Mit vernetzten Systemen zur digitalen Fertigung

Shot of Corridor in Working Data Center Full of Rack Servers and
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Hersteller stehen heute in einem ständigen Wettlauf um Innovationen. Sie wollen effizienter werden, der Konkurrenz voraus sein und gleichzeitig Risiken reduzieren. Markttrends ändern sich, die weltpolitische Lage ist unsicher, und auch die Belegschaft verändert sich. All das zwingt Unternehmen, ihre Strategien zu überdenken. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Firmen global planen und gleichzeitig eng mit verschiedenen Produktionsstandorten zusammenarbeiten. Es entstehen verstreute und vielfältige Systemlandschaft, die den IT-Abteilungen viel abverlangen. Sie müssen mit dem schnellen technologischen Wandel Schritt halten und gleichzeitig technische Altlasten bewältigen. In diesem Umfeld hat sich Cloud Computing bewährt, weil diese Rechenressourcen skalieren, Software zügig bereitstellen und den Zugang zu neue Technologien wie künstliche Intelligenz erleichtern.

Agilität und Präzision

Unterbrochene Lieferketten, Personalmangel, politische Entwicklungen und wechselnde Kundenwünsche verlangen nach anpassungsfähigeren Betriebsabläufen. Unternehmen wollen nicht nur schnell auf Veränderungen reagieren, sondern diese auch vorhersehen, um im Wettbewerb zu bestehen. Ihre Fähigkeit, diese Veränderungen praktisch im Betrieb umzusetzen, entscheidet zunehmend über den Unternehmenserfolg. Um dies mit der Produktion und den angrenzenden Teams abzustimmen, helfen Echtzeit-Datenzugriff, Zusammenarbeit über Standorte hinweg und optimierte Produktionsprozesse. Diese Anforderungen fordern sowohl die Mitarbeiter als auch die IT-Systeme heraus. Oft fällt es schwer, die nötige Flexibilität und Integration zu bieten und Informationen sinnvoll für Entscheidungen und Zusammenarbeit zu nutzen.

Die IT-Herausforderung

IT-Teams in Fertigungsunternehmen stehen vor einer doppelten Aufgabe. Sie müssen die Geschäftsziele unterstützen und gleichzeitig die Kosten und Komplexität der digitalen Umgebung im Griff halten. Veraltete Systeme, hohe Wartungskosten und nicht integrierte Software bremsen die IT-Abteilung bei der Leistungeserbringung aus. Zusätzlich steigt die Nachfrage nach datengestützten Erkenntnissen und KI-Unterstützung, was die Komplexität weiter erhöht, auf der anderen Seite aber Effizienzgewinne verspricht. Cloud Computing tritt an, um die Lücke zwischen den Anforderungen des Unternehmens und den von der IT bereitgestellten Funktionen zu schließen.

Rahmendaten zum Cloud Computing

Bezieht die Fertigung Software aus einem Cloud-Rechenzentrum, ist der Betreiber für die Überwachung der Systemgesundheit und Sicherheit seines Rechenzentrums verantwortlich. Dabei sollten produzierende Unternehmen jedoch nicht die OT-Security, etwa in die Endpoint-Sicherheit, außer Acht lassen. Einige Punkte zeichnen CLoud Computing aus:

Kostenkontrolle und Skalierbarkeit – Cloud-Bezug ist nach vertraglich festgelegte Preismodellen gestaltet, wobei Hersteller den Verbrauch nach bestimmten Mustern anpassen können. So können Anwender ihre Investitionskosten und vor allem die laufenden Ausgaben im Blick halten. Dafür können sie neue Anwendungen schnell und vergleichsweise einfach an verschiedenen Standorten ausrollen.

Updates und Releasefähigkeit – Cloud-Anbieter aktualisieren ihre Plattformen und Anwendungen laufend. So haben Unternehmen ohne zusätzlichen Aufwand Zugriff auf die neuesten Versionen, Technologien und Prozesse.

Integration neuer Technologien – Cloud-Plattformen sind darauf ausgelegt, KI wie maschinelles Lernen und andere neue Technologien bereitzustellen. Hersteller können vorausschauende Analysen, intelligente Automatisierung und Echtzeit-Überwachung nutzen, um die Produktivität und Entscheidungsfindung zu verbessern und ihre Mitarbeiter zu strategischerem Denken zu befähigen.

Sicherheit und Compliance – Cloud-Anbieter investieren in Sicherheitsmaßnahmen und unterhalten Datenschutz- und Compliance-Rahmenwerke sowie Notfalllösungen. Diese Arbeit fällt also bei Herstellern nicht an.

Erreichbarkeit mit lokaler Umsetzung – Mit Cloud-Software können Firmen global planen und zusammenarbeiten. So können regionale Standorte selbstständig arbeiten und trotzdem die Unternehmensstrategie und Lieferkettenziele verfolgen.

Die Fertigung nutzt die Cloud

Unternehmen, die Manufacturing Cloud-Software implementieren, können effizienter produzieren und schnell auf Marktveränderungen reagieren. In einer Zeit, in der Anpassungsfähigkeit wichtiger wird, können cloud-basierte Fertigungstechnologien die Flexibilität verschaffen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.

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