Digitales Vertragsmanagement: An die Spielregeln halten

Copyright GettyImages Maskot via
Bild: ©Maskot/gettyimages.de

Verträge enthalten eine Vielzahl von Verpflichtungen, die Unternehmen erfüllen müssen, um rechtliche, wirtschaftliche und reputationsbezogene Risiken zu vermeiden. Oft wird jedoch nicht beachtet, dass diese Verpflichtungen weit über die vereinbarten Leistungen hinaus gehen können. Aus den Verträgen ergeben sich auch Compliance-Vorgaben wie etwa gesetzliche Anforderungen, interne Richtlinien oder branchenspezifische Standards. Um diese einzuhalten und möglichen Vertragsstrafen aus dem Weg zu gehen, bedarf es einer laufenden Prüfung und Überwachung dieser Vereinbarungen. Mit steigender Menge und Vielschichtigkeit der Regelwerke ist dies manuell oft nicht mehr zu schaffen. Ein digitales Vertragsmanagement kann Unternehmen dabei unterstützen, ihre Abläufe zu beschleunigen und gleichzeitig bestehende Sorgfaltspflichten einzuhalten.

Robin Schmeisser ist Geschäftsführer bei Fabasoft Contracts.
Robin Schmeisser ist Geschäftsführer bei Fabasoft Contracts. – Bild: ©Nik Fleischmann/Fabasoft Approve GmbH

Informationen an einem Ort bündeln

Ein digitales Vertragsarchiv als ‚Single Point of Truth‘ (SPOT) hilft Unternehmen beispielsweise, den Überblick zu behalten. Darin sind sämtliche Unterlagen revisionssicher gespeichert. Der SPOT bildet die Basis, um sowohl den bestehenden Vertragsbestand als auch künftige Vereinbarungen regelkonform zu managen. Bei neuen Verträgen gelangen die je nach Geschäftsfall individuellen Metadaten nach der Erfassung in der digitalen Vertragsakte automatisch in das Dokument. Zusätzlich können etwa Vertragsvorlagen und Klauselbibliotheken dafür sorgen, dass alle notwendigen und aktuell gültigen Vorgaben Berücksichtigung finden. Die Vorlagen setzen die Rechtsexpertinnen und -experten im Vorfeld auf, Änderungen führen nur die im jeweiligen Kontext berechtigten Personen durch. Dies reduziert den manuellen Aufwand sowie das Fehlerrisiko.

Digitale Prozesse etablieren

Um rechtliche und organisatorische Vorgaben wie Prüfschritte, Risikobewertungen oder Genehmigungsrichtlinien verlässlich einzuhalten, benötigen Unternehmen strukturierte digitale Prozesse. Dadurch können etwa alle gemäß der Compliance-Vorschriften zu involvierenden Abteilungen in die Workflows eingebunden werden. Hier ist es vom jeweiligen Geschäftsfall abhängig, wie ein Prozess abläuft, etwa ob an einer bestimmten Summe das Vieraugenprinzip zum Tragen kommt oder ob der CISO (Chief Information Security Officers) bei Softwareentscheidungen hinzugezogen wird.

Digitale Workflows können auch beim Lieferantenmanagement unterstützen. Sie ermöglichen etwa das Sourcing neuer Lieferanten, etwa in Form einer gesteuerten Sicherheitsüberprüfung bei Anbietern kritischer IT-Dienstleistungen oder einer automatisierten Erinnerung an auslaufende, zu erneuernde Zertifikate und Nachweise (u.a. beim LkSG). Ist eine Vereinbarungen generiert verläuft der Zeichnungsprozess dank fortgeschrittener, oder wo benötigt, qualifizierter elektronischer Signatur sicher und nachvollziehbar.

Automatisiertes Reporting

Bei laufenden Verträgen sollten Unternehmen regelmäßig ein Monitoring und Reporting durchführen, um den Überblick über mögliche Compliance-Risiken zu behalten. Die automatisierten Auswertungen der im Archiv hinterlegten Daten bieten sich speziell dann an, wenn Betriebe der Berichtspflicht unterliegen oder bei jährlichen und Ad-hoc-Revisionen.

‚Compliant‘ verhalten

Compliance-Anforderungen legen einheitliche Vorgehensweisen bzw. Spielregeln fest, die dem Schutz der Firmen und deren Stakeholdern dienen sollen. Verhalten sich Unternehmen ‚compliant‘, minimieren sie einerseits rechtliche und wirtschaftliche Risiken, andererseits stärken sie ihre Kundenbeziehungen. Eine Vertragsmanagement-Software kann dabei unterstützen, neue sowie laufende Vereinbarungen zu überwachen und damit die Sorgfaltspflichten zu erfüllen.



