Machine Vision an schnellen Linien: Potenzial der Bildtechnologie nutzen

ImageID ermöglicht die Pulkerfassung von serialisierten Barcodes vor dem Versand oder während des Wareneingangs.
ImageID ermöglicht die Pulkerfassung von serialisierten Barcodes vor dem Versand oder während des Wareneingangs. – Bild: Zetes GmbH

Das Einlesen und Erfassen von Barcodes ist eine allgemein etablierte Technologie, die in fast jedem Lager der Welt angewandt wird. Das Verfahren ist kostengünstig, auf einem gewöhnlichen Gerät einfach auszuführen und sehr präzise. Der Nachteil: Jeder einzelne Barcode muss einzeln erfasst werden. Ein System auf Basis von Machine Vision-Technologie beschleunigt dies und liefert in der Lagerumgebung ein Bild, das potenziell Hunderte von Scans ersetzt. Ohne die Kosten, die die Einführung von RFID mit sich brächte. Man stelle sich eine Palette vor, die mit hunderten Kartons beladen ist. Alle sind einzeln mit einem Barcode gekennzeichnet und müssen einzeln gescannt werden. Machine Vision-Technologie kann alle Barcodes gleichzeitig innerhalb von wenigen Sekunden erfassen und so viel Zeit und Mühe sparen. Sofern jeder Barcode auf einer Palette oder auf einer Sendung gut sichtbar ist. Lieferungen können in das Lager automatisch ein- und ausgecheckt werden. Diese Technologie ist gut für den Warenein- und ausgang geeignet und könnte neue Maßstäbe in der Effizienz und Automatisierung von Lagerprozessen setzen.

ImageID in der Warehouse Execution

Es folgen einige reale Anwendungen in Unternehmen, bei denen ImageID, also eine bildgestützte Objekterkennung, die Lagerprozesse unterstützt:

Automatische Verladekontrolle – Lagerbetriebe setzen oft viele Ressourcen für die Kommissionierung und den Aufbau der Palette ein. Doch was geschieht, wenn die Lieferung am falschen Ort landet, weil an der Verladerampe keine Überprüfung stattgefunden hat? Beim Bierhersteller Budvar überwacht und steuert ImageID das Laden von Paletten und meldet etwaige Fehler. .

Autonome oder automatisierte Versandprüfung – Lager können Waren schneller in Empfang nehmen, wenn ImageID automatisch die Daten des Lieferfahrzeugs prüft, die Richtigkeit der Artikel in einer Sendung bestätigt und bei Fehlern einen Alarm auslöst, um das Lagerpersonal zu warnen. ImageID kann überdies ein Bild vom Zustand der gelieferten Waren zu Qualitätsprüfungszwecken erfassen. Der Reifenhersteller Continental verwendet ImageID für die Kontrolle beim Wareneingang, um die Warenannahme zu automatisieren. Dadurch spart er eine Minute für jede gescannte Palette und steigert die Produktivität um 25 Prozent.

Gleichzeitiges Einlesen vieler Seriennummern – Regulierte Branchen wie die Pharma-, Alkohol- und Luxuslebensmittelindustrie weisen mithilfe der Serialisierung jeder Produkteinheit eine Kennung zu. Das erfüllt Vorschriften zur Produktrückverfolgung, wie die Fälschungsschutzrichtlinie für Arzneimittel der EU (FMD). ImageID prüft diese Güter nicht bei der Kommissionierung, sondern ermöglicht die Pulkerfassung von serialisierten Barcodes vor dem Versand oder während des Wareneingangs. Die Compliance-Berichte werden auf Wunsch direkt an die Regulierungsbehörden übermittelt. Der Pharmavertrieb Tedis verwendet ImageID, um dekommissionierte Produkte gleichzeitig in großen Stückzahlen ohne manuelles Eingreifen einzulesen. Die Anwender können eine beliebige Anzahl von Kartons mit dekommissionierten Medikamenten zur automatischen Überprüfung unter die Kamera stellen.

Qualität im Prozess integriert

Die Nutzung von ImageID ermöglicht eine zusätzliche Qualitätskontrolle, die in alltägliche, manuelle Logistikprozesse integriert werden kann. Fast überall dort, wo Menschen an Lagerprozessen beteiligt sind, um routinemäßige Prüfungen und Abgleiche durchzuführen, ließe sich ImageID anwenden. Sei es bei Prüfungen an Verladerampen, um Fehler zu korrigieren, bei der Kontrolle des Flusses eingeschränkter Waren, um Diebstahl oder Fälschungen zu verhindern oder bei unbeaufsichtigten Zustellprüfungen. Vor diesem Hintergrund wird leicht vorstellbar, welchen Einfluss die Pulkerfassung von Barcodes auf die Prozesslandschaft der Industrie ausüben könnte.



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