Asset Management auf drei Säulen

Asset Scanner MALM
Bild: Consulting4IT GmbH

In den Lagern vieler Unternehmen finden sich zahlreiche vergessene Assets. Zwar sollten sie in den IT-System gelistet sein, tauchen aber doch nirgends auf. Oder sie sind laut Software ganz woanders verortet. Werden sie dann gesucht und nicht gefunden, ist die Ratlosigkeit oft groß. Im Zweifelsfall wird das Benötigte einfach neu bestellt, und das Totkapital wächst.

Assets in der neuen Arbeitswelt

Aber wie kann es sein, dass Laptops oder andere Arbeitsgeräte einfach im Off verschwinden und im schlimmsten Fall ungenutzt bleiben? In der modernen Arbeitswelt sind Assets nicht mehr so statisch wie früher. Sie wechseln Plätze und Besitzer: Heute im Homeoffice, morgen im Flex-Office und übermorgen ‚Workation‘.

Nachvollziehbar, dass die neuen, flexiblen Arbeitsweisen eine nicht unerhebliche Herausforderung für das Asset Management darstellen. Denn, die fliegenden Wechsel von Geräten und Arbeitsmitteln stets im Auge zu behalten und auch noch korrekt zu erfassen, ist für Field Manager nicht gerade einfach.

Kostenfalle Totkapital

Als totes Kapital verursachen diese Assets indirekt Kosten, die einem Unternehmen teuer zu stehen kommen können. Geräte verstauben im Lager und neue Geräte werden angeschafft, weil niemand weiß, dass das Benötigte schon da ist. Bei unzureichender Datenpflege und -aktualisierung stößt dann auch die Asset-Management-Software an ihre Grenzen. Werden im Rahmen einer Inventur doch noch Assets gefunden, müssen diese erst manuell eingebucht und Verschwundenes ausgebucht werden. Das Problem behoben ist damit jedoch immer noch nicht.

Prozess vor Software

Doch wie können Firmen dieses Problem angehen? Der erste Schritt ist ein passender Prozess: Verfügen Unternehmen über keinen solchen Prozess für ihr Asset Management, bringt die beste Software nichts. Ein Asset-Management-Prozess sollte, in aller Kürze, folgende Punkte abdecken: Anlieferung (Einbuchung), Standortänderung oder Besitzerwechsel (Umbuchung), Ausmusterung (Ausbuchung). Der Idealzustand: Verantwortliche und Mitarbeiter sind sich der Wichtigkeit des Asset Managements bewusst und halten sich an vorgegebene Regelungen.

Hilfsmittel Scanner

IT-Assets sind Hardware-Produkte. Diese können, wie etwa Waren im Supermarkt, gescannt werden. So werden Gerätenummern erfasst und die zugehörigen Assets in das System übertragen. Direkt bei der Anlieferung neuer Geräte könnten diese dann auch mit der Soll-Liste des Lieferanten abgeglichen werden. So lassen sich auch Fehllieferungen identifizieren und reklamieren.

Laufende Inventur

Was aber, wenn Umbuchungen nötig sind? Hier kann die sogenannte ‚laufende Inventur‘ helfen. Ist der Fieldservice etwa im Gebäude unterwegs, kann dieser auch die Geräte im Raum scannen. Alternativ kann dies auch zu regelmäßigen Stichtagen erfolgen.

Noch einfacher ist es, wenn Büros und Lager ebenfalls mit einer Barcode-Beschilderung versehen sind. Beim Eintreten in den jeweiligen Raum kann dieser gescannt und im mobilen Asset Management aufgerufen werden. Durch Abscannen der vorhandenen Geräte wird anschließend geprüft, ob der Bestand im Raum aktuell ist oder etwas umgebucht werden muss. Großinventuren mit aufwändig zu behebenden Fehlbeständen sind damit passé.

Es entsteht ein Asset-Lifecycle, der von Anfang bis Ende korrekt begleitet werden kann. Ist dieser zu Ende und ein Gerät muss ausgemustert werden, wird es ein letztes Mal gescannt, ausgebucht und dann ordnungsgemäß entsorgt.



