Wie MES-Software bei der Lieferkettenplanung unterstützt

image 24
Bild: Rockwell Automation GmbH

Unternehmen weltweit sehen sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, wie etwa Protektionismus oder Marktbeschränkungen unterschiedlicher Art. Auch kann es jederzeit zu weiteren Konflikten kommen. Eine Möglichkeit, sich auf diese Probleme vorzubereiten, ist ein intelligenter, datengesteuerter Ansatz für das Anlagen- und Bestandsmanagement.

307848 Bild 2 MES fuer bessere Lieferkette 20240307144125
Software hilft Firmen, Unwägbarkeiten in der Lieferkette in den Griff zu bekommen.Bild: ©Gorodenkoff/shutterstock.com

Gegenmaßnahmen für den Krisenfall

Durch Datenerfassung in Echtzeit können Unternehmen etwa Maßnahmen für den Krisenfall ableiten. Eine Lösung besteht beispielsweise im Einsatz von fortschrittlicher Fertigungstechnologien. Daraus können sich verschiedene positive Effekte ergeben: optimierte Planung, automatisierte Nachverfolgungsfunktionen, Analysemöglichkeiten durch maschinelles Lernen (ML) sowie Integrationen mit Fertigungssystemen wie Enterprise Resource Planning (ERP), Qualitätsmanagementsystemen (QMS) oder Manufacturing Execution Systems (MES), um Daten systemübergreifend auszutauschen.

Das MES und die Lieferkette

Ein Manufacturing Execution System gibt den Takt im Fertigungsbetrieb vor und bildet gleichzeitig das Fundament zur Überwachung des Produktionsprozesses. Die Software kann auch dabei helfen, Herausforderungen in der Lieferkette zu begegnen. Es fungiert als zentrale Steuerung der Produktion und verbindet Betriebsfunktionen über unterschiedliche Fertigungsprozesse hinweg.

Durch den Einsatz der Software können Unternehmen von verschiedenen Funktionen profitieren, wie etwa der Kommissionierung der Produktion, Umlaufbestands- und Ressourcenverfolgung, Produktverfolgung, Dokumentation, Ressourcenmanagement, Qualitätssicherung oder Feinplanung. Durch die Echtzeitverfolgung der Arbeiten und die Übersicht über Ressourcen für Mitarbeitende, Maschinen, Werkzeuge und Materialien können Unternehmen die Bestandsbeschaffung sowie das Management ihrer Lieferkette optimieren. Durch den Einsatz einer MES-Software erhalten Unternehmen datenbasierte Grundlagen für Entscheidungen. Der Lagerbestand kann optimiert werden, was sowohl Lagerungskosten als auch Materialverschwendung reduziert. Zudem können Hersteller durch Prognosen Lieferketten- und Logistikproblemen begegnen, da Bestellungen im Voraus aufgeben und Ausweichpläne für Störungsfälle oder Verzögerungen entwickelt werden können.

Die Lieferkette transformieren

Die Zusammenführung von Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT) spielt für den Weg hin zur digitalen Fertigung eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus können Unternehmen durch die Digitalisierung des Bestands- und Lieferkettenmanagements von Effekten weiterer Technologien wie etwa dem IIoT oder Machine Learning profitieren.

Software für die Lieferkettenplanung hilft Unternehmen, das Risiko von unvollständigen oder fehlerhaften Daten zu vermeiden, indem sie verschiedene Unternehmensdaten in einer einzigen Quelle zusammenführt. Beschäftigte erhalten so Analysemöglichkeiten.

Auf das Unvorhersehbare reagieren

Ob geopolitische Ereignisse oder Naturkatastrophen – die Vorbereitung darauf spielt eine wichtige Rolle für ein effektives Bestands- und Lieferkettenmanagement. Der Einsatz von Software wird daher eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung von unerwarteten Störung spielen. Ein intelligenter, datengesteuerter Ansatz für das Anlagen- und Bestandsmanagement, unterstützt durch MES-Software, ermöglicht es Unternehmen, besser auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren und so die Zuverlässigkeit ihrer Lieferkette zu erhöhen.

Autor: Malte Dieckelmann ist Vice President Enterprise Software Sales für EMEA bei Rockwell Automation.



  • IFS stellt DACHI-Region unter neue Leitung

    IFS stellt DACHI-Region unter neue Leitung

    IFS hat Marcus Pannier zum Geschäftsführer für die DACHI-Region ernannt.

    mehr lesen: IFS stellt DACHI-Region unter neue Leitung

  • Im Zeichen der Kreislaufwirtschaft

    Im Zeichen der Kreislaufwirtschaft

    Alle drei Jahre wird Düsseldorf zum internationalen Branchentreffpunkt der Kunststoff- und Kautschuk-Industrie. Vom 16. bis zum 23. Oktober findet auf dem Messgelände der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt die K statt.

    mehr lesen: Im Zeichen der Kreislaufwirtschaft

  • DMG Mori investiert in Up2Parts

    DMG Mori investiert in Up2Parts

    Der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori beteiligt sich am Softwareunternehmen Up2Parts. Ziel der Investition ist es, zusätzliches Digitalisierungs-Knowhow zu erschließen.

    mehr lesen: DMG Mori investiert in Up2Parts

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Ein Blick in die Zukunft

    Ein Blick in die Zukunft

    Im aktuellen Future Readiness Index der Managementberatung KPMG zeigen sich die deutschen Unternehmen mit Blick auf die nächsten fünf Jahre positiv gestimmt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist dieser Wert…

    mehr lesen: Ein Blick in die Zukunft

  • Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

    Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

    Bei der Verhinderung von sicherheitsrelevanten Ereignissen, und insbesondere von Störfällen, wird die Prozessleittechnik (PLT) immer wichtiger. Die Richtlinienreihe VDI/VDE 2180 beschäftigt sich mit diesem Thema, wurde grundlegend überarbeitet und neu…

    mehr lesen: Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

  • Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

    Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

    Nach dem Start von NTT Ltd. Anfang Juli hat der IT-Dienstleister Kai Grunwitz zum Chef des Deutschland-Geschäfts ernannt.

    mehr lesen: Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

  • 5G in Industrie und Wirtschaft

    5G in Industrie und Wirtschaft

    Mit der 5G CMM — Connected Mobile Machines will die Deutsche Messe dem neuen Mobilfunkstandard in den Fokus rücken. Rund 100 Teilnehmer werden dabei vom 8. bis zum 10. Oktober…

    mehr lesen: 5G in Industrie und Wirtschaft

  • Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

    Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

    Im SIBB Forum ‚Cobot Love‘, das am 30. Oktober im MotionLab.Berlin stattfindet, beleuchten Experten aus Praxis und Forschung technologische Möglichkeiten, Anwendungspotentiale und Marktaussichten intelligenter Robotiksysteme anhand konkreter Use Cases.

    mehr lesen: Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

  • Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

    Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

    Eine Studie von Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML zeigt, wie weit deutsche Unternehmen bei der Umsetzung einer ‘intelligenten Instandhaltung‘ sind –…

    mehr lesen: Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

  • Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

    Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

    G Data Software tritt künftig unter dem Namen G Data CyberDefense auf. Dies gab das Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung bekannt.

    mehr lesen: Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

  • Zühlke leitet SmartFactory-EU

    Zühlke leitet SmartFactory-EU

    Brainport Industries (Niederlande), Flanders Make (Belgien) und die SmartFactory-KL habe sich zusammengetan und die Vereinigung SmartFactory-EU gegründet.

    mehr lesen: Zühlke leitet SmartFactory-EU