Kommentar von Frank Zimmermann, Interflex: Zeit für die Cloud

Frank Zimmermann, Leiter Marketing & Produktmanagement bei der Interflex Datensysteme GmbH
Frank Zimmermann, Leiter Marketing & Produktmanagement bei der Interflex Datensysteme GmbH – Bild: Interflex Datensysteme GmbH

Der betriebliche Alltag muss sich stets an neue Anforderungen anpassen. Beispielsweise wird die klassische 40-Stunden-Woche flexibler, sowohl zeitlich als auch räumlich. Für Nachwuchskräfte ist das sogar oft eine Voraussetzung, damit sie sich für ein Unternehmen entscheiden. Um solche Arbeitszeitmodelle möglichst effizient abzubilden, gibt es unterstützende Software für Unternehmen.

Zutrittskontrolle ist auch IT-Schutz. Denn physische Sicherheitssysteme schützen vor unbefugtem Zugriff auf die IT-Infrastruktur.
Zutrittskontrolle ist auch IT-Schutz. Denn physische Sicherheitssysteme schützen vor unbefugtem Zugriff auf die IT-Infrastruktur. – Bild: Interflex Datensysteme GmbH

Zeiterfassung für Einsteiger

Zwar ist die Zeiterfassung inzwischen verbindlich, wie aus den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs von 2019 und des Bundesarbeitsgerichts aus dem Herbst 2022 hervorgeht. Der aktuelle Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums schreibt die elektronische Arbeitszeiterfassung vor. Doch einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom vom April 2023 zufolge, verfügt mehr als ein Drittel der Unternehmen aktuell nicht über ein Zeiterfassungssystem. Planen Unternehmen den Einsatz, sollten sie vor der Einführung abwägen, ob sie eine On-Premise- oder eine Cloud-Installation bevorzugen. Ein cloud-basiertes Zeiterfassungssystem lässt sich relativ einfach realisieren. Es ist skalierbar und für IT-Abteilungen oft eine bequeme Alternative, weil keine lokale Installation der Anwendung erforderlich ist. Die Belegschaft kann die Arbeitszeiten per Webbrowser oder App, über Smartphone, Tablet oder PC erfassen und abrufen. Bei der Auswahl sollten Verantwortliche zudem darauf achten, dass sensible Daten der Beschäftigten verlässlich und datenschutzkonform dokumentiert und gespeichert werden.

Zutrittskontrolle ist auch IT-Schutz

Auch bei der Zutrittskontrolle geht es um IT-Sicherheit. Zusätzlich zu Firewalls und Verschlüsselungen sichern Systeme für die Zutrittskontrolle IT-Infrastrukturen physisch ab. Unternehmen können festlegen, wer zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort innerhalb eines Gebäudes oder eines IT-Areals Zutritt hat. Doch auch das Zutrittsmanagement selbst sollte geschützt werden, da es ein potenzielles Angriffsziel für Cyberkriminelle darstellt. Ein in der Cloud betriebenes Zutrittskontrollsystem bietet mehr Sicherheit, weil die Software immer auf dem aktuellen Stand ist. Da Daten auch immer die Gefahr eines missbräuchlichen Zugriffs enthalten, ist es entscheidend, Informationskanäle zu verschlüsseln sowie die Zutrittsrechte zentral zu verwalten. Ein proaktives Monitoring im Zusammenspiel mit vorgehaltenen Referenzsystemen sowie ein integriertes Daten-Backup sollten ebenso zu den Überlegungen gehören. Die Zutrittkontrolle in der Cloud bietet zudem die Möglichkeit, schneller auf Veränderungen zu reagieren. Ist das System modular aufgebaut, kann es beispielsweise um Funktionen erweitert werden.

Gegenüber einer On-Premise-Lösung hat die Cloud den Effekt, dass Ressourcen entlastet und personelle Kapazitäten frei werden. Denn die Zutrittskontrolle erfordert eine intensive Überwachung, Betreuung und Wartung der Software. Diese werden vom Cloudanbieter übernommen und umfassen etwa die Administration, den Service (Updates, Restore, Back-up, Monitoring, Datenschutz und Optimierung der Verfügbarkeit) und die Bereitstellung (Rechenzentrum, Infrastruktur, Betriebssystem, Datenbank, Server, Speicher, Firewalls und die Applikation). Investitionen in Hardware oder Wartung entfallen somit.

