Maschinenoptimierung per MES

image 23
Bild: Markes

Überall, wo es etwas zu bewegen gibt, steuert das Unternehmen Markes Komponenten bei – sei es aus Metall oder Kunststoff. Dabei zeichnet sich das 1904 in Lüdenscheid gegründete Unternehmen mit eigenen Produkten, eigener Entwicklung und selbst hergestellten Werkzeugen nicht nur durch eine hohe Fertigungstiefe aus: Bereits vor mehr als 25 Jahren erkannte der Fördertechnik-Spezialist das Potenzial von Big Data und setzt seither auf ein Manufacturing Execution System (MES). Dieses sollte Daten an das bereits vorhandene ERP-System liefern. Auch war mehr Transparenz in der Fertigung das Ziel, was den Produktionsdurchlauf und die Maschinenauslastung optimieren sollte. Seit 2018 ist MES Hydra von MPDV nun in der Version 8 mit den Modulen Betriebsdatenerfassung (BDE), Maschinendatenerfassung (MDE), Personalzeiterfassung (PZE) sowie Zeitwirtschaft (PZW) in der Anwendung.

Auslastung optimiert

Die mit dem MDE-Modul erfassten Daten nutzt Markes für die Maschinenoptimierung. Als Thomas Degen 1998 seine Arbeit bei im Unternehmen aufnahm, analysierte er über mehrere Monate systematisch die Störanfälligkeit und Auslastung der einzelnen Maschinen. Auf dieser Basis konnten die Montageautomaten priorisiert werden: Je höher die Auslastung, desto wichtiger war die rechtzeitige Wartung. Das Ergebnis war eine optimierte Auslastung und Prozesssicherheit der Maschinen. Bis heute werden die Daten nach diesem Ansatz für eine Erhöhung der Nutzungsgrade ausgewertet.

Das PZE-Modul wiederum ermöglicht Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung: Markes honoriert etwa überdurchschnittliche Maschinenlaufzeiten pro Personalstunde mit Prämien. Mitarbeiter, die ihre Maschinen so vorbereiten, dass sie mannlos in der Pause oder nach Feierabend weiterlaufen können, erhalten entsprechend der Mehrleistung mehr Geld. Gleiches gilt, wenn freie Maschinen parallel mitbedient werden, etwa weil Kollegen erkrankt sind. Umgekehrt können Beschäftigte auch früher Schluss machen, sofern es die Auftragslage erlaubt. Den Überblick über Maschinenbelegung und Aufträge hat das Unternehmen durch die MES-Software. Das Modell führte neben einer Produktivitätssteigerung zu zufriedenen Mitarbeitern, denen nun mehr Eigenverantwortung zukommt.

Die positiven Effekte eines MES liegen für Thomas Degen, geschäftsführender Gesellschafter bei Markes, in der Transparenz, Reaktionsfähigkeit, Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie den Homeoffice-Möglichkeiten durch Zugriffswege von extern: „Ich mache den Rechner an und sehe sofort eins zu eins, was in der Firma los ist, selbst auf Geschäftsreisen. Morgens im Büro ist das mein erster Blick und abends vor Feierabend mein letzter. Wenn etwas nicht stimmt, bekomme ich die Maschine eventuell sogar selbst wieder aktiviert.“ Er fährt fort: „Was die Fertigung betrifft, habe ich zu jeder Maschine die Zahlen im Kopf. Wenn ein Kunde eine Anfrage stellt, können wir sofort über mögliche Liefertermine reden.“

Nr 26
Bild: MPDV Mikrolab GmbH

Autor:

Markus Diesner ist Principal Marketing bei der MPDV Mikrolab GmbH.



