Was sind besonders wichtige Einrichtungen?

Auf Basis der obigen Ausführungen und der Ausführungen aus dem ersten Teil sind verschiedene Unterstützungsprozesse von diesen beiden Paragrafen betroffen:

  • Beschaffung
  • Schwachstellenmanagement
  • Dienstleistersteuerung
  • Betrieb
  • Business Continuity Management
  • Risikoanalyse

Das Schwachstellenmanagement sollte nun auch die Entwicklungspläne der Hersteller einbeziehen und die Reaktionszeiten bewerten. Eine enge Kommunikation sowohl mit dem Hersteller als auch mit den zuständigen Behörden ist essenziell, um auf Sicherheitsrisiken schnell reagieren zu können.

Die Dienstleistersteuerung sollte nicht nur die Kritikalität der Dienstleister bewerten, das heißt, den Einfluss des Dienstleisters auf die kritische Dienstleistung, sondern auch regelmäßig alle relevanten Behörden abfragen, um sicherzustellen, dass Informationen zur Vertrauenswürdigkeit des Herstellers aktuell bleiben. Darüber hinaus gilt es zu prüfen, ob und in welchem Maße die Garantieerklärungen nicht eingehalten werden konnten. Unter Berücksichtigung der weiteren Anforderungen des § 30 BSIG_neu muss diese Betrachtung entlang der gesamten Lieferkette ausgeweitet werden. Dienstleister sind entsprechend zu verpflichten, diese Kriterien zu erfüllen.

Der Betrieb sollte Konzepte produktoffen planen, um das Risiko eines sogenannten Vendor-Lock-Ins zu minimieren. Angesichts der potenziellen Auswirkungen neuer regulatorischer Vorgaben ist es wichtig, Migrationskonzepte im Voraus zu erstellen und zu erproben, sodass im Ernstfall nicht unnötig viel Zeit verstreicht und betroffene Komponenten zu weitreichenden Schäden führen. Grundsätzlich ist für solche Migrationen ein gewisses Budget zurückzuhalten, insbesondere wenn die Gesetzesanforderungen streng ausgelegt werden.

Die Zusammenarbeit mit den Behörden (BSI und BMI) hat sich in der Vergangenheit oft als produktiv und lösungsorientiert erwiesen. Der regelmäßige Austausch und die enge Abstimmung mit den zuständigen Sektorbetreuern sind daher sehr empfehlenswert, um frühzeitig praktikable Ansätze zur Erfüllung der neuen Anforderungen zu entwickeln und umzusetzen. Diese Zusammenarbeit kann auch dazu genutzt werden, um der oben genannten Anpassungen der Risikoanalyse entsprechende Bewertungsgrundlagen hinzuzufügen. Frühzeitige, valide und umfassende Bewertungen können durch das BSI erstellt und im Kontext herangezogen werden.

Seiten: 1 2



  • Ein Tag ohne Internet und alles steht still

    Ein Tag ohne Internet und alles steht still

    Laut einer Untersuchung des Bitkom ist die deutsche Wirtschaft schlecht auf hybride Bedrohungen wie Stromausfälle, Sabotage oder durch Ransomware lahmgelegte Fabriken vorbereitet.

    mehr lesen: Ein Tag ohne Internet und alles steht still

  • Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

    Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

    Artschwager + Kohl Software ist seit Januar 2026 Teil der Heitec-Gruppe.

    mehr lesen: Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

  • Lantek expandiert nach Kanada

    Lantek expandiert nach Kanada

    Lantek, Anbieter von Software für die metallverarbeitende Industrie, gibt die Eröffnung einer Niederlassung in Kanada als Teil seiner Wachstumsstrategie in Nordamerika bekannt.

    mehr lesen: Lantek expandiert nach Kanada

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

    All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

    Die All for One Group, ein IT-, Consulting- und Service-Provider aus Filderstadt, beteiligt sich an dem österreichischen Cybersecurity-Spezialisten BrightFlare.

    mehr lesen: All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

  • Humation nimmt humanzentrierte Automation in den Fokus

    Humation nimmt humanzentrierte Automation in den Fokus

    Wie lassen sich Menschen und Maschinen so zusammenbringen, dass beide voneinander profitieren?

    mehr lesen: Humation nimmt humanzentrierte Automation in den Fokus

  • Webinar: Smart Maintenance mit KI

    Webinar: Smart Maintenance mit KI

    Am 20. Mai 2026 um 14.00 Uhr steht im IT&Production -TechTalk das Thema Smart Maintenance mit KI im Mittelpunkt.

    mehr lesen: Webinar: Smart Maintenance mit KI

  • Rethink! IAM beleuchtet Cybersicherheit

    Rethink! IAM beleuchtet Cybersicherheit

    In einer komplexen Welt, in der alle überall und jederzeit verbunden sind, gilt intelligentes und transparentes Identity & Access Management (IAM) als ein wirksames Mittel zum Schutz der Unternehmens- und…

    mehr lesen: Rethink! IAM beleuchtet Cybersicherheit

  • Cyber Resilience Act startet mit Meldepflichten

    Cyber Resilience Act startet mit Meldepflichten

    Der Cyber Resilience Act (CRA) hat ab 2026 erstmals unmittelbare Auswirkungen, auf die sich die Hersteller digitaler Geräte, Maschinen und Anlagen mit Internetverbindung einstellen müssen.

    mehr lesen: Cyber Resilience Act startet mit Meldepflichten

  • Cyberagentur richtet Strategie neu aus

    Cyberagentur richtet Strategie neu aus

    Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur) hat ihre Strategie für die Jahre 2026 bis 2030 vorgestellt.

    mehr lesen: Cyberagentur richtet Strategie neu aus

  • Landesgraduiertenzentrum ConnAIx für Angewandte KI gegründet

    Landesgraduiertenzentrum ConnAIx für Angewandte KI gegründet

    Junge Forschungstalente im Bereich künstlicher Intelligenz (KI) ausbilden und Forschungsergebnisse schneller in die Wirtschaft übertragen – das ist das Ziel eines gemeinsamen Zentrums für angewandte Künstliche Intelligenz des Karlsruher Instituts…

    mehr lesen: Landesgraduiertenzentrum ConnAIx für Angewandte KI gegründet

  • TUM fertigt eigenen KI-Chip

    TUM fertigt eigenen KI-Chip

    Die TUM hat den ersten KI-Chip mit 7-Nanometer-Technologie in der EU entwickelt. Der Chip verarbeitet Daten lokal, schützt Privatsphäre und stärkt die technologische Unabhängigkeit Europas.

    mehr lesen: TUM fertigt eigenen KI-Chip