Rotkäppchen-Mumm setzt auf Tenable OT Security

A conveyor with champagne bottles at a sparkling wine factory. Wine production on an industrial scale. Selective focus
Bild: ©Dmitry/stock.adobe.com

Der Schutz der Produktivsysteme vor externen Angriffen nimmt bei Rotkäppchen-Mumm von Beginn an einen hohen Stellenwert ein. Mit der NIS-2, die ursprünglich bereits im Oktober 2024 umgesetzt werden sollte und deren Allgefahrenansatz klar die Operational Technology (OT) einschließt, hat das Thema aber ein neues Maß an Brisanz erhalten: „Als Hersteller von Nahrungsmitteln und Roh-Alkohol sind wir gleich doppelt von der NIS-2 betroffen. Um der risikobasierten Ausrichtung der Richtlinie gerecht zu werden, entschieden wir uns, im ersten Schritt die unternehmensweite Schwachstellen-Analyse in den Fokus zu rücken – und evaluierten die auf dem Markt verfügbaren Produkte“, erklärt CISO Max Gutberlet. „Dabei suchten wir eine zuverlässige, skalierbare und ganzheitliche Plattform, die Schwachstellen nicht nur identifizieren, sondern auch fundiert nach ihrem Business Impact priorisieren sollte.“

Detaillierte Inventarisierung im ersten Anlauf

Im ersten Proof-of-Concept evaluierte Rotkäppchen-Mumm zunächst eine Reihe nativer OT-Security-Anbieter. Weil sich deren auf passives Scanning von OT-Netzwerken ausgelegte Systeme aber bereits bei der Inventarisierung schwer taten, wurde kurzfristig Tenable eingeladen und setzte die Teststellung binnen zwei Wochen am Standort Nordhausen auf Anhieb um. Das Werk betreibt den breitesten Maschinenpark aller Standorte und hat neben Hightech-Anlagen auch Legacy-Systeme aus den 1980er-Jahren im Einsatz. Tenable OT Security lieferte bereits nach kurzer Feinjustierung ein detailliertes Inventar. Dieses enthielt neben der Liste der Systeme viele Detailinformationen zur Software, den Versionen und den Schwachstellen des Equipments und legte damit ein robustes Fundament für die Absicherung der Umgebung.

„Als wir die ersten Ergebnisse der Tenable Analyse erhielten, sahen wir sofort, dass die Lösung eine um ein Vielfaches höhere Informationsmenge lieferte als die vorher getesteten Systeme“, so Max Gutberlet. „Es war faszinierend, was wir schon in dieser frühen Phase an Informationen aus dem System extrahieren konnten.“

Weitere Standorte angebunden

Rotkäppchen-Mumm entschied sich, den Proof-of-Concept zeitnah in den Echtbetrieb zu überführen und zog den langjährigen Tenable Partner WBS hinzu, um den Rollout zu begleiten. Die Leipziger Netzwerk- und Security-Experten entwickelten anschließend in enger Zusammenarbeit mit Rotkäppchen-Mumm und Tenable ein detailliertes Deployment-Konzept. Maik Oettler, Technical Sales Manager bei WBS IT-Service, erinnert sich: „Insgesamt galt es, eine Vielzahl von Sensoren sowie mehrere hundert Assets zu implementieren. Besonders spannend war dabei der Einsatz von Sensorik mit 10-GBit-Interfaces – eine Herausforderung, für die wir gemeinsam mit dem Kunden eine passende Lösung finden konnten.“ Mit den Automatisierungsfeatures der Tenable OT Security ließ sich die Umsetzung anschließend zügig realisieren. So konnte Rotkäppchen-Mumm innerhalb weniger Monate alle deutschen Standorte – und mit der Prosecco-Manufaktur Ruggeri die erste internationale Produktionsstätte – anbinden. Flankierend dazu unterstützte WBS das Team von Rotkäppchen-Mumm bei der kaufmännischen Projektabwicklung und der vergleichsweise komplexen Lizenzierung.

Einsatz in der Praxis

Der Nutzen von Tenable OT Security zeigte sich etwa als Rotkäppchen-Mumm in Freyburg eine fabrikneue Dosieranlage für Chemikalien in Betrieb nahm. Obwohl das System frisch vom Hersteller geliefert worden war, schlug Tenable OT Security bereits während der Erstinstallation Alarm – mit kritischen Warnmeldungen an den CISO und den OT-Verantwortlichen. Ein kurzer Check belegte, dass ein Teil der Steuersysteme massive Sicherheitslücken aufwies, für die seit Jahren Patches verfügbar sind. Die Schwachstellen konnten durch das Aufspielen aller erforderlichen Updates behoben werden. Ohne Tenable OT Security wäre die Produktionsumgebung aber unweigerlich angreifbar geworden.

