Agile Robots übernimmt Thyssenkrupp Automation Engineering

Agile Robots-Produktion in Kaufbeuren.
Agile Robots-Produktion in Kaufbeuren. – Bild: Agile Robots SE

Agile Robots, ein Anbieter von KI-gestützten Robotiklösungen, übernimmt Assets des Anlagenbauers Thyssenkrupp Automation Engineering in Europa und Nordamerika, die bisher Teil des Automotive Technology Segments der Thyssenkrupp AG waren.

Mit der Übernahme will Agile Robots seine Maschinenbau-Kompetenz stärken. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von jahrzehntelanger Branchenerfahrung und engen Partnerschaften von Thyssenkrupp Automation Engineering mit OEMs.

Zusätzliche Experten

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, KI, Robotik und industrielles Knowhow zu bündeln. Physical AI bietet der Industrie enorme Produktivitätssprünge“, sagt Zhaopeng Chen, Gründer und CEO von Agile Robots. „Mit Thyssenkrupp Automation Engineering gewinnen wir die perfekte Verstärkung, um gemeinsam die nächste industrielle Revolution voranzutreiben. Und das aus Deutschland heraus.“

Dr. Rolf-Günther Nieberding, CEO von Thyssenkrupp Automation Engineering: „Wir bringen unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und in der Projektabwicklung für anspruchsvolle Prozesse, erfolgskritische Projekte und globale Kundenstrukturen in eine dynamisch wachsende Organisation eines deutschen Zukunftsunternehmens ein. Mit den Innovationen von Agile Robots in der Anwendung von Robotik, Software und Systemintegration sowie unserem Knowhow können wir gezielt Mehrwert für unsere gemeinsamen Kunden schaffen – und das steile Wachstum der Agile Robots Gruppe weiter unterstützen.“

Agile Robots beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit 2.500 Mitarbeitende aus rund 60 Ländern. Mit der Übernahme wächst das Team von Agile Robots um rund 650 Expertinnen und Experten sowie zehn neue Standorte in Europa und Nordamerika. Der Umsatz von Thyssenkrupp Automation Engineering lag laut Pressemitteilung 2024 im dreistelligen Millionenbereich. Agile Robots selbst erzielte 2024 einen Umsatz von rund 200Mio.€.

Engineering-Expertise ausbauen

Thyssenkrupp Automation Engineering wurde 1950 unter dem Namen Johann A. Krause in Bremen gegründet und etablierte sich im deutschen und europäischen Markt schnell als wichtiger Maschinenbauer für die Automobilindustrie. Die Thyssen Industrie AG übernahm im Jahr 1989 100% der Firmenanteile und baute die Präsenz in Nordamerika aus. Heute zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern für automatisierte Produktionsanlagen.

Ziel der Übernahme ist es, die Kompetenzen und die Engineering-Expertise der Belegschaft zu sichern und weiter auszubauen. Das Unternehmen wird zudem zukünftig als Krause Automation?innerhalb der Agile Robots Gruppe agieren.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden und wird in den kommenden Monaten erwartet. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.



  • Eine Matte gegen Haltungsschäden

    Eine Matte gegen Haltungsschäden

    Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der Isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen.

    mehr lesen: Eine Matte gegen Haltungsschäden

  • Verschlüsselungskomponenten, die Angreifern ausweichen

    Verschlüsselungskomponenten, die Angreifern ausweichen

    Verschlüsselungssoftware spielt auf dem Weg zu mehr Datenschutz eine wichtige Rolle, doch können Computersysteme auch auf physikalischem Wege angegriffen werden. Durch das Abfangen von Stromschwankungen oder das Auslösen von Fehlern…

    mehr lesen: Verschlüsselungskomponenten, die Angreifern ausweichen

  • 15 Jahre SmartFactory Kaiserslautern

    15 Jahre SmartFactory Kaiserslautern

    Die Technologieinitiative SmartFactory KL feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Heute beteiligen sich mehr als 50 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen an der Initiative.

    mehr lesen: 15 Jahre SmartFactory Kaiserslautern

  • Unternehmen sehen Notwendigkeit für mehr IoT-Sicherheit

    Unternehmen sehen Notwendigkeit für mehr IoT-Sicherheit

    Das Internet der Dinge ist für viele Unternehmen in Deutschland sowohl eine Chance als auch ein Risiko, so das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag von Palo Alto Networks.

    mehr lesen: Unternehmen sehen Notwendigkeit für mehr IoT-Sicherheit

  • Gaia-X-Mitglieder unterzeichnen Gründungsurkunde

    Gaia-X-Mitglieder unterzeichnen Gründungsurkunde

    Die Gründungsmitglieder der Gaia-X-Initiative haben die Gründungsurkunden zur Gaia-X AISBL unterzeichnet. Interessierte Unternehmen und Initiativen sind aufgerufen, sich an der gemeinnützigen Vereinigung zu beteiligen.

    mehr lesen: Gaia-X-Mitglieder unterzeichnen Gründungsurkunde

  • TÜV-Verband fordert Regulierung von KI-Anwendungen

    TÜV-Verband fordert Regulierung von KI-Anwendungen

    Der TÜV-Verband fordert in einem Positionspapier KI-gestützte Anwendungen und Systeme — etwa automatisierte Fahrzeuge oder Roboter — in Abhängigkeit vom Risiko zu regulieren.

    mehr lesen: TÜV-Verband fordert Regulierung von KI-Anwendungen

  • Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

    Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

    Die Nutzung von Containertechnologien steigt, was aber gilt es bei der Auswahl zu beachten? Der Software-Entwickler Red Hat gibt Antworten darauf.

    mehr lesen: Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

  • Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

    Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

    Wenn Unternehmen Digitalisierungsprojekte angehen, tun sie dies oft mit einem externen Partner. Die Frage ist nur mit welchem? IFS hat in einer Studie ermittelt, welche Faktoren bei der Auswahl eine…

    mehr lesen: Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

  • Software-as-a-Service für die Fertigung

    Software-as-a-Service für die Fertigung

    Die Komplexität des Maschinenparks erschwert es oft, geeignete Parameter für den optimalen Betrieb zu definieren. Hier kommt das Startup FactoryPal ins Spiel, das mit seiner KI-basierten Lösung Abhilfe schaffen will.

    mehr lesen: Software-as-a-Service für die Fertigung

  • Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

    Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

    Karl Tucholski ist neuer Head of Business Development bei Prime Computer für Deutschland und Österreich.

    mehr lesen: Karl Tucholski ist Head of Business Development bei Prime Computer

  • Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

    Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

    Bitkom-Studie Nachhaltige Industrie durch neue Technologien Deutsche Unternehmen gehen davon aus, dass Industrie 4.0-Technologien zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes beitragen können. Viele Unternehmen haben sich bereits eine Selbstverpflichtung zu Senkung…

    mehr lesen: Nachhaltige Industrie durch neue Technologien

  • Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

    Nach dem Lockdown setzt Erholung ein

    Die Deutsche Wirtschaft erholt sich langsam. Bis das Vorkrisenniveau erreicht wird, könnte es laut Bundeswirtschaftsministerium noch bis 2022 dauern.

    mehr lesen: Nach dem Lockdown setzt Erholung ein