LED-Informationssystem bei Agrana: Mehr Orientierung in der Anlieferzone

Microsyst Bioraffinereie Staerke in 20250317111846
Bild: MicroSyst Systemelectronic GmbH

Agrana – ein österreichisches Unternehmen mit weltweit 53 Standorten und 9.000 Mitarbeitern – veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu industriellen Produkten. Die Anlieferung der Rohstoffe in der Agrana-Bioraffinerie Pischelsdorf muss selbst bei hohem Aufkommen reibungslos funktionieren. Das Unternehmen setzt in der Anlieferzone ein LED-Informationssystem von Microsyst ein. Integriert in das bereits vorhandene Prozessleitsystem bietet es Orientierung, effiziente Logistik und Sicherheit rund um die Entladespuren.

Die LED-Anzeigen sorgen für Orientierung bei der Anlieferung.
Die LED-Anzeigen sorgen für Orientierung bei der Anlieferung. – Bild: MicroSyst Systemelectronic GmbH

Effizienz bei der Anlieferung

Die Bioraffinerie in Pischelsdorf produziert hochwertige Lebens- und Futtermittel sowie Produkte für die technische Industrie. Pro Jahr entstehen im Werk so mehr als 100.000 Tonnen Weizenstärke, 23.500 Tonnen Weizenprotein, 240.000 m³ Bioethanol, 120.000 Tonnen biogenes CO2 sowie 190.000 Tonnen proteinreiches Futtermittel und 55.000 Tonnen Kleie. Durch eine enge Kopplung der Weizenstärkeanlage mit der Bioethanolanlage kann Agrana den Rohstoff Getreide mit nahezu 100 Prozent Ausbeute besonders effizient verwerten. Effizienz trieb auch die werksinterne Instandhaltungs- und Messtechnikgruppe um: Wie konnte die hohe Frequenz an Anlieferungen per LKW und Schiene bestmöglich gelenkt werden?

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Bild: MicroSyst Systemelectronic GmbH

Flexible Spurzuteilung bei hoher Lieferfrequenz

Klare Orientierung und intuitive Führung standen ganz oben im Lastenheft. Denn ein Lkw in der falschen Entladespur wäre ein logistisches Szenario, das viel Zeit kostet – für die Bioraffinerie ebenso wie den Lieferanten. Die Anlieferung von Weizen oder Mais in die Bioraffinerie erfolgt per LKW und Bahn. Jede Rohstofflieferung muss einzeln in einem Labor auf Qualität und Verunreinigungen geprüft werden. Die vor allem während der Ernte-Peaks große Anlieferfrequenz ergab die Notwendigkeit, eine automatisierte Lenkung des Ablaufes zu implementieren. „Das LED-Informationssystem für die Kraftfahrer war ein, wenn nicht gar der wesentliche Teil“, erklärt Felix Hutter, werksinterne Instandhaltungsabteilung der Bioraffinerie Pischelsdorf. Eine flexible Spurzuteilung sollte im Fall von Störungen oder Verzug auch händisch durch das Rohstoff-Annahmepersonal gesteuert oder angepasst werden können. Die Anlieferzone im Freien verlangte außerdem nach einem witterungstauglichen System. Dieses sollte in das bereits vorhandene Prozessleitsystem eingebunden werden.

Entladespur mit LED-Anzeige

Die visuelle Darstellung lösten Contra und Microsyst in enger Abstimmung mit dem Anwenderunternehmen über je eine zeilenorientierte LED-Anzeige pro Entladespur. Mit einer aktiven Displayfläche von 768×256mm und nur 80mm Gehäusetiefe zeigt sich der Platzbedarf für die Montage gering. Für Orientierung sorgen Ziffern, Buchstaben sowie eine Vielzahl individueller Grafiken und Informationstexte, die nach Bedarf dargestellt werden. Neben Unicode-Zeichensätzen sind auch frei definierbare Sonderzeichen und Grafiken möglich. Kontrast, Leuchtstärke und Helligkeit der LEDs regeln sich selbstständig je nach Sonneneinstrahlung und Witterung – das unterstützt eine gleichbleibend hohe Ablesequalität. Gehäuse und Technik trotzen dem Einsatz im Außenbereich ebenso wie der anfallenden Staubbelastung beim Abladen des Getreides. Die Integrierung des LED-Informationssystems in das Prozessleitsystem der Bioraffinerie erfolgt über Profibus DP – die vorgefertigten Visualisierungsinhalte werden mit 2Byte über die Schnittstelle angesteuert. Via Ethernet TCP/IP-Anbindung lässt sich die Konfiguration jederzeit erweitern oder verändern.



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