechner könnten so nahezu unbegrenzt im Standby verharren und schnell wieder starten, da der Speicherinhalt erhalten bleibt.

Neue Konzepte zum rechnenden Speicher

Auch das französische Startup Upmem präsentierte eine Innovation: Speichermodule mit integrierten Prozessoren. Sie können Daten parallel verarbeiten und damit Anwendungen um ein Vielfaches beschleunigen. Bestimmte Anwendungen laufen dadurch deutlich schneller, andere werden dagegen ausgebremst. Eine zentrale Frage lautet daher, wie Arbeitslasten zwischen klassischen Prozessoren und solchen Speicherchips aufgeteilt werden sollen.

Schwerpunktprogramm zur Erforschung

Die rasant verlaufenden Entwicklungen führten dazu, dass Prof. Spinczyk zusammen mit weiteren Kolleginnen und Kollegen 2020 bei der DFG die Einrichtung eines Schwerpunktprogramms ‚Disruptive Hauptspeichertechnologien‘ initiierte. Dieses deutschlandweite Programm geht nun in seine zweite dreijährige Förderperiode. Für jede Förderperiode stellt die DFG rund 6,3 Millionen Euro bereit. Koordiniert wird das Programm wissenschaftlich an der Uni Osnabrück, die auch die zentrale Hardware-Plattform für Experimente der 14 beteiligten Projekte betreibt.

Seiten: 1 2



  • Mehr Sicherheit in der Cloud

    Mehr Sicherheit in der Cloud

    McAfee kündigt die Zusammenarbeit mit Atlassian an, einem Anbieter für Softwareentwicklungs- und Kollaborations-Tools. Ziel ist es, gemeinsamen Kunden, die den Umstieg in die Cloud beschleunigen wollen, verbesserte Sicherheit und Bedrohungserkennung…

    mehr lesen: Mehr Sicherheit in der Cloud

  • Lückenloses Fahrzeug-Tracking

    Lückenloses Fahrzeug-Tracking

    Täglich werden Millionenwerte auf öffentlichen Straßen bewegt. Die scheinbar leichte Beute für Kriminelle zwingt Wert- und Geldtransportunternehmen, die Fahrzeuge entsprechend vor Raubüberfällen zu schützen.

    mehr lesen: Lückenloses Fahrzeug-Tracking

  • Additive Fertigung von keramischen Bauteilen

    Additive Fertigung von keramischen Bauteilen

    Die neue Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1 soll Grundlagen für 3D-Druckverfahren von keramischen Bauteilen vermitteln,

    mehr lesen: Additive Fertigung von keramischen Bauteilen

  • Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

    Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

    Weltweit wurden in Folge der Coronavirus-Pandemie Unternehmen auf der ganzen Welt vorübergehend geschlossen. Nach der Phase des Stillstands bereiten sich nun viele Firmen auf die Wiedereröffnung vor.

    mehr lesen: Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

  • Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

    Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

    Das Coronavirus stürzt fast die ganze Welt in eine Rezession. Das geht aus der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts hervor, an der 1.000 Experten in 110 Ländern teilgenommen haben. Demnach könnte…

    mehr lesen: Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

  • Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Die Unternehmen der deutschen Informationswirtschaft sind oftmals unzufrieden mit der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das zeigt eine Umfrage des ZEW. Demnach überwiegen in jedem zweiten Unternehmen…

    mehr lesen: Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

  • Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M wollen künftig als Technologiepartner für die IoT-Datenbank CrateDB zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Crate.io und M&M Software kooperieren

  • Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick hat im Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz um 7% auf 1,7Mrd.€ erhöht. Der Auftragseingang lag bei 1,8Mrd.€ (2018: 1,7Mrd.€).

    mehr lesen: Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

  • Eine App zur Bauteilerkennung

    Eine App zur Bauteilerkennung

    In der Bildverarbeitung kommt künstliche Intelligenz seit langem zum Einsatz. Neuronale Netze erkennen beispielsweise Objekte des alltäglichen Lebens mit einer höheren Genauigkeit wieder als der Mensch. Forscher des Fraunhofer-Instituts für…

    mehr lesen: Eine App zur Bauteilerkennung

  • VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    Durch industrielle biotechnologischen Prozesse ist es möglich, Güter ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat als Online-Tool einen Prozess visualisiert, mit dem sich biotechnologische Verfahren…

    mehr lesen: VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

  • Worauf CIOs achten sollten

    Worauf CIOs achten sollten

    Nicht Wachstum, sondern die Sicherung der Unternehmenszukunft steht während der Corona-Pandemie im Fokus der Unternehmen. Das Beratungsunternehmen Gartner hat diesbezüglich acht Maßnahmen identifiziert, die CIOs ergreifen sollten.

    mehr lesen: Worauf CIOs achten sollten

  • Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    ITK-Unternehmen bewerten Geschäftslage noch als befriedigend, blicken aber pessimistisch in die Zukunft. Der Digitalindex des Branchenverbandes Bitkom rutschte auf den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung.

    mehr lesen: Digitalindex rutscht auf Tiefststand