  • KI-basierte Datenverarbeitung im autonomen Fahrzeug

    KI-basierte Datenverarbeitung im autonomen Fahrzeug

    Forschung an neuromorpher Hardware im Projekt KI-Flex KI-basierte Datenverarbeitung im autonomen Fahrzeug Im Forschungsprojekt KI-Flex wurde an einer Plattform gearbeitet, die im autonomen Fahrzeug alle Verkehrsteilnehmer sicher orten soll. Entstanden…

    mehr lesen: KI-basierte Datenverarbeitung im autonomen Fahrzeug

  • All About Automation in Chemnitz wächst gegenüber Vorjahr

    All About Automation in Chemnitz wächst gegenüber Vorjahr

    Praxisnah automatisieren All About Automation in Chemnitz wächst gegenüber Vorjahr Am 27. und 28. September 2023 dreht sich in der Messe Chemnitz alles um die Themen Industrieautomation, Digitalisierung und Robotik.…

    mehr lesen: All About Automation in Chemnitz wächst gegenüber Vorjahr

  • Viastore beruft Dominic Daly zum CFO

    Viastore beruft Dominic Daly zum CFO

    Manager in der Intralogistik-Branche Viastore beruft Dominic Daly zum CFO Dominic Daly (Bild) ist neuer CFO bei Viastore Group, einem Anbieter von Intralogistik-Systemen. Zuvor war der studierte Betriebswirt als Führungskraft…

    mehr lesen: Viastore beruft Dominic Daly zum CFO

  • Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette

    Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette

    Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit für den Industriesektor Hand in Hand? Dies kann Realität werden. Das kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekt ’Climate Solution for Industries’ (CS4I) unter Beteiligung des Fraunhofer IPA setzt bereits bei…

    mehr lesen: Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette

  • Neil Barua folgt auf James Heppelmann

    Neil Barua folgt auf James Heppelmann

    Nach 13 Jahren als CEO beim Softwareunternehmen PTC verabschiedet sich James Heppelmann in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Neil Barua.

    mehr lesen: Neil Barua folgt auf James Heppelmann

  • Skeptischer Blick auf den Sommer

    Skeptischer Blick auf den Sommer

    Ifo Geschäftsklimaindex im Mai Skeptischer Blick auf den Sommer Nach 93,4 Punkten im Vormonat, fällt der Ifo Geschäftsklimaindex im Mai auf 91,7 Punkte – der erste Rückgang in sechs Montanen.

    mehr lesen: Skeptischer Blick auf den Sommer

  • Kritik am Cyber Resilience Act

    Kritik am Cyber Resilience Act

    Kritik am Cyber Resilience Act Open-Source-Organisationen richten offenen Brief an EU Kommission In einem offenen Brief kritisieren neun Open-Source-Organisationen die EU Kommission, die Perspektive der Community im Rahmen des Cyber…

    mehr lesen: Kritik am Cyber Resilience Act

  • VDI bietet Big-Data-Schulungen an

    VDI bietet Big-Data-Schulungen an

    Aus- und Weiterbildung VDI bietet Big-Data-Schulungen an Auf Grundlage der im November 2022 veröffentlichten Richtlinie VDI/VDE-MT 3714 bietet der VDI Schulungen für die Implementierung und den Betrieb von Big-Data-Anwendungen an.

    mehr lesen: VDI bietet Big-Data-Schulungen an

  • Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI

    Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI

    KI-Funktionen in Standardsoftware Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI Softwareanbieter Consense ergänzt sein Qualitätsmanagement-System um KI-gestützte Funktionen. Die Algorithmen sollen helfen, Prozesse zu automatisieren und einfacher zu gestalten.

    mehr lesen: Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI

  • Eine Tauschplattform für die Autoindustrie

    Eine Tauschplattform für die Autoindustrie

    Plattform Wavetrade Eine Tauschplattform für die Autoindustrie Der KI-Spezialist One Data hat eine Tauschplattform an den Start gebracht, über die Automobilhersteller ’kritische Komponenten’ wie etwa Halbleiter an- und verkaufen sowie…

    mehr lesen: Eine Tauschplattform für die Autoindustrie

  • Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen

    Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen

    Supply-Chain-Management-Software Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen Wo liegen die Unterschiede in Supply-Chain-Management-Software? Eine Marktübersicht der Trovarit, des Fraunhofer IPA und des IFR vergleicht mehr als 140 Lösungen.

    mehr lesen: Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen

  • Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme?

    Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme?

    Diskussionspapier des Bitkom Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme? Mit Low Code bzw. No Code können auch Nicht-ITler Anwendungen aus vorgefertigten Bausteinen erstellen. Die Auswirkungen des Ansatzes…

    mehr lesen: Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme?