Fakuma 2024 liefert neue Ansätze für die Kunststoffverarbeitung

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Bild: P.E. Schall GmbH & Co. KG

Die Branche der Kunststoffverarbeitung freut sich auf das Herbst-Highlight Fakuma 2024 in Friedrichshafen. Es ist die 29. Auflage dieser internationalen Fachveranstaltung. „Im Vorjahr konnten wir 1.636 aus 40 Ländern in zwölf Hallen begrüßen, ein Auslandsanteil von 38 Prozent, das wird auch in diesem Jahr wieder ähnlich sein“, sagt Annemarie Schur, Fakuma-Projektleiterin beim Messeveranstalter P. E. Schall in Aussicht. „Zwölf Hallen plus die beiden Foyers Ost und West sind belegt.“

Erstmals in diesem Jahr organisieren Messeveranstalter, Ausstellerbeirat und Aussteller zusammen den ’Karriere-Freitag’ (18. Oktober) für Schüler, Studenten und Berufseinsteiger unter dem Motto ’Mold your dreams, mold your future’. Diese Kampagne soll junge Menschen über Karrieremöglichkeiten in der Kunststoffbranche informieren und zugleich Wissen über Kunststoff vermitteln. Zudem gibt es etwas zu gewinnen: Teilnehmer können einen von zwei Gutscheinen für einen 60-minütigen Zeppelinflug für zwei Personen gewinnen. Die Gewinner-Ziehung erfolgt am 18. Oktober um 16 Uhr.

Ein weiterer Programmpunkt in diesem Jahr ist die zweite Auflage des ’Round Table zur Fakuma’ am Dienstag, 15. Oktober 2024 um 16 Uhr. Diesmal ist das Thema der Diskussionsrunde die Digitalisierung in der Kunststoffverarbeitung. Unter der Überschrift ’Digitalisierung – Top oder Flop?‘ wird eine ausgewählte Expertenrunde darüber sprechen, welche digitalen Tools der Kunststoffindustrie bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen weiterhelfen. Die fünf Diskussionsteilnehmer Prof. Dr. Michael Braungart, Gründer und wissenschaftlicher Geschäftsführer von Braungart EPEA, Philipp Lehner, Chief Executive Officer der Alpla Group, Guido Frohnhaus, Geschäftsführer Technik bei Arburg, Prof. Dr. Hans-Josef Endres vom Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik der Leibniz Universität Hannover sowie Prof. Dr. Thomas Seul von der Hochschule Schmalkalden wollen den Stand der Digitalisierung in der Branche bewerten. Die Runde wird beleuchten, welche Möglichkeiten die Digitalisierung in den Bereichen Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel bietet. Der Round Table wird moderiert von Markus Lüling, Chefredakteur K-Profi.

Design for Recycling

Auch bei dem im Sinne der Nachhaltigkeit gesetzten Ziel, Produkte ganzheitlich zu konzipieren und die Wiederverwertung sowie die Abbaubarkeit voranzubringen, wird die Fakuma neue Impulse setzen. Beispielsweise wird das ’Design for Recycling’ in der Produktfertigung zunehmend konkret. Auch der steigende Einsatz zirkulärer Rohstoffe statt fossiler Rohstoffe bildet ein zentrales Thema der Fachmesse. Ideen für Verpackungen, Recycling-Compounds und Metall-Ersatz-Produkte sind daher ebenso Messethema wie Maschinen zum Mahlen und Zerkleinern, Kühlanlagen und energieeffiziente Werkzeugtemperiertechnik, Systeme für die Prozessüberwachung und Datenerfassung sowie Neuheiten aus dem Bereich des industriellen 3D-Drucks.

Neuheiten aus der Spritzgießtechnik

Zudem werden auf der Fachmesse Neuheiten bei der Spritzgießtechnik präsentiert. Hier treiben neben der Vorgabe Effizienzsteigerung auch die Ziele Prozessstabilität, Reproduzierbarkeit und Rüstzeitenminimierung die Entwicklung. Denn am Ende geht es um möglichst niedrige Stückkosten. Kunststoffverarbeiter erreichen dies mit technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie durch Investitionen. Hier halten die Aussteller der Fakuma die aktuell passenden Lösungen bereit.

Im Rahmen der Eröffnungs-Pressekonferenz soll es im Fachvortrag von Prof. Dr. Michael Braungart um das Design-Konzept ’Cradle to Cradle’ gehen. Der Experte möchte Produkte und Produktionsprozesse so entwickeln, dass Verschwendung kein Problem mehr darstellt. Produkte sollen so funktionieren, dass es keinen unnützen Abfall, sondern nur noch nützliche Rohstoffe gibt.

„Wir freuen uns mit allen Ausstellern und Fachbesuchern ganz besonders auf die Fakuma 2024“, sagt Bettina Schall. „Denn sie verspricht viele interessante Ansätze und neue Wege im Bereich Kunststoff, die für Industrie und Gesellschaft wichtig sind.“



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