Fertigungssteuerung mit Coscom-Tools: Kurzer, digitaler Prozess bei Nagy

Nagy ist mit dem Coscom ECO-System in jedem Bereich abgesichert: Bei den Daten, weil es keine doppelte Datenhaltung gibt, bei den Werkzeugen wegen den echten Werkzeuggeometrien, beim NC-Programm aufgrund der 2-fach Simulation und in der Kommunikation durch die mit dem Fertigungsindex verknüpfte DNC.
Nagy ist mit dem Coscom ECO-System in jedem Bereich abgesichert: Bei den Daten, weil es keine doppelte Datenhaltung gibt, bei den Werkzeugen wegen den echten Werkzeuggeometrien, beim NC-Programm aufgrund der 2-fach Simulation und in der Kommunikation durch die mit dem Fertigungsindex verknüpfte DNC. – Bild: Coscom Computer GmbH

Lauffen am Neckar ist dafür bekannt, mit 585 Hektar bestockter Rebfläche die Gemeinde mit dem intensivsten Weinbau in Württemberg zu sein. Trotz der idyllischen Lage ist die große Herausforderung gerade in der Stuttgarter Peripherie der Arbeitsmarkt, gerade für mittelständische Unternehmen wie die Nagy CNC-Fertigungstechnik. Global Player Unternehmen der Region fegen den Markt leer und Nagy muss alle Register ziehen, um Leute zu finden, die bei ihm anheuern. Dazu zählt auch die Bereitstellung von modernen Arbeitsplätzen, die mit der Coscom Eco-Plattform zur Fertigungssteuerung untereinander vernetzt sind.

Informationen für jeden Empfänger

Die Software zur Fertigungssteuerung besteht aus den Modulen ProfiCAM VM, ToolDirector VM und FactoryDirector VM, die mit dem ERP-System Gewatec verbunden sind, mit der NC-Code Simulation Vericut, dem Lagerliftsystem Hänel, dem Werkzeugeinstellsystem Zoller und den CNC-Maschinen. Die Plattform verwaltet Werkzeugdaten, Fertigungsinformationen und Arbeitspapiere, reichert diese an und tauscht über Kommunikationstechnologien wie Coscom Tooldata Cooperation Interface mit den angebundenen Systemen Daten aus. „Es wird ein kurzer digitaler Prozess gemacht, vom ERP-System bis an die Maschine. Der Prozess ist vollständig abgesichert, weil es keine doppelte Datenhaltung gibt, echte Werkzeuggeometrien genutzt werden, die NC-Programme durch dreifache Simulation überprüft werden und der Datentransfer fehlerfrei zu den Maschinen stattfindet“, sagt Sascha Utech, Area-Manager bei Coscom. Emmerich Nagy fügt hinzu: „Ein durchgängiger Änderungsprozess verhindert bei uns die Nacharbeit und Ausschuss.“ So sorgt die Änderungsverfolgung dafür, dass nur aktuelle NC-Programme an die Dreh- oder Fräsmaschinen gelangen.

Fehlerquellen ausgeschaltet

Der Transfer hin zu den Datenkonsumenten erfolgt über die zentrale Datenplattform. Wird zum Beispiel ein neues Werkzeug in ToolDirector VM angelegt, werden im Hintergrund alle Daten zusammengetragen, die die einzelnen Zielsysteme benötigen. Diese Informationen stehen sofort zur Verfügung. Die Rüst- und Nebenzeiten werden so verkürzt und neue CNC-Maschinen sind im Handumdrehen startklar. Im Datenpool des Systems befinden sich inzwischen 6.000 Artikel und 9.000 Betriebsmittel einschließlich Komplettwerkzeuge.

Die transparente Organisation des Werkzeugbestands sorgt für hohe Werkzeugverfügbarkeit und fördert die Umsetzung einer Standardisierungsstrategie für Werkzeuge. Durch diese Bündelung der Informationen entstehe ein Wertschöpfungsnetzwerk, das Rüstzeiten gering halte, wenn nicht gar verhindere, fasst Sascha Utech zusammen.

ERP-System eng verbunden

Die Kundenauftragsverwaltung findet bei im ERP-System von Gewatec statt. Dort sind auch sämtliche Artikel in Form von Stammdaten hinterlegt. Es gibt einen gemeinsamen Pfad zwischen ERP-Software und Coscom: Dokumente, Zeichnungen, Prüf- und Warmbehandlungsanweisungen und mehr werden für einen gemeinsamen Zugriff der beiden Systeme abgelegt. Der Arbeitsplan wird von der Arbeitsvorbereitung erstellt. Damit verbunden ist die Zeitvorkalkulation mit Gewatec, die auch Basis für ein Kundenangebot ist.

Die Maschinenbelegung einschließlich Rüstzeit – nicht selten im Bereich 50/50 – ist somit über das ERP-System im Zugriff. „Der Mitarbeiter, der die Vorkalkulation macht, weiß nicht im Detail, welche Bearbeitungsschritte notwendig sind. Mit anderen Worten, der grobe Arbeitsplan wird im ERP-System hinterlegt, der detaillierte Arbeitsplan wird schließlich über Coscom erstellt“, sagt Nagy. Der Programmierer liest die STEP-Datei des Kundenbauteils in ProfiCAM VM ein und kann aus ToolDirector VM digitale Zwillinge der Werkzeuge hinzufügen. Bereits während der Programmierung wird das erste Mal simuliert. Diese Simulation findet über den Kinematik-Aufsatz im CAM-System statt.

Anschließend wird der NC-Code an Vericut zur NC-Satz-basierten Simulation übergeben. „Diese zweifache Absicherung ist sehr wichtig, weil ja die Losgröße nicht selten lediglich 1 ist“, gibt Emmerich Nagy zu bedenken und verweist darauf, dass jede Fehlerquelle im Vorfeld beseitigt werden sollte. Die Freigabe des NC-Codes erfolgt schließlich über FactoryDirector VM.

Digitaler Zwilling ist Realität

Der Hersteller nutzt digitale Werkzeugzwillinge. Zwar liefern inzwischen die meisten Werkzeughersteller ein 3D-Datenmodell der Werkzeugeinzelkomponente, doch ist dieses oftmals unvollständig. In diesem Fall können mit Coscom Toolgraphik aus parametrischen Werkzeugdaten echte 3D-Datenmodelle erzeugt werden. Diese Werkzeugdaten stehen allen angeschlossenen Zielsystemen zur Verfügung. Über die IT-Plattform kann recherchiert werden, ob ein Werkzeug für einen bestimmten Verarbeitungsschritt tatsächlich physisch vorhanden ist und ob Rüstzeit einzuplanen sind. Diese Informationen ermöglichen ein Rüstvermeidungskonzept: Per Knopfdruck ist einsehbar, welche Werkzeuge an welcher Maschine gemäß des CAM-Programms benötigt werden und welche Werkzeuge in den Magazinen an den Maschinen vorhanden sind. Das kann bei der Programmierung der einzelnen Arbeitsschritte genutzt werden, um die Umrüstzeiten gering zu halten. Der Produzent druckt das Einrichteblatt (Werkzeugliste) noch aus. Es enthält einen Barcode, über den die Werkzeugausgabe am Hänel-Werkzeuglift für die nachzurüstenden Betriebsmittel aufgerufen wird. Auch dieser Prozess wird bereits mit Coscom Web-App unterstützt. .



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