KI-gestützte Verfahren verbessern Molekülforschung

image 12
Bild: ©Kirsten D/peopleimages.com/stock.adobe.com

Die Quantenchemie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Physik und Chemie und konzentriert sich auf molekulare Systeme, d.h. sie beschreibt Moleküle und deren Reaktionsfähigkeit. Die Verwendung von Quantencomputern verspricht hier bei bestimmten Berechnungsproblemen schneller und genauer zu einem Ergebnis zu kommen, etwa bei der Simulation von Molekülreaktionen.

KI unterstützt Quantencomputing

KI-Verfahren eignen sich besonders dann, wenn bei Simulationsprozessen oder Vorhersagen eine präzise mathematische Modellierung schwierig bzw. unmöglich ist, die Erzeugung von Daten aber mit geringem Aufwand durchgeführt werden kann. Hier setzt das Projekt KID-QC^2 (KI-gestütztes Design für skalierbare, effiziente und hoch strukturierte Quantenschaltkreise für Quantenchemie) an. In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Quantenalgorithmik der Universität Augsburg werden die Experten des Fraunhofer IIS den Einsatz von KI-Methoden erforschen, die das Design von Quantenschaltkreisen – also die zeitlichen Abfolgen von elementaren Quantenrechenoperationen – für quantenchemische Berechnungen spezieller Anwendungen und Hardwareplattformen automatisieren und optimieren.

„Durch Prof. Dr. Jakob Kottmann von der Universität Augsburg haben wir im KID-QC^2-Projekt die Möglichkeit, zusammen mit einem Experten auf dem Gebiet der Quantenalgorithmik für chemische Anwendungen zusammenzuarbeiten. So können wir unsere KI-gestützten Werkzeuge zielgerichtet für diese Anwendungen weiterentwickeln. Damit bereiten wir den Weg, um mit dem Einsatz von Quantencomputern beispielsweise Berechnungen genauer durchführen zu können«, sagt Dr. Daniel Scherer, Senior Scientist und Programm-Manager für Quantencomputing am Fraunhofer IIS.

Die Kombination aus KI und Quantenalgorithmik macht es passend

Bisher kamen bei Berechnungen und Simulation dieser quantenchemischen Systeme eine Vielzahl von klassischen Rechenverfahren zum Einsatz. Mit steigender Komplexität und wachsenden Korrelationen der molekularen Systeme stoßen diese Berechnungsverfahren jedoch an ihre Grenzen. Quantencomputern können hier eine Lösung bieten.

Um die Quantenhardware optimal für die Erforschung von chemisch-physikalischen Systemen zu nutzen, sind oft Optimierungsprobleme zu lösen. Beispielsweise kann es bei der Überführung einer Rechenoperationsbeschreibung in eine auf einem Quantenrechner ausführbaren Befehlsreihenfolge zu Problemen kommen, die das Rechenergebnis verfälschen können. Denn aktuell verfügbare Quantencomputer weisen noch Limitierungen auf. Sie lassen den Einsatz von Quantencomputing basierten Berechnungsverfahren für quantenchemische Fragestellungen z.B. für die Reaktionsweise eines Wasserstoffmoleküls in einem chemischen Prozess bisher nicht im großen Maßstab zu. So ist einerseits die Anzahl an zur Verfügung stehenden Qubits begrenzt, zum anderen können aufgrund der fehleranfälligen Quantenhardware nur wenige elementare Quantenrechenoperationen ausgeführt werden. Zwar wurden bereits Lösungsverfahren entwickelt, diese bieten aber aufgrund der zeitaufwändigen und fehlerbehafteten Vorgehensweise oft nicht die optimale Lösung. Zudem können sie nur schwer z.B. an die Charakteristika der jeweiligen Hardware wie Rechenkapazität, Berechnungsabfolge oder Komplexität angepasst werden.



  • IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

    IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

    Mit der Ernennung von Andreas Kempenich zum neuen Geschäftsführer für die DACH-Region will der Business-Software-Anbieter IFS die Dynamik in DACH weiter ausbauen.

    mehr lesen: IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

  • Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

    Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

    Um Unternehmen verbesserte Ortungsanwendungen für industrielle Umgebungen zu ermöglichen, wollen German Edge Cloud und Intranav zukünftig zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

  • Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

    Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

    Die deutschen Maschinenbauer haben ihre Ausfuhren im dritten Quartal um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die höchsten Zuwächse verzeichneten dabei Textilmaschinen, Mikroelektronik und Landtechnik.

    mehr lesen: Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Produktionsplaner verdienen am meisten

    Produktionsplaner verdienen am meisten

    Gehalt, Jobchancen, persönliche Talente: Bei der Wahl des Ausbildungsberufs müssen junge Menschen vieles beachten. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, welche Berufe für junge Fachkräfte am vielversprechendsten…

    mehr lesen: Produktionsplaner verdienen am meisten

  • MGM Technology Partners übernimmt Clientis

    MGM Technology Partners übernimmt Clientis

    MGM Technology Partners übernimmt die Clientis AG aus dem bayerischen Moosburg. Der SAP-Spezialist arbeitet für Großunternehmen sowie Mittelständler u.a. aus dem Maschinenbau und der Bekleidungsindustrie.

    mehr lesen: MGM Technology Partners übernimmt Clientis

  • AIM-Trendbarometer: AutoID auf gutem Weg

    AIM-Trendbarometer: AutoID auf gutem Weg

    85 Prozent der im AIM-D organisierten AutoID-Anbieter haben für das 1. Halbjahr 2021 eine verbesserte oder gleichgebliebene Geschäftsentwicklung ihrer Märkte gegenüber dem vorangegangenen Halbjahr gemeldet. Das hat der Branchenverband AIM-D…

    mehr lesen: AIM-Trendbarometer: AutoID auf gutem Weg

  • Wenn Roboter Batterien recyceln

    Wenn Roboter Batterien recyceln

    Ausgediente Batterien von Elektroautos enthalten Rohstoffe, die weiterhin nutzbar sind. Um sie recyceln zu können, entwickelt ein Forschungsteam vom Zentrum für Digitalisierte Batteriezellenproduktion (ZDB) am Fraunhofer IPA eine Roboterzelle mit…

    mehr lesen: Wenn Roboter Batterien recyceln

  • Eine Organisation für herstellerunabhängige Automatisierung

    Eine Organisation für herstellerunabhängige Automatisierung

    Mit der UniversalAutomation.Org hat eine neue Non-Profit-Organisation ihre Arbeit aufgenommen. Zielsetzung der Organisation ist es, eine herstellerunabhängige Automatisierung zu ermöglichen.

    mehr lesen: Eine Organisation für herstellerunabhängige Automatisierung

  • USA sind Top-Angriffsziel, Deutschland auf Platz 5

    USA sind Top-Angriffsziel, Deutschland auf Platz 5

    Deutschland gehört weltweit zu den Top-5-Zielen, wenn es um Ransomware-Angriffe geht. Dies hat eine Analyse des Verschlüsselungsclouddienstes NordLocker ergeben. Der Großteil der untersuchten Angriffe richtet sich allerdings gegen US-Unternehmen.

    mehr lesen: USA sind Top-Angriffsziel, Deutschland auf Platz 5

  • Etwas weniger Materialmangel in der Industrie

    Etwas weniger Materialmangel in der Industrie

    70,4 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland haben nach Angaben des Ifo Instituts im Oktober über Materialmangel geklagt. Im Vergleich zum Vormonat hat sich dieser Wert leicht verbessert, doch die Unternehmen…

    mehr lesen: Etwas weniger Materialmangel in der Industrie

  • Industrie Informatik ernennt Andreas Brinks zum Head of Consulting

    Industrie Informatik ernennt Andreas Brinks zum Head of Consulting

    Als Head of Consulting ist Andreas Brinks seit Oktober für die Abwicklung von Kundenprojekten verantwortlich.

    mehr lesen: Industrie Informatik ernennt Andreas Brinks zum Head of Consulting