Positive Projektbilanz

Die erste Bilanz von Max Gutberlet fällt positiv aus: „Als Mittelständler mit einer hochkomplexen IT, aber äußerst begrenzten Personalressourcen, achten wir bei der Auswahl unserer Systeme akribisch auf einen hohen Grad an Automatisierung und Autarkie. Die Systeme müssen zuverlässig für sich selbst laufen, ohne dass wir täglich manuell eingreifen müssen. Und genau das hat Tenable OT Security geschafft.“



  • Bain analysiert den Markt für generative KI

    Bain analysiert den Markt für generative KI

    Auch abseits der großen KI-Modelle tut sich viel auf dem Markt für generative künstliche Intelligenz. Was? Das hat die Unternehmensberatung Bain & Company untersucht und Anbieter unter die Lupe genommen.

    mehr lesen: Bain analysiert den Markt für generative KI

  • So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

    So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

    Im Jahr 2023 wurden wieder mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dennoch hat der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen ein Rekordhoch erreicht.

    mehr lesen: So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

  • Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

    Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

    Ein ressourcenschonender Betrieb von Teilchenbeschleunigern und anderen Großanlagen ist Ziel des EU-Forschungsprojekts Research Facility 2.0 (RF 2.0). Seit Jahresbeginn arbeiten zehn europäische Projektpartner, koordiniert vom Karlsruher Instituts für Technologie (KIT),…

    mehr lesen: Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

  • Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

    Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

    Mit der Gründung eines Digital Twin Center of Excellence (CoE) wollen Altair und L&T Technology Services gemeinsamen Kunden in den Bereichen Mobilität, Hightech und Nachhaltigkeit weltweit Technologien für digitale Zwillinge…

    mehr lesen: Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

  • Jährlicher Wertschöpfungsverlust von 13 Milliarden Euro

    Jährlicher Wertschöpfungsverlust von 13 Milliarden Euro

    Im ersten Quartal 2024 ist die Gesamtzahl an offenen Stellen in Ingenieurberufen im Vorjahresvergleich um 15,6% auf 148.000 gesunken, bleibt aber weiterhin auf hohem Niveau.

    mehr lesen: Jährlicher Wertschöpfungsverlust von 13 Milliarden Euro

  • AMDT ernennt Eva Wittka zur neuen COO des Executive Board

    AMDT ernennt Eva Wittka zur neuen COO des Executive Board

    Eva Wittka bringt ihre Erfahrungen aus verschiedenen Führungspositionen in den Bereichen IT und SaaS zukünftig als neue Chief Operating Officer (COO) bei AMDT ein.

    mehr lesen: AMDT ernennt Eva Wittka zur neuen COO des Executive Board

  • Classiq stellt Qmod vor

    Classiq stellt Qmod vor

    Als High-Level-Programmiersprache bietet Qmod Hardware-agnostische Modellierungsmethoden für die Quantenprogrammierung in Forschung und Industrie.

    mehr lesen: Classiq stellt Qmod vor

  • Swap-IT: Eine hochflexible Produktionsarchitektur für unterschiedliche Branchen

    Swap-IT: Eine hochflexible Produktionsarchitektur für unterschiedliche Branchen

    Produzierende Unternehmen müssen heute mit vielschichtigen Herausforderungen umgehen. Dazu gehören unter anderem Stückzahlbandbreiten von der Losgröße 1 bis zu größeren Serien und nicht zuletzt der Umgang mit Verzögerungen und Ausfällen…

    mehr lesen: Swap-IT: Eine hochflexible Produktionsarchitektur für unterschiedliche Branchen

  • Unternehmen halten am Homeoffice fest

    Unternehmen halten am Homeoffice fest

    Durch die Corona-Pandemie haben sich Homeoffice-Modelle in deutschen Unternehmen etabliert. Und wie eine ZEW-Studie zeigt, erwarten Firmen sogar einen weiteren Anstieg des Angebots.

    mehr lesen: Unternehmen halten am Homeoffice fest

  • Siemens erweitert Vorstand

    Siemens erweitert Vorstand

    Siemens hat Personalentscheidungen auf Vorstandsebene verkündet und den Vorstand des Konzern von fünf auf sieben Vorstandsmitglieder erweitert.

    mehr lesen: Siemens erweitert Vorstand

  • Wie die Deutschen mit KI-Bots sprechen

    Wie die Deutschen mit KI-Bots sprechen

    Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Deutschen hat schon einmal einen KI-Chatbot verwendet – und pflegt dabei unterschiedliche Umgangsformen.

    mehr lesen: Wie die Deutschen mit KI-Bots sprechen

  • GBO Datacomp lädt ein zu ’We move it’

    GBO Datacomp lädt ein zu ’We move it’

    Am 25. September lädt der MES-Spezialist GBO Datacomb ins Sacher Hotel Wien zur Veranstaltung ’We move it’ ein. Das Thema: Digitalisierung in der Produktion.

    mehr lesen: GBO Datacomp lädt ein zu ’We move it’