
Der Engineering-Dienstleister Edag nimmt in Wolfsburg das Zero Prototype Lab in Betrieb. In dem Fahrdynamiksimulationszentrum können Kunden aus aller Welt ihre Fahrzeuge und Funktionen virtuell testen. Das soll den Entwicklungsprozess effizienter und nachhaltiger machen sowie die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen.
Wie die Edag Group mitteilt, können Fahrzeugbewegungen exakt im virtuellen Raum abgebildet werden. Dazu stehen drei Testplattformen zur Forschung und Entwicklung zur Verfügung, die die Bereiche Hardware, Software und Human Machine Interface (HMI) abdecken.
Das Simulationszentrum soll allen Marktteilnehmern weltweit offen stehen, heißt es weiter. Sie können in Wolfsburg Funktionen und ihre Wirkketten wie etwa autonome Fahrfunktionen in Verbindung mit der Fahrsystemfunktion, dem Lenken, Bremsen und Beschleunigen testen. Dies ermöglicht etwa, den Bau von kostenintensiven Prototypen zu reduzieren und die Entwicklungszyklen zu verkürzen. Zudem ist es möglich, virtuell verschiedenen Prüfgeländen und Rennstrecken unter kontrollierten Umweltbedingungen saisonunabhängig fahrdynamische Optimierungen vorzunehmen.
„Mit der Eröffnung des Zero Prototype Labs schlagen wir ein völlig neues Kapitel in der Fahrzeugentwicklung auf. Technologieentwickler und Fahrzeughersteller weltweit können ihren Entwicklungsprozess jetzt neu aufstellen und durch die präzise Simulation deutlich schneller, effizienter und nachhaltiger arbeiten“, erläutert Harald Keller, seit Anfang Juli 2024 CEO der EDAG Group.
Technisch setzt Edag auf den DiM500 Full Spectrum Simulator (DiM500 FSS) des Unternehmens VI-grade, laut Pressemitteilung der größte und leistungsfähigste kabelgesteuerte Simulator für Entwicklung, Racing und Forschung mit Fokus auf Fahrdynamik, Fahrzeugbewegung und Fahrerinteraktion. Mit ihm können Fahrdynamikmanöver mit einem 1:1 ’Motion Cueing’ abgebildet werden. Das bedeutet, dass der Fahrende realistische Bewegungssignale bekommt, in die virtuelle Umgebung eintaucht und ein realistisches Fahrgefühl erleben kann.
Neben einem DiM500 FSS Simulator verfügt das Testzentrum auch über einen Compact Full Spectrum Simulator von VI-grade sowie die Hardware-in-the-Loop-Plattform AutoHawk. Dies ermöglicht die Anbindung der Fahrsimulatoren an bestehende und zukünftige Hardware-in-the-Loop-Prüfstände.






































