Die Intralogistik und das Workforce Management

Employees tablet and group in warehouse teamwork and inventory with connection. People factory and supervisor with tech cooperation and conversation with communication planning and logistics
Bild: ©Azee Jacobspeopleimages.com/stock.adobe.com

Die Intralogistik ist ein wichtiger Bereich der Supply Chain, in dem Material- und Personalflüsse effizient auf die Kundenanforderungen abgestimmt werden müssen. Sie unterliegt saisonalen sowie auftragsbedingten Schwankungen und ist auch verstärkt gekennzeichnet durch eine wachsende Komplexität aufgrund technologischer Fortschritte sowie zunehmender Automatisierung. Eine daraufhin ausgerichtete Personaleinsatzplanung muss heute mehrere Faktoren im Blick behalten: die Aus- und Belastung der Belegschaft, die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten in Stoßzeiten sowie unterschiedliche Arbeitszeitmodelle. Workforce Management (WFM) bietet eine Möglichkeit, Arbeitsprozesse und den Einsatz von Mitarbeitenden möglichst optimal zu gestalten.

Kontinuierlicher Prozess

WFM ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich aus einer Reihe aufeinander abgestimmter Schritte zusammensetzt. Angefangen bei der Bedarfsanalyse über die Planung des Personaleinsatzes bis hin zur Auswertung der Ergebnisse, werden fortlaufend Daten erfasst, analysiert und genutzt. Die Aufgabe der Personalplaner ist es, diese Ergebnisse der Datenanalyse dann bestmöglich umzusetzen. Eine zunächst simpel erscheinende Anforderung, die sich auf operativer Ebene als komplex darstellt. Denn in einer oft noch manuell erstellten Kapazitätsplanung ist es oft eine immense Herausforderung, alle Informationen vollständig zu berücksichtigen: Von der Verfügbarkeit einer meist aus Voll- und Teilzeitbeschäftigten bestehenden Belegschaft über deren spezifische Fähigkeiten sowie Einsatzbereiche bis hin zu Urlaubstagen und kurzfristigen Ausfällen. Aus dieser Gemengelage ergibt sich der Umstand, dass bei Unternehmen in Lager oder Distributionszentren in der Regel Optimierungspotenzial zu heben ist. Und der Einsatz von zugeschnittener Software ermöglicht es den Firmen beispielsweise, bei der Bedarfsanalyse Prognosen zu präzisieren und Entscheidungsimpulse abzuleiten.

KI vs. Bauchgefühl

Die Personaleinsatzplanung wird oft durch das Bauchgefühl einer einzelnen Person beeinflusst. Bei Ausfall oder Ausscheiden verantwortlicher Personen im Lager oder der Produktion kann schnell ein Vakuum entstehen. Informationen, sind IT-seitig zwar vorhanden, können jedoch nicht verwertet werden. Zudem überzeugen heutige Technologien mit ihren Genauigkeitsgrad von Prognosen, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz entstehen. In der Bedarfsanalyse zeigen sich also Hebel, an denen angesetzt werden kann. Da es bei der Bedarfsanalyse um Datenerfassung, -analyse und -auswertung geht, eignet sie sich für den Einsatz von KI. Diese künstliche Intelligenz analysiert historische Daten und aktuelle Marktbedingungen, um den zukünftigen Arbeitskräftebedarf zu bestimmen. Eine solche KI-gestützte auf den notwendigen (Kapazitäts-)Bedarf ausgerichtete Kenngröße kann bei entsprechender Datenlage recht exakt prognostiziert werden und sich auf einen frei wählbaren Zeitraum beziehen, wenn es das eingesetzte System unterstützt.

Plug-in statt Komplettsystem

Wer ein solches Werkzeug einrichten möchte, müsste mit Blick auf die Funktionalitäten vieler WFM-Anwendungen nicht selten einen kompletten kompletten Systemwechsel vollziehen, gerade wenn sie als All-in-One-Software implementiert ist. TUP, ein Spezialist für Intralogistik-Software, bietet dafür eine Alternative. Ähnlich einem Plug-in greift es auf die Daten des Lagerverwaltungs- oder Enterprise-Resource-Planning-Systems zu, wertet diese aus und generiert eine Vorhersage. Zur Implementierung müssen weder bestehende betriebsinterne Prozesse verändert noch zusätzliche Hardware installiert werden. Auch eine in Excel-Tabellen realisierte Datenaufbereitung muss nicht zwingend umgestellt werden, um die KI-gestützten Analysen darauf aufsetzen zu können.

Nutzen der Personalbedarfsprognose

Eine KI-basierte Bedarfsanalyse kann als Basis genutzt werden, auf die Komplexität und Dynamik im Unternehmen reagieren zu können. So unterstützt eine Software den Einsatz des Personals – entsprechend ihrer Fähigkeiten und Bedürfnissen – mittels präziser Planung. Beim Einsatz von Vorhersagetechnologie gilt es jedoch, diese so verständlich wie möglich aufzubereiten, sodass sie nicht nur eine einzelne Person richtig lesen bzw. einzuschätzen vermag. Neben Produktivitätssteigerungen verspricht die so eingestellte WFM auch die Entscheidungsgrundlage für mögliche Weiterbildungen und Einsatzgebiete der Fachkräfte und wird somit zu einem Tool, dessen Nutzen weit über den ursprünglichen Einsatzzweck hinausgeht. Das kann sich spätestens dann auszahlen, wenn die Mitarbeiterzufriedenheit steigt, weil sich Lastspitzen in ihrem Einsatz auf die wirklichen Notwendigen reduzieren lassen.



  • Weg ins Firmennetzwerk oft schlecht gesichert

    Weg ins Firmennetzwerk oft schlecht gesichert

    In Deutschland nutzen die Menschen laut einer G Data-Erhebung zu selten sichere Passwörter, Antiviren-Programme oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Damit steigt das Risiko im beruflichen und auch im privaten Bereich.

    mehr lesen: Weg ins Firmennetzwerk oft schlecht gesichert

  • Spatenstich für Neubau des Fraunhofer IPA

    Spatenstich für Neubau des Fraunhofer IPA

    In dieser Woche erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung. Das Investitionsvolumen beträgt rund 37Mio.€.

    mehr lesen: Spatenstich für Neubau des Fraunhofer IPA

  • Peter Schneck wird Cenit-CEO

    Peter Schneck wird Cenit-CEO

    Peter Schneck wird Mitglied des Vorstands bei der Cenit AG und übernimmt zum 1. Januar 2022 die Position des CEO. Er folgt auf Kurt Bengel der das Unternehmen plangemäß zum…

    mehr lesen: Peter Schneck wird Cenit-CEO

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Rekordjahr für Investitionen in Quantentechnologien

    Rekordjahr für Investitionen in Quantentechnologien

    Der McKinsey ‘Quantum Technology Monitor’ zeigt eine Zunahme der globalen Markt – und Technologieentwicklungen von Quantentechnologien. Dabei sind die angekündigten Investitionen im laufenden Jahr dreimal so hoch wie in 2020.

    mehr lesen: Rekordjahr für Investitionen in Quantentechnologien

  • Stimmung in der Industrie belastet Geschäftsklima

    Stimmung in der Industrie belastet Geschäftsklima

    Nach einem Rückgang im August ist der Ifo-Geschäftsklimaindex auch im September gesunken. Belastet werden die Zahlen dabei durch die schlechtere Stimmung in der Industrie.

    mehr lesen: Stimmung in der Industrie belastet Geschäftsklima

  • Yaskawa baut neue Europa-Zentrale

    Yaskawa baut neue Europa-Zentrale

    Yaskawa hat den Grundstein für eine neue Europa-Zentrale in Hattersheim gelegt. Das Unternehmen investiert rund 23Mio.€ in den neuen Standort.

    mehr lesen: Yaskawa baut neue Europa-Zentrale

  • VDMA Robotik + Automation wählt neuen Vorstand

    VDMA Robotik + Automation wählt neuen Vorstand

    Der VDMA Robotik + Automation hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Als neuer Vorsitzender folgt Hahn Automation-CEO Frank Konrad auf Wilfried Eberhardt.

    mehr lesen: VDMA Robotik + Automation wählt neuen Vorstand

  • Siemens und Zscaler kooperieren

    Siemens und Zscaler kooperieren

    Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.

    mehr lesen: Siemens und Zscaler kooperieren

  • Bechtle erwirbt Open Networks

    Bechtle erwirbt Open Networks

    Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250…

    mehr lesen: Bechtle erwirbt Open Networks

  • Wie Firmen Innovationspotenzial freisetzen

    Wie Firmen Innovationspotenzial freisetzen

    Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat…

    mehr lesen: Wie Firmen Innovationspotenzial freisetzen

  • Blue Yonder gehört jetzt Panasonic

    Blue Yonder gehört jetzt Panasonic

    Panasonic hat sämtliche Unternehmensanteile des IT-Plattformanbieters Blue Yonder erworben. Der Kauf ist Teil der Konzern-Strategie, einzelne Geschäftsfelder zu stärken. Blue Yonder bewertet die Investition mit 8,5 Milliarden US-Dollar.

    mehr lesen: Blue Yonder gehört jetzt Panasonic