Im Kampf gegen den Klimawandel setzen die Deutschen auf neue Technologien

Bild fuer ITP Simon
Bild: ©Simon/stock.adobe.com

Sieben von zehn Menschen in Deutschland machen sich große Sorgen um künftige Generationen, die mit den Auswirkungen des Klimawandels leben müssen. Dies ist über alle Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen hinweg der Fall, wie eine repräsentative Umfrage der Managementberatung Horváth zeigt. Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung (70 Prozent) befürwortet zudem stärkere Sanktionen für Unternehmen, die sich nicht beim Klimaschutz engagieren. Noch mehr der Befragten wünschen sich stärkere positive Anreize für Unternehmen (82 Prozent). Auch in Bezug auf das eigene Mobilitäts- und Konsumverhalten wünschen sich die Menschen mehr Motivation, etwa in Form konkreter Angaben darüber, inwiefern sich ihre Alltagsentscheidungen positiv auswirken. Als wirklich entscheidend auf dem Weg zur Klimaneutralität schätzt die Bevölkerung neue Technologien ein.

Nachhaltigkeitsmüdigkeit zu beobachten

Sowohl die Überzeugung, dass der Weg zur Klimaneutralität wichtig und unumgänglich ist, als auch die Bereitschaft, persönlich dazu beizutragen, ist der Horváth-Befragung zufolge in der Bevölkerung vorhanden, auch wenn die Studienergebnisse eine gewisse Nachhaltigkeitsmüdigkeit zeigen. „In der gesellschaftlichen Diskussion geht es vielfach um Verzicht, um Einsparungen, um unkonkrete ,Nachhaltigkeitsaktivitäten‘ – und gerade auch in Deutschland: um alles, was nicht funktioniert und um Risiken“, sagt Matthias Deeg, Partner bei der Managementberatung Horváth. Dies trübe den Blick auf das eigentliche Ziel, auf Erfolge und Fortschritte. Die meisten Menschen möchten sich grundsätzlich gern stärker beteiligen, wissen aber oft nicht, wie sie das am effektivsten tun können, und werden nicht ausreichend motiviert. So geben 74 Prozent der Befragten an, dass sie sich deutlich mehr einschränken würden, wenn sie konkret sehen könnten, welche positiven Auswirkungen ihr Handeln in Bezug auf Klima- und Ressourcenschutz hat. In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen sind es sogar 82 Prozent. Bei Geringverdienenden liegt der Anteil der Personen, die diese Aussage treffen, bei zwei Dritteln.

Auch in Bezug auf die Wirtschaft halten die Befragten eine Förderung positiven Handelns für sinnvoller als die Sanktion negativen Handelns. Der Anteil der Befragten, die aktiv klimaschützende Unternehmen stärker belohnen würde, ist deutlich höher als der Anteil derer, die wenig engagierte Firmen bestrafen würde (82 Prozent zu 72 Prozent).

Mit neuen Technologien zu mehr Nachhaltigkeit

Drei Viertel der Bevölkerung zeigen sich in der Befragung überzeugt, dass neue Technologien den entscheidenden Ausschlag geben, wenn es darum geht, die Folgen den Klimawandels abzuwenden beziehungsweise einzudämmen. „Neue Technologien wie Elektrolyse oder die Umwandlung von CO2 in Basischemikalien können Unternehmen und damit die Wirtschaft im so genannten Climate Transition Path enorm voranbringen – aber auch KI hilft uns dabei, beispielsweise durch treffsichere Prognosen und Simulationen“, so Matthias Deeg. Je mehr Positivbeispiele in diesen Bereichen branchenübergreifend, aber auch in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt werden, desto mehr Rückhalt ist Deeg zufolge aus der Bevölkerung zu erwarten. Vorsicht sei bei vermeintlich neuen Technologien geboten, die mit viel Lobbyismus in der Öffentlichkeit gehypt werden, in Wahrheit aber keine sind. Als Beispiel führt Horváth E-Fuels für die Individualmobilität an.

Über die Studie: In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung befragte die Managementberatung Horváth im zweiten Quartal 2024 insgesamt 1.000 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 16 Jahren.