  • Industrie Informatik kooperiert mit SIB Visions

    Industrie Informatik kooperiert mit SIB Visions

    Der MES-Anbieter Industrie Informatik setzt auf Low-Code-Entwicklung und geht eine strategische Partnerschaft SIB Visions ein.

    mehr lesen: Industrie Informatik kooperiert mit SIB Visions

  • Pick-by-light-System ergänzt MES

    Pick-by-light-System ergänzt MES

    Bei KSB setzt man seit etwa einem Jahr auf ein Pick-by-light-System von Microsyst, was den Workflow an den Montagearbeitsplätzen effizienter gestaltet hat.

    mehr lesen: Pick-by-light-System ergänzt MES

  • Vorausschauende Wartung ist in der Industrie etabliert

    Vorausschauende Wartung ist in der Industrie etabliert

    Maschinen in der Produktion werden zunehmend schlauer. Eine von Reichelt Elektronik in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass sich Predictive Maintenance in der deutschen Industrie etabliert.

    mehr lesen: Vorausschauende Wartung ist in der Industrie etabliert

  • Unzufriedenheit mit der Corona-Wirtschaftspolitik

    Unzufriedenheit mit der Corona-Wirtschaftspolitik

    177 Ökonomen haben Ifo und FAZ im Rahmen des Ökonomenpanel zur aktuellen Corona-Wirtschaftspolitik der Bundesregierung befragt. Kurz vor der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz zeigt sich ein Großteil der Teilnehmer unzufrieden.

    mehr lesen: Unzufriedenheit mit der Corona-Wirtschaftspolitik

  • Neuer Technik-Chef bei Phoenix Contact

    Neuer Technik-Chef bei Phoenix Contact

    Roland Bent hat sein Amt als CTO bei Phoenix Contact niedergelegt und sein Berufsleben beendet. Sein Nachfolger wird Frank Possel-Dölken.

    mehr lesen: Neuer Technik-Chef bei Phoenix Contact

  • Babtec erweitert Geschäftsführung

    Babtec erweitert Geschäftsführung

    Babtec hat bekanntgegeben, dass Peter Hönle, Dagmar Henkel und Lutz Krämer die Führungsebene des Wuppertaler Softwareherstellers erweitern. Zudem gibt es ein neues Leitbild sowie eine Stammkapitalerhöhung zu vermelden.

    mehr lesen: Babtec erweitert Geschäftsführung

  • Kontron stellt Switch-Familie vor

    Kontron stellt Switch-Familie vor

    Kontron erweitert seine Industriehardware um die Switch-Familie KSwitch. Die Fast- und Gigabit-Ethernet-fähigen Modelle sollen über das Jahr verteilt auf den Markt kommen. Die ersten 23 Varianten bereits im ersten Quartal,…

    mehr lesen: Kontron stellt Switch-Familie vor

  • Neue Arbeitsgemeinschaft im VDMA

    Neue Arbeitsgemeinschaft im VDMA

    Für einen besseren Austausch mit der Telekommunikationsindustrie hat der VDMA die Arbeitsgemeinschaft Wireless Communications for Machines ins Leben gerufen.

    mehr lesen: Neue Arbeitsgemeinschaft im VDMA

  • Autobauer wieder positiver gestimmt

    Autobauer wieder positiver gestimmt

    Die Unternehmen der Automobilindustrie schätzen ihre aktuelle Lage wieder besser ein als noch Januar und auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist laut der Ifo-Konjunkturumfrage positiver.

    mehr lesen: Autobauer wieder positiver gestimmt

  • LoadRunner organisiert sich im Schwarm

    LoadRunner organisiert sich im Schwarm

    Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML entwickelt mit dem LoadRunner eine neue Generation fahrerloser Transportfahrzeuge. Das System kann sich dank künstlicher Intelligenz und Kommunikation über 5G im Schwarm organisieren…

    mehr lesen: LoadRunner organisiert sich im Schwarm

  • Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Lockdown weiter stabil

    Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Lockdown weiter stabil

    Im Februar gibt das IAB-Arbeitsmarktbarometer leicht optimistische Signale, der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen.

    mehr lesen: Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Lockdown weiter stabil

  • AIM und die Profibus Nutzerorganisation arbeiten zusammen

    AIM und die Profibus Nutzerorganisation arbeiten zusammen

    Der Industrieverband AIM und die Omlox-Community der Profibus Nutzerorganisation wollen zusammenarbeiten. Ziel ist es, die Interoperabilität zwischen AutoID-Technologien und Softwaresystemen zu fördern.

    mehr lesen: AIM und die Profibus Nutzerorganisation arbeiten zusammen