EU Data Act in der Praxis: Wie Unternehmen den Connected Worker wirklich befähigen

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Bild: freepik

Der Data Act als Hebel für den Connected Worker

Der EU Data Act ist seit Anfang 2024 in Kraft und gilt ab dem 12. September 2025 in weiten Teilen unmittelbar. Er ist nicht nur ein rechtlicher Wandel, sondern ein Katalysator für den Connected Worker. Maschinen- und Anlagenbetreiber können damit Nutzungs- und Zustandsdaten aus Maschinen, Geräten und digitalen Diensten systematisch für Diagnose, Wartung, Prozessoptimierung, Qualitätssteuerung und neue Serviceangebote einsetzen.

Damit entsteht ein neuer Anspruch an die Praxis: Informationen müssen so vorliegen, dass sie unmittelbar genutzt werden können und den Betrieb spürbar entlasten.

Mehr Daten, mehr Verantwortung

Mit den neuen Möglichkeiten wachsen aber auch die Pflichten. Operativer und strategischer Mehrwert entsteht nur mit einer skalierbaren Dateninfrastruktur, in der Daten kontrolliert und transparent verarbeitet werden. Denn entlang der gesamten Verarbeitungskette müssen Informationssicherheit, Compliance und die Nachvollziehbarkeit sämtlicher Datenoperationen sichergestellt sein. Genau hier liegen die größten Herausforderungen. Wer Daten intelligent nutzen will, braucht vor allem die Fähigkeit, Daten standardisierbar, rechtskonform und wirtschaftlich sinnvoll zu steuern. Ohne geeignete Plattform wird Datennutzung schnell zum operativen Risiko und bleibt schwer beherrschbar.

Intrexx als Brücke von Datenzugang zu Datennutzung

Eine Low-Code-Plattform wie Intrexx kann diesen Systemrahmen bilden. Intrexx begleitet Unternehmen seit über 25 Jahren bei ihrer Digitalisierung und stellt dafür eine in Deutschland entwickelte und gehostete Plattform bereit.

Mit Intrexx lassen sich neue Schnittstellen zu Maschinen zentral integrieren und mit weiteren Datenquellen aus der bestehenden Systemlandschaft verknüpfen. Darauf aufbauend lassen sich mit Low-Code-Bausteinen und KI-Unterstützung genau die Anwendungen und Prozesse entwickeln, die den Arbeitsalltag sinnvoll unterstützen. Damit wird die Plattform zum verbindenden Layer zwischen Maschine, Systemlandschaft und den Teams, die täglich damit arbeiten.

Governance und Kontrolle als Systemprinzip

Informationssicherheit, Governance und regulatorische Anforderungen lassen sich dabei systemseitig umsetzen. Datenflüsse werden standardisiert verwaltet und zentral überwacht. Dadurch lassen sich Informationen gezielt auswerten, übersichtlich visualisieren und automatisch weiterverarbeiten. Änderungen werden in Echtzeit
aktualisiert, protokolliert und versioniert. So entsteht Ordnung im Datenraum, Abläufe werden automatisiert und Spielräume für neue Services, Anwendungen und Industrie 4.0 Szenarien werden nutzbar.

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Bild: Drazen Zigic auf Freepik

Wie Maschinenereignisse Prozesse automatisch anstoßen

Das Prinzip lässt sich an einem einfachen Szenario verdeutlichen. Sendet eine Maschine zum Beispiel eine Alarmmeldung, kann das Ereignis mit passenden ERP- oder WMS-Daten angereichert und in ein individuelles Instandhaltungssystem mit Ereignisübersicht, Aufgabensteuerung und Freigabeworkflows übergeben werden. Die Dokumentation wird direkt im Prozess erfasst und relevante Personen, Abteilungen sowie externe Partner gezielt eingebunden. Ergebnisse und Status fließen anschließend in alle relevanten Systeme zurück.

Fazit

Der Datenraum zwischen OEM, Betreiber und Servicepartner ist das neue Werkstor. Hier entscheidet sich, wer welche Daten zu welchem Zweck nutzen darf. Dafür braucht es einen Systemrahmen, der Anwendungen und Prozesse ermöglicht, die den Betrieb entlasten, statt neue Komplexität zu erzeugen. Genau an diesem Punkt setzt Intrexx an und schafft die Grundlage für eine Industrie, in der Datennutzung strategisch gedacht, operativ umgesetzt und regulatorisch abgesichert ist.

Praxisbeispiel aus der Fertigung: So nutzt Hago Maschinendaten im Alltag

Bei Hago wurden Maschinen-Bordbücher automatisiert, SPS Daten angebunden und Kennzahlen direkt nutzbar gemacht. Das Ergebnis ist messbar.

  • 2,3 Prozent Produktionssteigerung
  • 13 Prozent Qualitätssteigerung
  • Amortisation bereits nach 6 Monaten

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