US-Institutionen und -Unternehmen stehen an der Spitze der KI-Forschung und setzen oft globale Trends in der KI-Entwicklung. Die Konzentration von Talenten und Ressourcen in KI-Zentren wie dem Silicon Valley beschleunigt diese Führungsrolle weiter und macht die USA zu einem globalen KI-Powerhouse.

Europa sollte verstärkt in Forschungsinfrastrukturen investieren. Ein Beispiel: Der European Innovation Council (EIC) hat kürzlich ein Budget von über 10 Milliarden Euro bis 2027 zur Unterstützung von Deep-Tech-Forschung in der EU bereitgestellt. Zudem könnte eine engere Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und internationalen Partnern dazu beitragen, die Innovationsfähigkeit Europas zu steigern.

Der Pfad zum Erfolg: ROI im Blick behalten

Wie sieht es aktuell mit Anwendungsfällen für generative KI in Unternehmen aus? Der Generative AI Radar zeigt auf, dass die Mehrheit der europäischen Unternehmen hier noch in der Implementierungsphase ist, nur 6 Prozent ziehen bereits geschäftlichen Nutzen aus ihren Initiativen – in den USA sind dies 16 Prozent.

Für zukunftsfähige Unternehmen in Europa ist der Aufbau eines KI-zentrierten Betriebsmodells entscheidend. Unternehmen, die die Vorteile generativer KI nutzen wollen, sollten ihre Investitionen neu bewerten und sich auf realisierbare Anwendungsfälle mit messbarem Return on Investment fokussieren – klar abgestimmt auf ihre Kerngeschäftsziele und Stärken.

Eine wichtiger Erfolgsfaktor für KI-Projekte sind die KI-Experten im Unternehmen. In Europa besteht eine stärkere Präferenz für die Weiterbildung und Umschulung der eigenen Talente als in den USA. Dies zeigt das Vertrauen und Engagement in Europa, eine solide Grundlage für den Einsatz generativer KI im Unternehmen aufzubauen.

Insgesamt zielt das europäische KI-Modell darauf ab, langfristig Vertrauen und Nachhaltigkeit zu schaffen, während das US-Modell eine schnellere Akzeptanz von KI-Technologien fördert, was kurzfristig zu einem dynamischeren Markt führen könnte. Im Sprint sind die USA überlegen, aber im KI-Marathon hat Europa gute Chancen. Der Erfolg hängt jedoch neben weiteren Investitionen auch davon ab, ob sowohl Staat als auch Privatwirtschaft die Ökosysteme weiter vorantreiben. Zudem müssen Unternehmen den Wertbeitrag von KI erkennen und die Anwendungsfälle mit Blick auf den Datenschutz vorteilhaft nutzen.

Seiten: 1 2



  • Corona bringt Ingenieurarbeitsmarkt ins Wanken

    Corona bringt Ingenieurarbeitsmarkt ins Wanken

    Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Arbeitskräftenachfrage im Ingenieurbereich um 23,7 Prozent zurückgegangen, im Gegenzug stieg die Arbeitslosigkeit in diesem Sektor um 38,6 Prozent an. Das geht aus dem Ingenieurmonitor…

    mehr lesen: Corona bringt Ingenieurarbeitsmarkt ins Wanken

  • IBHsoftec und TeamViewer kooperieren bei Industriesteuerungen

    IBHsoftec und TeamViewer kooperieren bei Industriesteuerungen

    Steuerungsspezialist IBHsoftec und der Anbieter von Fernzugriffslösungen Teamviewer haben eine gemeinsame Lösung vorgestellt. Diese bietet weitreichende Funktionen zur Ferninstallation, Fernüberwachung und zum Fernzugriff auf industrielle Steuerungstechnik.

    mehr lesen: IBHsoftec und TeamViewer kooperieren bei Industriesteuerungen

  • Michael Leonhardt verantwortet den Professional Service bei iTAC

    Michael Leonhardt verantwortet den Professional Service bei iTAC

    Der MES-Hersteller iTAC besetzt den Posten Director Professional Service. Der Manager Michael Leonhardt wird sich künftig um die Service- und Qualitätsorientierung der Dürr-Tochter kümmern.

    mehr lesen: Michael Leonhardt verantwortet den Professional Service bei iTAC

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Nur noch 5,6 Millionen in Kurzarbeit

    Nur noch 5,6 Millionen in Kurzarbeit

    Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit ging im Juli auf 5,6 Millionen zurück, gegenüber 6,7 Millionen im Juni. Doch während immer mehr Händler und Dienstleister aufatmen können, sinken die Zahlen…

    mehr lesen: Nur noch 5,6 Millionen in Kurzarbeit

  • Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

    Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

    Rund 37 Prozent der produzierenden Unternehmen wollen Homeoffice auch nach der Corona-Krise nutzen. Vor Ausbruch der Pandemie waren es nur etwa 25 Prozent der Fertigungsbetriebe, wie eine repräsentative Umfrage des…

    mehr lesen: Auch nach der Pandemie mehr Homeoffice

  • Erwartungen für August steigen deutlich

    Erwartungen für August steigen deutlich

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im August 2020 gegenüber dem Vormonat wieder deutlich an, nachdem sie im Juli leicht zurückgegangen waren. Die Konjunkturerwartungen liegen aktuell bei 71,5 Punkten, also 12,2…

    mehr lesen: Erwartungen für August steigen deutlich

  • Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

    Die internetbasierte Veranstaltung IT meets OT am 08. September 2020 bietet Hintergrundwissen zu den zentralen Aspekten von OT- und IT-Architekturen. Dabei werden Fragen adressiert wie: Warum ist Integrität das Schutzziel…

    mehr lesen: Hintergrundwissen zur OT- und IT-Welt

  • Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric übernimmt Proleit

    Schneider Electric hat den MES-Anbieter Proleit AG erworben. Mit diesem Schritt will der französische Konzern seine Kompetenzen bei der Software-gestützten Automatisierung erweitern.

    mehr lesen: Schneider Electric übernimmt Proleit

  • Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

    Im Juli ist der Bitkom-Ifo-Digitalindex erneut gestiegen — der dritte Anstieg in Folge. Die Bitkom-Branche blickt zudem wieder in die Zukunft. Die Erwartungen an das nächste halbe Jahr liegen wider…

    mehr lesen: Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

  • Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

    Siemens stellt sein Topmanagement um: Roland Busch übernimmt ab Oktober die Verantwortung für das Geschäftsjahr 2021. Auf der Hauptversammlung nächsten Februar löst Busch Topmanager Joe Kaeser als Vorstandsvorsitzenden ab. Digital…

    mehr lesen: Roland Busch folgt auf Joe Kaeser

  • Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

    Die durch Handelsstreitigkeiten und politische Verwerfungen geschwächte Weltkonjunktur wurde durch die Covid-19-Pandemie zusätzlich getroffen. Das zeigt sich auch am deutlichen Orderminus im Maschinen- und Anlagenbau.

    mehr lesen: Weniger Aufträge im ersten Halbjahr