  • Arbeitsmarktbarometer legt zu

    Arbeitsmarktbarometer legt zu

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legte der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 0,5 auf 102,1 Punkte zu. Verbessert hat sich der Ausblick…

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt zu

  • Holger Michalka wird Teil der MR-Geschäftsführung

    Holger Michalka wird Teil der MR-Geschäftsführung

    Von Rittal zu MR: Zum April nächsten Jahres stößt Holger Michalka zur Maschinenfabrik Reinhausen und übernimmt dort die Leitung des Geschäftsbereichs ‘Products und Operations‘.

    mehr lesen: Holger Michalka wird Teil der MR-Geschäftsführung

  • Rockwell Automation tritt ISA Global Cybersecurity Alliance bei

    Rockwell Automation tritt ISA Global Cybersecurity Alliance bei

    Der neu gegründete Zusammenschluss ISA Global Cybersecurity Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, die IT-Sicherheit in industriellen Betrieben voranzutreiben.

    mehr lesen: Rockwell Automation tritt ISA Global Cybersecurity Alliance bei

  • Hildegard Müller wird neue VDA-Präsidentin

    Hildegard Müller wird neue VDA-Präsidentin

    Hildegard Müller ist neue Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Sie tritt die Nachfolge von Bernhard Mattes an, der sein Amt zum Jahresende aufgibt.

    mehr lesen: Hildegard Müller wird neue VDA-Präsidentin

  • Siemens und Qualcomm installieren erstes privates Standalone-5G-Netz im industriellen Umfeld

    Siemens und Qualcomm installieren erstes privates Standalone-5G-Netz im industriellen Umfeld

    Siemens und Qualcomm Technologies haben das erste eigenständige private 5G-Netz in einer realen industriellen Umgebung bei Nutzung des 3,7 – 3,8GHz-Frequenzbandes implementiert.

    mehr lesen: Siemens und Qualcomm installieren erstes privates Standalone-5G-Netz im industriellen Umfeld

  • Schutz gegen Urgent/11-Schwachstellen

    Schutz gegen Urgent/11-Schwachstellen

    Im Juli 2019 wurde die Entdeckung von elf Zero-Day-Sicherheitsschwachstellen bekannt gegeben, die das Echtzeitsystem Wind River VxWorks betreffen. Alle Geräte, auf denen VxWorks läuft, zu aktualisieren, ist oftmals nicht einfach…

    mehr lesen: Schutz gegen Urgent/11-Schwachstellen

  • Hilfe für den Mittelstand

    Hilfe für den Mittelstand

    Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in der Produktion können Prozesse überwacht und Routinetätigkeiten übernommen sowie Entscheidungen unterstützt werden. Oft fehlt es Unternehmen allerdings noch an Fachwissen und die Erfahrung, um…

    mehr lesen: Hilfe für den Mittelstand

  • Plattform für sichere IIoT-Anbindung

    Plattform für sichere IIoT-Anbindung

    HMS Networks stellt eine Sicherheitsplattform für die Produktfamilie Anybus CompactCom vor, die Zertifikatsverwaltung und TLS-Verschlüsselung unterstützt.

    mehr lesen: Plattform für sichere IIoT-Anbindung

  • Abschwung erfasst Robotik und Automation

    Abschwung erfasst Robotik und Automation

    Der VDMA Robotik + Automation rechnet für das laufende JaHr mit einem Umsatzminus von fünf Prozent und auch für das nächste Jahr geht der Verband von einem weiteren Rückgang aus.

    mehr lesen: Abschwung erfasst Robotik und Automation

  • Switches und Router mit Cybersecurity-Funktionen

    Switches und Router mit Cybersecurity-Funktionen

    Die Anybus-Router und unmanaged und managed (Layer 2/Layer 3) Switches von HMS sind in einem Temperaturbereich von -40 bis +75°C einsetzbar. Mehrere Redundanz- und Cybersecurity-Funktionen sollen es Anwendern erlauben, zuverlässige…

    mehr lesen: Switches und Router mit Cybersecurity-Funktionen

  • Ifo-Geschäftsklima-Index legt um 0,3 Punkte zu

    Ifo-Geschäftsklima-Index legt um 0,3 Punkte zu

    Die deutschen Manager blicken im November etwas positiver in die Zukunft als noch im Vormonat. Der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts legte leicht, 0,3 Punkte, zu.

    mehr lesen: Ifo-Geschäftsklima-Index legt um 0,3 Punkte zu

  • Monika Pienkos leitet Produktentwicklung bei Itac

    Monika Pienkos leitet Produktentwicklung bei Itac

    Itac Software hat Monika Pienkos die Leitung der Software- und Produktentwicklung übertragen. Die Diplom-Informatikerin kommt von CompuGroup Medical Deutschalnd zum MES-Sepzialisten.

    mehr lesen: Monika Pienkos leitet Produktentwicklung bei Itac