Trends und Themen im Maschinen- und Anlagenbau

Trends
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Der Maschinen- und Anlagenbau steht vor Herausforderungen, die gleichzeitig Chancen zur Neuausrichtung von Prozessen, Geschäftsmodellen und Strukturen bieten. Digitalisierung, Automatisierung und die Entwicklung serviceorientierter Geschäftsmodelle sind auch 2025 die größten Aufgaben der Branche. Andreas Dold, Industry Manager (Schwerpunkt Maschinen- und Anlagenbau) der All for One Group, erklärt, warum diese Transformationstreiber auch 2025 zentrale Themen für den deutschen Mittelstand bleiben und welche Chancen sich dabei eröffnen:

-Digitalisierung: Digitalisierung, Automatisierung und Innovation werden im Maschinen- und Anlagenbau traditionell mit einem starken Fokus auf das Produkt vorangetrieben. Das Potenzial, interne Prozesse zu verbessern oder digitale Services zu entwickeln, wird oft noch unzureichend genutzt – es fehlt eine umfassende Digitalstrategie, die technologische Innovation langfristig unternehmensweit festlegt.

– Servitization: Die digitale Transformation verändert Märkte und Erwartungen von Kunden grundlegend. Der reine Produktverkauf reicht nicht mehr aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Serviceorientierte Geschäftsmodelle, die Produkte mit digitalen Services wie Predictive Maintenance oder Subscription-Modellen verbinden, schaffen langfristige Kundenbindung und erschließen konjunkturunabhängige Umsatzpotenziale.

– Fachkräftemangel: Aufgrund der schwierigen Auftragslage ist die Gewinnung neuer Fachkräfte nicht mehr Top-Thema im Maschinen- und Anlagenbau; vielmehr bleiben Stellen angesichts der Kostenbelastungen unbesetzt. Das kann langfristig zu einem großen Problem werden, da es den Wissenstransfer von alteingesessenen Mitarbeitenden und neuen Kollegen beeinträchtigt. Eine gezielte Digitalstrategie kann hier Abhilfe schaffen, indem Wissen dokumentiert und digitale Tools, einschließlich KI, als Support für Kunden und Mitarbeitende genutzt werden.

– Nachhaltigkeit und Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: 2025 stehen Maschinen- und Anlagenbauer vor zahlreichen gesetzlichen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit. Dazu zählen die EU-Richtlinie CSRD, die von vielen Unternehmen einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht verlangt, sowie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang der Lieferkette vorschreibt. Diese Vorgaben stellen viele Betriebe vor Herausforderungen, insbesondere aufgrund fehlender Daten und Analytics-Lösungen.

– Cybersecurity und Cloud-Migration: Cybersecurity ist heute ein Muss – insbesondere mit dem Inkrafttreten von NIS2. Cybersecurity erfordert jedoch mehr als nur die Einhaltung dieser regulatorischen Vorgaben. Unternehmen müssen sich aktiv mit Themen wie dem richtigen Umgang mit Hackerangriffen oder der Absicherung von IoT-fähigen Maschinen in der Produktion auseinandersetzen. Gerade beim Thema Cloud-Nutzung muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, um die Vorbehalte gegenüber Datensicherheit in der Cloud abzubauen.

– Künstliche Intelligenz: KI ist im Maschinenbau unverzichtbar – um Produkte und digitalen Services, aber auch interne Geschäftsprozesse zu verbessern. Ihr Potenzial, Effizienz und Produktivität signifikant zu steigern, macht sie zu einem zentralen Treiber der Innovation in der Branche.



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