  • Advantech kooperiert mit Orbbec

    Advantech kooperiert mit Orbbec

    Advantech, ein Anbieter von industriellen Edge-AI-Plattformen, gibt die Zusammenarbeit mit Orbbec bekannt, einem Unternehmen im Bereich 3D-Vision-Technologie.

    mehr lesen: Advantech kooperiert mit Orbbec

  • Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Mehr Frauen und Jüngere kommen nach Deutschland

    Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Mehr Frauen und Jüngere kommen nach Deutschland

    Seit der Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) im Jahr 2020 ist der Anteil an Frauen und jüngeren Menschen unter den zu Erwerbszwecken aus Nicht-EU-Staaten Eingewanderten laut einer Studie des Instituts für…

    mehr lesen: Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Mehr Frauen und Jüngere kommen nach Deutschland

  • Inform holt Bernd Heinrichs und Holger Robioneck ins Management

    Inform holt Bernd Heinrichs und Holger Robioneck ins Management

    Inform, ein Spezialist für KI-gestützte Optimierung von Geschäftsprozessen, verstärkt sich mit zwei Managern.

    mehr lesen: Inform holt Bernd Heinrichs und Holger Robioneck ins Management

  • Siemens und ServiceNow kooperieren

    Siemens und ServiceNow kooperieren

    Siemens und ServiceNow haben eine neue Zusammenarbeit auf dem ServiceNow World Forum in München bekannt gegeben.

    mehr lesen: Siemens und ServiceNow kooperieren

  • Ausgaben für Cybersicherheit knacken 10-Milliarden-Euro-Marke

    Ausgaben für Cybersicherheit knacken 10-Milliarden-Euro-Marke

    Angesichts der Bedrohung durch Cyberangriffe investiert Deutschland verstärkt in IT-Sicherheit.

    mehr lesen: Ausgaben für Cybersicherheit knacken 10-Milliarden-Euro-Marke

  • Alexander Fischer wird neuer CFO von AMDT

    Alexander Fischer wird neuer CFO von AMDT

    AMDT (Auvesy-MDT), Anbieter für Versionierungs- und Change-Management in der automatisierten Produktion, hat Alexander Fischer zum Chief Financial Officer (CFO) und Member des Executive Board von AMDT ernannt.

    mehr lesen: Alexander Fischer wird neuer CFO von AMDT

  • Mindbreeze ist KI-Partner von Fabasoft Approve

    Mindbreeze ist KI-Partner von Fabasoft Approve

    Der Softwarehersteller Fabasoft Approve erweitert sein cloudbasiertes Dokumenten- und Qualitätsmanagementsystem (DMS/QMS) Approve um KI-Services von Mindbreeze.

    mehr lesen: Mindbreeze ist KI-Partner von Fabasoft Approve

  • Wirtschaft wünscht sich künstliche Intelligenz aus Deutschland

    Wirtschaft wünscht sich künstliche Intelligenz aus Deutschland

    Deutschlands Unternehmen wünschen sich mehr generative künstliche Intelligenz ‚made in Germany‘.

    mehr lesen: Wirtschaft wünscht sich künstliche Intelligenz aus Deutschland

  • Sicherheit, Effizienz und Nutzerkomfort per Klick verbessern

    Sicherheit, Effizienz und Nutzerkomfort per Klick verbessern

    Computerspiele wie etwa Grand Theft Auto V bestehen aus rund 10 bis 30 Millionen Zeilen Code.

    mehr lesen: Sicherheit, Effizienz und Nutzerkomfort per Klick verbessern

  • Millionen-Investment für UpNano

    Millionen-Investment für UpNano

    UpNano aus Wien gibt den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 7Mio.€ bekannt, die gemeinsam vom AWS Gründungsfonds – einem von der Republik Österreich unterstützten Risikokapitalfonds – Novacapital und IGO…

    mehr lesen: Millionen-Investment für UpNano

  • Im PwC Maschinenbau-Barometer überwiegt der Pessimismus

    Im PwC Maschinenbau-Barometer überwiegt der Pessimismus

    Ob Konjunkturerwartung, Umsatzprognosen oder Kapazitätsauslastung – alle wichtigen Kennzahlen aus aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland zeugen von einer weiteren Negativentwicklung der Branche.

    mehr lesen: Im PwC Maschinenbau-Barometer überwiegt der Pessimismus

  • KI-Markt nähert sich bis 2027 der Billionen-Dollar-Marke

    KI-Markt nähert sich bis 2027 der Billionen-Dollar-Marke

    Der weltweite Markt für Hardware und Software im Bereich künstliche Intelligenz (KI) wird nach Schätzungen der Unternehmensberatung Bain & Company voraussichtlich zwischen 40 und 55 Prozent pro Jahr wachsen und…

    mehr lesen: KI-Markt nähert sich bis 2027 der Billionen-Dollar-Marke