Classiq stellt Qmod vor

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Classiq, ein Anbieter von Quantencomputer-Software, stellt mit Qmod (Quantum Modeling Language) die erste High-Level-Programmiersprache für die Quantenprogrammierung vor. Nach erfolgreichen Pilotprojekten mit Partnerunternehmen haben Entwickler, Forscher und Unternehmen weltweit nun Zugriff darauf. Dies soll die Entwicklung von Quantenprogrammen leichter zugänglich und effizienter machen.

Mit Qmod können Quantenalgorithmen auf einer hohen Abstraktionsebene definiert werden, was die fortgeschrittene Quantenmodellierung erleichtert. Wie Classiq mitteilt, unterstützt die Sprache spezifische Konzepte aus dem Quantencomputing neben konventionellen, aus klassischen High-Level-Programmiersprachen bekannten Bausteinen. Mit diesem Ansatz können sich Entwickler auf die Funktionalität ihrer Algorithmen konzentrieren, während der Compiler und die Synthese-Engine von Classiq die Details der Implementierung für die Quanten-Hardware übernimmt.

„Um Mehrwerte zu schaffen und Probleme zu lösen, muss Quantencomputing für Wissenschaftler und Entwickler praktikabel und zugänglich sein. Aktuell ist es das noch nicht,“ sagt Dr. Heather West, Research Manager für Quantencomputing bei IDC. „Im Moment werden Quantencomputer noch auf der Hardware-Ebene programmiert, was den Zugang zu dieser Technologie auf Quantenphysiker und andere Fachexperten beschränkt. Wenn es aber um praktische Anwendungen geht, ist es unumgänglich, die Programmierung auf eine abstrakte Ebene zu bringen. Das ist die Grundvoraussetzung für die breite Nutzung von Quantencomputing und Quantenanwendungen.“

Qmod bietet zudem spezielle Funktionen, die die Quantenprogrammierung auch für Entwickler ohne Quantenexpertise erleichtern. So ist unter anderem die Sprache deklarativ ausgelegt. Anwender können dadurch definieren, was ein bestimmter Algorithmus erzielen soll, und nicht nur, wie er dies erzielen soll. Die Synthese-Engine und der Compiler optimieren den Output entsprechend für Hardware- und andere Restriktionen. Wie Classiq weiter mitteilt, ist der Qmod-Code einfach übersetzbar und kann so auf verschiedener Hardware und Formaten verwendet werden – sei es über den nativen Syntax, Python oder auch als grafische Darstellung. Außerdem ist Qmod für den industriellen und wissenschaftlichen Einsatz gedacht, wodurch robuste und skalierbare Anwendungen entwickelt werden können, die mit komplexen Codes einhergehen.

„Mit Qmod können nicht nur Quantenspezialisten komplexe Programme erstellen, sondern auch Entwickler ohne Expertenwissen im Bereich Quantencomputing sind in der Lage komplizierte Fragestellungen in verschiedensten Branchen anzugehen. Durch die Abstraktion der Komplexität des Quantenprogrammieren können dynamische Quantenanwendungen einfacher erstellt werden – teilweise werden deutlich weniger Zeilen an Code notwendig sein.“ sagt Nir Minerbi, CEO und Mitgründer von Classiq.

Die Classiq-Plattform ermöglicht, dass Quantenalgorithmen, die mit Qmod erstellt wurden, kompiliert werden können und sich damit auf verschiedenen Hardware und Simulationsumgebungen nutzen lassen. Auch die Integration in HPC-Zentren wird dadurch erleichtert.

www.classiq.io