Sicherer Arbeitsalltag

Ein Cloud-System vereinfacht die Zusammenarbeit mit anderen Tools und gestaltet Prozesse transparenter. Denn die Verwaltung von unterschiedlichen Einzellösungen gestaltet sich oft aufwändig und wächst mit steigenden Sicherheitsanforderungen exponentiell.

Cloud-basierte Zutrittskontrolle und Zeiterfassung bieten die Möglichkeit, neuen Anforderungen nachzukommen und Datendiebstahl sowie Sabotage zu unterbinden – und Verantwortliche behalten den Überblick.



  • Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

    In jedem dritten Unternehmen (28 Prozent) gab es im letzten Jahr mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall. Das sind 2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Meist handelte es sich dabei…

    mehr lesen: Unternehmen sollten mehr auf Sicherheitsexperten setzen

  • Schwachstellen priorisieren und beheben

    Schwachstellen priorisieren und beheben

    Mit der Vulnerability Mitigation App (VMA) stellt Tufin eine Applikation zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglicht, Bedrohungen zu priorisieren und auf diese Weise eine effektive Fehlerbehebung und automatisierte Risikominderung zu…

    mehr lesen: Schwachstellen priorisieren und beheben

  • Emotet ist zurück

    Emotet ist zurück

    Bereits im Februar 2020 berichteten wir von einem Cyberangriff mit dem Trojaner Emotet auf das Berliner Kammergericht. Mehr als 160 Tage nach der letzten bekannten Verbreitung der Schadsoftware konnten Sicherheitsforscher…

    mehr lesen: Emotet ist zurück

  • Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

    Das Internet der Dinge setzt sich in großem Stil durch, weil die potenziellen Vorteile immens sind. Ob es sich um Gebäude- und Straßenlichtsensoren, Überwachungskameras, IP-Telefone, Point-of-Sale-Systeme, Konferenzraumtechnik und vieles mehr…

    mehr lesen: Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus

  • Simulation Day in München

    Simulation Day in München

    Welche Am 24. September 2020 lädt Machineering Interessenten zum 4. Simulation Day nach München ein. Vor Ort lernen die Teilnehmer die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der Simulationssoftware industrialPhysics kennen.

    mehr lesen: Simulation Day in München

  • Mait übernimmt IT-On.Net Süd

    Mait übernimmt IT-On.Net Süd

    Die Mait-Gruppe übernimmt das baden-württembergische IT-Systemhaus IT-On.NET Süd. Mit dem Erwerb will die Unternehmensgruppe ihr IT-Geschäftsfeld ausbauen.

    mehr lesen: Mait übernimmt IT-On.Net Süd

  • IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

    IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

    Nach dem durch die Corona-Krise verursachten Rückgang im April, entwickelt sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer weiterhin positiv. Im Juli legte der Frühindikator 3,1 Punkte zu.

    mehr lesen: IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

  • EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

    EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

    Software- und Digitalisierungs-Hub EDAG baut Standort in Ingolstadt aus Der EDAG-Standort Ingolstadt soll zum ganzheitlichen Entwicklungszentrum und zu einem Software- und Digitalisierungs-Hub ausgebaut werden. Dazu wird der Standort auf über…

    mehr lesen: EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

  • Die Stimmung bessert sich

    Die Stimmung bessert sich

    Zum dritten Mal in Folge ist der Ifo-Geschäftsklimaindex gestiegen: Nach 86,3 Punkten im Juni auf 90,5 Punkte im Juli.

    mehr lesen: Die Stimmung bessert sich

  • Energieeffizient lernen

    Energieeffizient lernen

    Ein Forschungsteam an der Technischen Universität Graz hat die KI-Lernmethode E-prop entwickelt, mit der Hardware-Implementierungen von künstlicher Intelligenz energieeffizienter gestaltet werden können.

    mehr lesen: Energieeffizient lernen

  • Positive Aussichten für die SPS 2020

    Positive Aussichten für die SPS 2020

    Die Bayerische Staatsregierung hat das Schutz- und Hygienekonzept für Messen in Bayern verabschiedet. Somit soll die SPS 2020 zum geplanten Zeitpunkt vom 24. bis 26. Oktober in Nürnberg stattfinden, wie…

    mehr lesen: Positive Aussichten für die SPS 2020

  • Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

    Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

    Laut einer Studie von Deloitte, sieht die große Mehrheit der in Deutschland befragten KI-Experten, die Technologie als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das eigene Unternehmen.

    mehr lesen: Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz